a) Ausbildung der Kirchenpflegen: Die Arbeit in Kirchenpflegen soll durch klare Formulierung des Auftrages, eine praxisorientierte Weiterbildung und den Austausch von Erfahrungen attraktiver werden.
b)Personalentwicklung: Kirchliche Berufe werden spezialisierter. Gleichzeitig ist es auch für kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mehr selbstverständlich, lebenslang im angestammten Beruf tätig zu sein. Die Qualität der Aus- und Weiterbildung soll weiterentwickelt und Berufsperspektiven für kirchliche Mitarbeitende auch ausserhalb des kirchlichen Umfeldes geprüft werden.
3.2 Gottesdienstliches Feiern
Die Verkündigung gehört zum Kerngeschäft unserer Kirche. Traditionelle, aber auch moderne Gottesdienstformen und Rituale für neue Lebenssituationen sollen gefördert und wo nötig entwickelt werden.
3.3 Qualität und Seelsorge
Seelsorge wird zunehmend anspruchsvoller. Das Erarbeiten von Standards, die ständige Weiterbildung der Seelsorgenden und der optimale Einsatz der Ressourcen sollen eine dauerhaft hohe Qualität kirchlicher Seelsorge gewährleisten und sie wo nötig verbessern.
3.4 Interreligiosität
Durch Zuzug, aber auch durch Mission haben sich verschiedenste Glaubensgemeinschaften und Religionen in der Schweiz ausgebreitet. Es dient dem Frieden zwischen den Kulturen und gesellschaftlichen Gruppen, wenn die reformierte Kirche einerseits bewusst zu ihren christlichen Werten und Traditionen steht, andererseits den Dialog mit Menschen anderer Glaubensrichtungen pflegt und das gegenseitige Verständnis fördert.
3.5 Menschenwürde: Verfolgte Christen und Christinnen
Sowohl in der Schweiz, als auch im Ausland nimmt die Gewaltbereitschaft zu. Die Reformierte Landeskirche Aargau setzt sich seit langem im Rahmen der Ökumenischen Dekade zur Überwindung von Gewalt für Frieden und Gewaltlosigkeit ein - neu auch im Blick auf verfolgte Christen und Christinnen in anderen Ländern.
3.6 Gerechtigkeit, Friede und Bewahrung der Schöpfung (GFS)
Die Reformierte Landeskirche versteht den Schutz der Natur und den respektvollen Umgang mit der Schöpfung als Dauerauftrag. In dieser Legislaturperiode soll dieser Auftrag neu überdacht und formuliert werden. Dabei geht es vor allem um Anregungen und praktische Anleitungen, die auch in den Kirchgemeinden umgesetzt werden können.
3.7 Finanzen ethisch und nachhaltig
Für den Umgang mit Geld, Liegenschaften und Besitz in der Landeskirche sollen ethisch nachhaltige und finanziell sinnvolle Kriterien weiter entwickelt und umgesetzt werden.
3.8 Kommunikation
Die Synode vom November 2006 hat entschieden, dass der Kirchenbote als Publikationsorgan alle Mitglieder erreichen soll. Die inhaltliche und formale Qualität der Kommunikation der Kirche und der Gemeinden mit ihren Mitgliedern soll weiter entwickelt und der Einsatz neuer Medien geprüft werden.
3.9 Kirchenordnungsrevision
In der kommenden Legislaturperiode wird die Kirchenordnung überprüft, sinnvoll geordnet und revidiert, damit das 30-jährige Werk verständlich und aktuell bleibt und den staatlich vorgegebenen Rahmenbedingungen entspricht.
3.10 Regelung Dekanat
Die sechs Dekanate der Aargauer Landeskirche sind unterschiedlich gross. Funktionen und Grenzen der Dekanate müssen im Blick auf aktuelle Entwicklungen und Bedürfnisse überprüft werden, um regionales Zusammenarbeiten zwischen den Kirchgemeinden und ein organisches Funktionieren zu fördern.
Schlussbemerkung
Der Kirchenrat hat im vorliegenden Arbeitsprogramm sowohl aktuelle Bedürfnisse der Kirchgemeinden, als auch das Bestreben um ein einheitliches Auftreten berücksichtigt. Dabei geht es für uns als Landeskirche darum, eine sinnvolle Balance zwischen Einheit und Vielfalt, dem Bewahren von Tradition und dem Bemühen um Zukunft zu finden und zu leben.