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Der Kirchenrat sprach mit Setri Nyomi zunächst über die aktuelle Tätigkeit des RWB nach der letzten Vollversammlung in Accra und wie er die Mitgliedkirchen vertrete. Er fragte aber auch nach den Auswirkungen auf die Ausrichtung des Zusammenschlusses des RWB mit seinen 70 Millionen Mitgliedern in 214 Kirchen mit dem kleineren und theologisch eher konservativen RÖR mit 42 Mitgliedkirchen. Nyomi betonte, dass der RÖR bereit sei, vom politischen Auftrag des Evangeliums, wie es der RWB versteht, zu lernen. Und er strich die Bedeutung der Gemeinschaft unter den Kirchen heraus, die vom RÖR bewusster gepflegt werde.
Damit war das Gespräch bei den zentralen Aufgaben und der Identität der Reformierten. Nyomi sieht sie im Einsatz für ein umfassendes Verständnis der Botschaft Jesu vom Reich Gottes: Die Verheissung des Reiches Gottes umfasse alle politischen und sozialen Aspekte der Gesellschaft. Deshalb müsse eine reformierte Kirche in der Nachfolge Jesu sich auf jeden Fall politisch engagieren und Gerechtigkeit fordern sowohl für die benachteiligten Länder in der globalisierten Welt als auch für benachteiligte Menschen in der Gesellschaft.
Eine Begegnung mit dem Zuger Regierungsrat Joachim Eder, Gesundheitsdirektor, schloss die Tagung ab. Über die weiteren Themen berichten wir im nächsten a+o.
Frank Worbs, Informationsdienst