Zu Beginn der Tagung begrüsste Tagungsleiter Christian Härtli rund 40 Besucher, die Fachgruppe für Altersfragen sowie die Referentin Esther Enderli und den Referenten Pfarrer Peter Trittenbach. Esther Enderli ist Beauftragte für Altersfragen der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn. In einer kleinen Besinnungsübung am Anfang ihres Vortrages fühlte das Publikum seinen Puls und spürte dem Atem nach. «Mit jedem Schlag des Herzens werden wir älter, älter, älter …» Das verwehrt es uns, für das Alter eine Schublade aufzuziehen und Menschen darin zu verwahren. Alter wird persönlich und sehr unterschiedlich erlebt und gelebt. Mit einem weiteren Klischee räumte sie zu Beginn auf: «Die Jugend ist die Zukunft». Das gilt zwar soziologisch für die Landeskirche, aber: «Das Alter ist meine, deine, unsere Zukunft» und deshalb genauso wichtig – für jung und alt.
Das Thema «Alter» will bewusst und vorsichtig angegangen werden, denn «Altersarbeit» wird als traditioneller Begriff aufgelöst. Es gibt dieses Arbeitsfeld zwar noch, aber heute ist Altersarbeit Bildungsarbeit mit Erwachsenen. «Wir werden alle erwachsen und bleiben es dann». Es geht um die Auseinandersetzung mit Lebens- und Glaubensfragen im Kontext der verschiedenen Erfahrungen und gesundheitlichen Möglichkeiten. Aufgaben, die sich aus den neuen Herausforderungen ergeben, und Wege und Umsetzungsmöglichkeiten sind in der Broschüre «Empfehlungen für die Altersarbeit in den Kirchgemeinden» kompakt und übersichtlich dargestellt, die Esther Enderli mitverfasst hat.
Peter Trittenbach aus Kölliken stellt die Installation «Wie sind Sie alt?» vorFoto: Kurt StehlinNach dem Vortrag wurden in kleinen Arbeitsgruppen Anliegen und bereits bestehende Angebote der Kirchgemeinden ausgetauscht und Vernetzungen zwischen verantwortlichen Mitgliedern der Kirchgemeinden geknüpft. Die Broschüre und vier Leitfragen - Was tut bei uns Not? Was kommt zu kurz? Was können wir bieten? Von welchem Angebot würde ich als älterer Mensch selbst Gebrauch machen? führten zu ergiebigen Diskussionen.
Inspirierende InstallationAm Nachmittag schilderte Pfarrer Peter Trittenbach aus Kölliken den Werdegang der Installation der Landeskirche zum Thema Alter. Diese wurde für den Kongress 2010 von der Theologischen Kommission erarbeitet. Die Installation besteht aus drei anregend gestalteten Stellwänden zu den Fragen: «Sind Sie alt?» «Wie sind Sie alt?» «Wie alt sind Sie?» Die Installation lädt ein zum Hinsehen, Hinhören, Mitnehmen und Nachdenken. Sie unterstützt die Kirchgemeinden in ihrer breitgefächerten Altersarbeit als Blickfang und Impulsgeber.
Der Kopfbereich jeder Tafel ist mit einer Einstiegsfrage gestaltet. Das Hauptfeld besteht aus Anregungen und Kommentaren, und der Abschluss im unteren Feld bietet weiterführende Fragen. Mit einem Telefonhörer können Kinderantworten zu den Fragen gehört oder es können Kärtchen gezogen werden mit herausfordernden Fragen.
Der Einsatzbereich wird durch die Kirchgemeinde oder die veranstaltende Gruppe bestimmt. In den Bausteinen, die die Theologische Kommission erarbeitet hat, werden vielfältige Einsatzmöglichkeiten geschildert vom klassischen Altersnachmittag bis zu Begegnungsnachmittagen für «Jung und Alt». Dieses Begleitmaterial kann im Internet auf
www.ref-ag.ch im Menu «Bildung & Theologie» unter «Theologische Kommission» heruntergeladen oder im Sekretariat bei Alice Liniger bestellt werden.
Ausleihen der InstallationDie Installation kann gratis ausgeliehen werden. Eine rechtzeitige Reservation ist zu empfehlen bei Alice Liniger, Sekretariat Bildung und Gesellschaft, 062 838 09 61,
alice.liniger@ref-aargau.ch. Ist es einer Kirchgemeinde nicht möglich, die Installation selber in Aarau abzuholen, so kann ein Transport organisiert werden.
BroschüreDie Broschüre «Empfehlungen für die Altersarbeit in Kirchgemeinden» kann bei der Fachstelle Diakonie, 062 838 00 21,
fachstelle.diakonie@ref-aargau.ch, bestellt werden.
Meldung verfasst von: Peter Trittenbach, Kurt Stehlin.
Aufgeschaltet am 6. Oktober 2011.
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