Zusatzinformationen Kampagne Kirchenglücksspiel - Reformierte Landeskirche Aargau


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Kirchenglücksspiel - Standaktion Möhlin
Bei der Standaktion der Kirchgemeinde Möhlin können sich Kinder von einem Engel schminken lassen.
Foto: Andrea Giger

Weitere Zahlen der Kampagne und die Gewinne der Kirchgemeinden

Ergänzend zum Bericht von der Öffentlichkeitskampagne Kirchenglücksspiel 2011 im a+o Nr. 10 vom Oktober sind inzwischen weitere Zahlen von der Telefon-Hotline und zu den Kosten der Kampagne bekannt. Ausserdem stellen wir einige Projekte der Kirchgemeinden und ihre Gewinnsummen vor und lassen die Kirchgemeinde Möhlin mit einem Bericht über ihre Aktivitäten und ihre Einschätzung der Kampagne zu Wort zu kommen.


Kosten der Kampagne und Leistungen der Agentur Wirz
Alles in allem hat die Kampagne die vier Landeskirchen Aargau, Bern-Jura-Solothurn, Solothurn und Zürich für Entwicklung und Produktion der Materialien (Vorbereitungshefte, Lose, Plakate, Ballone etc.) ca. 125 000 Franken gekostet. Dazu kommen spezielle kantonale Aufwendungen für die Beilage der Lose in der Zeitung «reformiert.» und in lokalen und regionalen Zeitungen sowie Kosten für Plakatstellen und Inserate.
Die Landeskirche Aargau hat für Plakatstellen und Beilagen 30 000 Franken ausgegeben, so dass sich im Kanton Aargau Gesamtkosten von ca. 62 000 Franken ergeben. Ein vergleichsweise geringer Betrag für eine Kampagne mit dieser Reichweite und Wirkung. die ausserdem für alle Kirchgemeinden kostenlos war.
Von den Gesamtkosten hat die Agentur Wirz 30 000 Franken für die Entwicklung und Gestaltung der Kampagne und 10 000 Franken für den Internetauftritt erhalten. Die Leistungen der Agentur Wirz haben gemäss ihrer eigenen Aussage – wenn sie alle geleisteten Arbeitsstunden zum normalen Tarif berechnen würden – einen Wert von ca. 200 000 Franken. Darin enthalten sind Leistungen im Wert von 50 000 Franken nur für die Entwicklung und Programmierung der Internetseite und für die Internet-Datenbank mit den 300 Projekten der Kirchgemeinden.
Dass diese Kampagne auch für die Agentur Wirz eine besondere Bedeutung hat und mit grossem Engagement begleitet wurde, zeigt sich auch daran, dass sie sich mit der Kampagne für den Schweizerischen EFFIE Award 2011 bewerben. Mit dem EFFIE werden alle zwei Jahre die erfolgreichsten Marketing-Kommunikations-Projekte in der Schweiz ausgezeichnet.

2300 Anrufe auf der Telefon-Hotline
Nachdem die Auswertung der Anrufe auf die Telefon-Hotline der Kampagne von der Swisscom vorliegt, müssen diese Zahlen nach oben korrigiert werden: Insgesamt wurden vom 25. August bis Ende September 2370 Anrufe auf der Hotline registriert, von denen an den drei Spitzentagen ca. 600 Anrufe nicht beantwortet werden konnten, weil die Leitung überlastet war. Die Hotline war jeden Tag, auch am Wochenende, von 8 bis 22 Uhr besetzt.
Insgesamt 38 Stunden verbrachten die Mitarbeitenden der Landeskirchen mit dem Beantworten der Anrufe. Die weitaus meisten Anrufe kamen tatsächlich von Personen, die keinen Internetzugang hatten (über 80%). Aber es gab auch einzelne Anrufe von kirchlichen Mitarbeitenden, die testen wollten, wer die Anfragen beantwortet und was sie sagen. Besonders fällt auf, dass im Schnitt fast drei Mal mehr Frauen angerufen haben als Männer. Die meisten Anrufe kamen aus den Kantonen Zürich (044, 043, 052) und Aargau (062, 056), deutlich weniger aus Bern (031, 032, 033) und nur ganz wenige von Mobiltelefonen (078, 079).

Projekte und Gewinne der Aargauer Kirchgemeinden
Die 46 im Kanton Aargau mitwirkenden Kirchgemeinden haben insgesamt 103 Projekte auf der Homepage www.kirchenglücksspiel.ch mit Foto und detaillierten Informationen vorgestellt.
Von diesen 103 Projekten haben 63 Projekte mindestens einen Gewinn von 50 Franken erhalten. Insgesamt 12 700 Franken gingen so von Gesamtgewinnsumme von 32 000 Franken in die Aargauer Kirchgemeinden. Wenn dies auch nicht das eigentliche Ziel der Kampagne war, so interessiert es doch die meisten Mitarbeitenden der Kirchgemeinden, wer denn nun wie viel Geld gewonnen hat bzw. wie oft von den Gewinnern ausgewählt wurde.
Als Beispiele für die über 100 Projekte stellen wir hier kurz die 17 Projekte vor, die mindestens 4 Gewinne bzw. 200 Franken erhalten haben. Dabei stehen zwei Projekte mit Abstand an der Spitze: Das kulturelle Angebot «Les Moments Musicaux», Bremgarten-Mutschellen, bringt einmal im Monat ungewohnte Musik mit einem abwechslungsreichen Programm in die Kirche Mutschellen und hat 2000 Franken (40 Gewinne) erhalten. Ein Spiel- und Begegnungsplatz beim Kirchgemeindehaus Brittnau, der als öffentlicher Begegnungsplatz für alle Generationen neu gestaltet wird, hat 1800 Franken (36 Gewinne) erhalten.
Im Weiteren haben mindestens 200 Franken gewonnen:
• Cevi: Fröschli und Jungschi Würenlos: Fr. 750
• Ökumenische Märt-Chile, Bremgarten-Mutschellen: Fr. 600
• Konflager mit Behinderten, Holderbank-Möriken-Wildegg: Fr. 450
• Umbau des Jugendraums Fislisbach (Kirchgemeinde Mellingen): Fr. 400
• Arbeitseinsatz in den Bergen, Bremgarten-Mutschellen: Fr. 400
• Vater-und-Kind-Wochenende, Bremgarten- Mutschellen: Fr. 400
• KonfirmandInnenband, Muri und Umgebung: Fr. 350
• Familien-Herbstferien-Woche, Brugg: Fr. 350
• Bridge Singers, Würenlos: Fr. 300
• Fiire mit de Chliine, Bözberg-Mönthal: Fr. 300
• Kino in der Kirche Bözberg, Bözberg-Mönthal: Fr. 300
• Sommerferien-Plausch für Kids, Bözen: Fr. 300
• Afrikanische Soirée, Rheinfelden: Fr. 250
• Seniorenreise, Murgenthal: Fr. 250
• Theatergruppen, Oftringen: Fr. 200
Weitere 55 Aargauer Projekte haben zwischen 50 und 150 Franken gewonnen.


5 Materialien zur Vorbereitung der Öffentlichkeitskampagne 2011 erschienen

Die an der Kirchenkampagne mitwirkenden Kirchgemeinden haben zwei Monate vor dem Start fünf verschiedene Materialien in Form von Werkheften, Broschüren oder PDF-Dateien zur Vorbereitung der Öffentlichkeitskampagne 2011 der reformierten Kirchen 2011erhalten.

1. Das Werkheft zum Gottesdienst am Gemeindesonntag 2011
mit dem Titel «Das Glück kommt zur rechten Zeit» wurde im Auftrag der Laienpredigerkommission von Dr. theol. Thomas Bornhauser. Pfarrer in Steffisburg BE und ehemals Leiter des Tagungshauses Rügel, verfasst. Auf 44 Seiten bietet es viele Anregungen, wie man den Gottesdienst am Gemeindesonntag, am ersten Sonntag im September, feiern und in einer Gruppe in mehreren Sitzungen vorbereiten kann. Da der Gemeindesonntag mitten in die Aktionszeit der Öffentlichkeitskampagne 2011 fällt, nimmt er das Thema der Kirchenkampagne «Glück» auf. Die Kirchgemeinden vertiefen in dieser Zeit die Frage, was wirklich glücklich macht, in begleitenden Aktionen, zu denen auch dieser Gottesdienst gehört.
Das Heft enthält eine vollständige Liturgie mit Texten, Liedern, kleinen Anspielen und Cartoons zum Thema des Gottesdienstes, das der Verfasser ausgehend vom Doppelgebot der Liebe in Matthäus 22,37 so umschreibt: «In diesem Heft geht es vor allem um zwei Aspekte: Das Glück, das im liebevollen Geben liegt und das Glück, das im dankbaren Empfangen liegt», sowohl zwischen Menschen als auch zwischen Gott und Mensch. «Damit solches Glück gelingt, braucht es aber Weisheit, um die rechte Zeit und den rechten Ort für das Geben und Empfangen zu finden».

2. Die 22 häufigsten Fragen und Antworten
(sogenannte faq's, frequently asked questions). An den fünf Einführungsabenden wurden die Fragen gesammelt, mit denen Mitarbeitende der Kirchgemeinden bei internen Diskussionen, bei Gesprächen mit Gemeindemitgliedern oder bei öffentlichen Aktionen konfrontiert werden könnten. Und was antworten sie darauf? Die Projektleitung schlägt in diesem internen Papier Antworten auf diese Fragen vor.

3. Ein anregender Reader zum Thema Glück
mit 130 Originaltexten u. a. aus der Bibel, aus Lyrik und Prosa, mit Märchen und philosophischen Texten wurde von Matthias Krieg, Leiter des Bereichs Bildung und Gesellschaft der Zürcher Landeskirche, erstellt. Er enthält ausserdem Hinweise und Abbildungen von Kunstwerken, Buch- und Film-Vorstellungen, eine Referentenliste sowie Hinweise und Tipps für Veranstaltungen, die auf diesen Materialien aufbauen. Eine gekürzte Version des Readers wird gedruckt (80 Seiten) und an die mitwirkenden Kirchgemeinden verschickt. Die vollständige Fassung (180 Seiten) ist als PDF auf der CD zur Kampagne gespeichert.

4. Thomas Gehrig, Kommunikationsleiter der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn, hat Hinweise und Tipps zu Stand- und Strassenaktionen zusammengestellt.

5. Die Unterrichtsmaterialien bestehen aus zwei Teilen:
Einem ausführlichen Konzept einer Unterrichtseinheit zum Märchen «Hans im Glück» von Hansjakob Schibler, Pfarrer in Volketswil ZH, und verschiedenen Hinweisen und Unterrichtsideen mit Materialangaben von Manuel Münch, Beauftragter Jugend der Fachstelle Gemeinde-Entwicklung der Kirchen Bern-Jura-Solothurn.


Frank Worbs, Mitglied der Projektleitung der Kampagne.