Im Frühjahr 2008 hat die von der Synode beschlossene Arbeitsgruppe Rügel ihre Arbeit aufgenommen. Sie setzt sich zusammen aus je einem Delegierten der vier Fraktionen der Synode, zwei Delegierten aus der Gruppe „Rügel mit Zukunft“ und dem Präsidium des Kirchenrates. Am 29. August hat sich die Arbeitsgruppe Rügel mit Delegierten der Gruppe „Rügel mit Zukunft“ zum Austausch getroffen. Seit diesem Datum ist Dr. Jakob Iseli, ein Spezialist für Positionierungen und Ausrichtung von Unternehmen, Prozessbegleiter und festes Mitglied der Arbeitsgruppe. Im Dezember 2008 hat die Arbeitsgruppe dem Kirchenrat verschiedene Varianten für die Weiterführung und neue Ausrichtung des Rügels vorgelegt. Der Kirchenrat gibt auf Empfehlung der Arbeitsgruppe die Variante „Kompetenzzentrum mit Nebennutzung Gasthaus“ zur vertieften Abklärung frei.
Claudia Bandixen, Präsidentin der Arbeitsgruppe
Bericht im Dezember 2008
Bericht der Arbeitsgruppe und erste Entscheide des Kirchenrates
Die Arbeitsgruppe Rügel hat unter der Leitung von Claudia Bandixen nach intensiver Arbeit in diesem Jahr und einer gemeinsamen Tagung mit der Gruppe «Rügel mit Zukunft» dem Kirchenrat im Dezember 08 einen ersten Bericht mit grundsätzlichen Erwägungen und Anträgen für das weitere Vorgehen zum Tagungshaus Rügel vorgelegt.
Die Arbeitsgruppe skizziert in ihrem Bericht drei grundsätzliche Richtungen, in denen man das Tagungshaus Rügel weiterentwickeln kann. Dazu kommt als vierte Variante die Option Verkauf des Rügels. Sie wird von der Arbeitsgruppe nicht weiter verfolgt. Die drei grundsätzlichen Richtungen oder Varianten, die die Arbeitsgruppe aus sieben vorliegenden Projektskizzen für die Nutzung des Tagungshauses Rügel extrahiert hat, sind:
1. Tagungshaus mit Gästebetrieb
2. Trägerstruktur mit Dritten
3. Kompetenzzentrum auf dem Rügel
Die Arbeitsgruppe hat die dritte Variante einstimmig beim Kirchenrat als zu vertiefende Option beantragt. Der Kirchenrat stimmte den dafür notwendigen Abklärungen zu. Bei einem «»Kompetenzzentrum» geht es um ein neues zentrales Thema entweder allein von der Kirche verantwortet oder in einer synergetischen Partnerschaft. Da das «gastliche Haus» Rügel sowohl der Arbeitsgruppe als auch dem Kirchenrat weiterhin ein Anliegen ist, soll diese Nutzung in die Konzeption des Kompetenzzentrums einfliessen.
Der Kirchenrat hat die Arbeitsgruppe Rügel mit dem weiteren Vorgehen beauftragt: Der allgemeine Begriff Kompetenzzentrum ist genauer zu spezifizieren (in welche Richtung soll Kompetenz aufgebaut und wie angewendet werden)? Mögliche Partner für den ausgewählten Kompetenzbereich sind zu suchen und anzusprechen. Verhandlungen über das Projekt als Ganzes und die Art und Weise der Zusammenarbeit sind mit dem möglichen Partner zu führen.
Für diesen Prozess hat der Kirchenrat den bisherigen Prozessbegleiter Dr. Jakob Iseli mit einem Mandat für die Prozessbegleitung und die Ausarbeitung der nötigen Expertisen beauftragt. Jakob Iseli ist international tätig für Zukunftsfindung von Wirtschaftunternehmen und im Kanton Aargau bekannt durch seine erfolgreiche Arbeit im Gesundheitswesen. Für die Ausarbeitung von Expertisen hat der Kirchenrat einen Kredit von 20 000 Franken bewilligt.
Bericht im Oktober 2008
Immer wieder begegnet mir die Frage: «Und – wie steht es mit der Arbeit um den Rügel?» Die Arbeit schreitet ruhig, unspektakulär, dafür realistisch und beharrlich vorwärts und liegt genau im Zeitplan. Die Arbeitsgruppe hat sich an mehreren Sitzungen und einer Tagung im August vor allem mit folgenden Themen befasst: Welche Anlässe und Arbeiten passen zum Tagungshaus Rügel? Was entspricht dem Auftrag als Kirche am ehesten? Dabei wird ausdrücklich nicht danach gefragt: Wie können wir die Liegenschaft auf dem Rügel füllen? Sondern welche kirchlichen Arbeiten brauchen ein Umfeld wie den Rügel, ein kleines, einfaches, schön gelegenes Tagungshaus? Dazu sind bereits verschiedene Projekte erarbeitet worden.
Der 29. August 2008 war ein wichtiger Termin für die Arbeitsgruppe, aber auch für die Gruppe «Rügel mit Zukunft». Interessierte Mitglieder der Gruppe «Rügel mit Zukunft» sind mit der offiziellen «Arbeitsgruppe Rügel» in Aarau zusammengekommen. Die vorliegenden Ideen wurden ausgetauscht und besprochen worden. Die Stimmung war zuerst vorsichtig, wurde aber dank der gemeinsamen Arbeit und dem grossen Interesse daran, gemeinsam zu gestalten, zunehmend entspannter.
Neu war als professioneller Beobachter und Prozessbegleiter Dr. Jack Iseli dabei. Er ist im Kanton Aargau bekannt durch seine erfolgreiche Arbeit in Fragen des Gesundheitswesens und durch seine internationale Tätigkeit für Zukunftsfindung vor allem für Wirtschaftunternehmen.
Im Wissen darum, wie viele Gruppen und Experten in den vergangenen Jahren bereits nach Lösungen gesucht haben, erwartet die Arbeitsgruppe keine «Zauberlösung» vorlegen zu können, aber einen realistischen und angemessenen Weg. Erste Richtungsentscheide soll der Kirchenrat bereits im Dezember 2008 fällen können. Die Projekte, welche am meisten Erfolg versprechen, werden detailliert geprüft: Wie nachhaltig – auch in finanzieller Hinsicht – sind die verschiedenen Ideen? Wie positionieren sich die Ideen in Bezug auf die Trends und Entwicklungen auf dem Bildungsmarkt und dem Markt der Tagungsstätten?
Bericht im Mai 2008:
1. Eingabe an die Planungskommission der Gemeinde Seengen
Die politische Gemeinde Seengen hat eine Planungskommission eingesetzt. Zu deren Aufgabenkatalog gehören die Überarbeitung von Zonenplan, Bauordnung, Verkehrsregelung etc. Der Kirchenrat hat den Vorstoss der Betriebskommission Rügel unter der Leitung von Konrad Naegeli unterstützt und eine Eingabe gemacht, dass der Rügel einer Sonderzone zugeteilt werden solle, welche es der Landeskirche erlauben würde, in einem beschränkten Umfang Gebäude und Anlage des Rügels anzupassen.
2. Arbeitsgruppe Rügel
Je eine Vertrauensperson aus jeder der vier Synodefraktionen, ein Mitglied des Gemeinderates Seengen und zwei Vertreter der Gruppe «Rügel mit Zukunft» haben als «Arbeitsgruppe Rügel» ihre Arbeit aufgenommen und im März zum ersten Mal getagt. Die Gruppe hat Termine festgelegt, Ziele detailliert besprochen und den Zeithorizont festgelegt. Die Arbeit soll Ende 2009 abgeschlossen sein. Der Kirchenrat wird die Ergebnisse diskutieren und aufgrund der Resultate des Prozesses im Juni 2010 mit konkreten Anträgen an die Synode gelangen.
Die Arbeitsgruppe ist sich bewusst, dass dies ein ehrgeiziges Ziel ist, weil sie sich nicht nur in die Materie einarbeiten muss, sondern auch Konzepte, Ideen und Eingaben von Dritten prüfen wird. Sie ist sich darin einig, dass eine Lösung für den Rügel nur dann gut sein kann, wenn sie in sinnvoller Frist gefunden wird.
Claudia Bandixen, Präsidentin der Arbeitsgruppe