Medienmitteilung Vorschau auf die Synode am 15. November in Aarau


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Synode im November 2016 in Aarau
Versammlung der Synode im November 2016 im Grossratssaal in Aarau
Foto: F. Worbs

Konflikte in Kirchgemeinden lösen und ein gemeinsames Erscheinungsbild

Vorschau auf die Synode am 15. November 2017 in Aarau

Am 15. November kommen die ca. 180 Synodalen der Reformierten Landeskirche Aargau im Grossratssaal in Aarau zur sechsten ordentlichen Sitzung der laufenden Amtsperiode zusammen. Neben den üblichen Geschäften einer Herbstsynode wie dem Budget für das nächste Jahr geht es vor allem um neue Verfahren, die mögliche personelle Konfliktsituationen in Kirchgemeinden entschärfen und lösen sollen und um ein neues gemeinsames Erscheinungsbild für die Aargauer Kirchgemeinden und die Landeskirche.
Der Kirchenrat legt der Synode für das Jahr 2018 ein Budget für die Zentralkasse der Landeskirche mit einem Aufwandüberschuss von 237'359Franken bei einem Gesamtumfang von 11'392'440Franken vor. Das Budget basiert auf einem Zentralkassenbeitrag der Kirchgemeinden von 2,3 %. Der Aufwandüberschuss kann aus dem Eigenkapital gedeckt werden.


Medienmitteilung vom 8. November 2017

Neues Abwahlverfahren bei tiefgreifender Zerrüttung
Der Kirchenrat legt der Synode als Antwort auf die Motion «Anstellungs- und Entlassungsverfahren von ordinierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern» vom Juni 2014 Gesetzesänderungen vor, die dazu beitragen, Konfliktpotenzial zu verringern und Konflikte zu lösen, die das Leben und die Entwicklung der Kirchgemeinde langfristig schwächen. Zum einen wird das Verfahren zur Erteilung der Wählbarkeit von Pfarrerinnen und Pfarrern und von Sozialdiakoninnen und Sozialdiakonen neu geregelt. So kann der Kirchenrat in ganz seltenen Einzelfällen eine Bewerberin oder einen Bewerber ablehnen, die oder der persönlich ungeeignet erscheint oder sich in der Praxis nicht bewährt hat – was bisher nicht möglich war. Der Kirchenrat kann neu die Wählbarkeit auch mit Auflagen und Einschränkungen versehen.
Ausserdem soll ein neues Abwahlverfahren von gewählten Ordinierten und Ehrenamtlichen eingeführt werden, denn die Motion bemängelte insbesondere die fehlende Möglichkeit, bei Spannungen in der Kirchgemeinde das Anstellungsverhältnis von gewählten Ordinierten während der laufenden Amtsperiode aufzulösen. Da aufgrund der in der Kantonsverfassung verankerten Volkswahl eine eigentliche Entlassung auch weiterhin nicht möglich sein wird, schlägt der Kirchenrat ein neues Abwahlverfahren vor. Bei diesem Verfahren muss eine tiefe Zerrüttung vorliegen, die eine fruchtbare Zusammenarbeit innerhalb der Kirchenpflege dauerhaft als unwahrscheinlich erscheinen lässt und das Leben der Kirchgemeinde erheblich schwächt. Es soll auf alle Gewählten, ehrenamtliche und ordinierte, anwendbar sein
In dem mehrstufigen Verfahren sind die Kirchenpflege und die Dekanatsleitung involviert. Erst nach einem gescheiterten Mediationsverfahren kann die Kirchenpflege einen Antrag auf Abwahl eines ordinierten oder ehrenamtlichen Gewählten an den Kirchenrat stellen. Am Ende des komplexen Verfahrens mit vielen Schritten würde letztlich die Kirchgemeindeversammlung über die Abwahl einer Person entscheiden.

Gemeinsam und wiedererkennbar auftreten
Der Kirchenrat möchte die Sichtbarkeit und Wiedererkennbarkeit der «Reformierten Kirche» auf allen Ebenen, auf der kantonalen Ebene der Landeskirche und auf der lokalen Ebene der Kirchgemeinden durch die Einführung eines gemeinsamen und wiedererkennbaren Erscheinungsbilds verbessern. Am 16. November 2016 hat die Synode die Einführung eines gemeinsamen Erscheinungsbilds grundsätzlich beschlossen und den Kirchenrat beauftragt, einen konkreten Entwurf für das Erscheinungsbild vorzulegen.
Der Kirchenrat legt nun eine gemeinsame Wortmarke basierend auf dem Begriff «Reformierte Kirche» vor, die mit den individuellen Ortsangaben der Kirchgemeinden ergänzt wird. Im neuen gemeinsamen Erscheinungsbild sollen alle Akteure auf allen Ebenen unter dem gemeinsamen Begriff «Kirche» auftreten. Daneben würde der Begriff «Kirchgemeinde» auf lokaler Ebene auch weiterhin wie bisher verwendet, nur nicht in der Wortmarke. Die Reformierte Landeskirche Aargau würde in «Reformierte Kirche Aargau» umbenannt. Die Kirchgemeinden können die Wortmarke mit zusätzlichen Bildelementen bzw. Logos ergänzen.
Stimmt die Synode der neuen Wortmarke zu, kann sie ab Mai 2018 in den Kirchgemeinden umgesetzt werden. Die Kirchgemeinden haben dann sechs Jahre lang Zeit, das gemeinsame Erscheinungsbild einzuführen.

Motion zur Neuregelung des Finanzausgleichs und der Baubeiträge
Die Evangelische Fraktion hat eine Motion zu Änderungen im Reglement über den Finanzausgleich zwischen den Kirchgemeinden eingereicht. Die Defizitbeiträge für finanzschwache Kirchgemeinden sollen nicht mehr durch die Beiträge aller Kirchgemeinden sondern nur noch durch zusätzliche Beiträge der finanzstärksten Gemeinden finanziert werden. Die regulären Beiträge aller Kirchgemeinden für den Finanzausgleich sollen stattdessen als Baubeiträge für Bauvorhaben der Kirchgemeinden verwendet werden.




Aufgeschaltet am 8. November 2017
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Synodeunterlagen
Die Vorlagen zu den Geschäften der Synode finden Sie hier.