Synodevorschau 6.6.18 - Reformierte Landeskirche Aargau


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Synode 6.6.17 Bözberg
Synode am 6.6.17 in der Turnhalle Bözberg
Foto: Reformierte Landeskirche Aargau

Wahlen für die neue Amtsperiode und Schutz vor Grenzverletzungen in der Kirche – die Geschäfte der Synode

Medienmitteilung vom Donnerstag, 23. Mai 2018

Die Sommersynode der Reformierten Landeskirche Aargau am 6 Juni steht im Zeichen der Gesamterneuerungswahlen des Kirchenrats und des Rekursgerichts für die Amtsperiode 2019 – 2022 und des Schutzes vor Grenzverletzungen und sexuellen Übergriffen in der Kirche. Die ca. 180 Synodalen des reformierten Parlaments nehmen in Hirschthal ausserdem die Rechnungen 2017 der Landeskirche ab und beraten einen Kredit für die Sanierung des Heimgartens Aarau.


Nach dem Synodegottesdienst um 8.15 Uhr in der reformierten Kirche Schöftland beginnen die Verhandlungen unter Leitung von Synodepräsident Roland Frauchiger um 9.30 Uhr in der Mehrzweckanlage Hirschmatt in Hirschthal. Zunächst stehen die Gesamterneuerungswahlen des Kirchenrats und des Rekursgerichts für die Amtsperiode 2019 – 2022 sowie eine Ersatzwahl eines Mitglieds des Synodebüros auf dem Programm.

Wahlen und Kandidaturen für den Kirchenrat
Ende 2018 läuft die vierjährige Amtsperiode des Kirchenrats aus. Gemäss Kirchenordnung wird die Gesamterneuerungswahl des Kirchenrats in der letzten Juni-Synode einer Amtsperiode, in diesem Fall am 6. Juni 2018, durchgeführt. Für das Kirchenratspräsidium in der Amtsperiode 2019 – 2022 kandidiert der amtierende Präsident Pfr. Dr. theol. Christoph Weber-Berg. Für die übrigen sechs Sitze im Kirchenrat stellen sich vier bisherige Kirchenratsmitglieder für die Wiederwahl zur Verfügung: lic. iur. Catherine Berger-Meier, Rechtsanwältin und Mediatorin, Rheinfelden, Dossier Jugend und Musik und Palliative Care; Pfr. Dr. theol. Martin Keller, Aarau Rohr, Dossier Theologie und Ethik; Sozialdiakon Beat Maurer, Strengelbach, Dossier Diakonie, Familien und Generationen; Regula Wegmann, Dipl. pharm. ETH, Schinznach-Dorf, Vizepräsidentin, Dossier Jugend, Entwicklung und Qualitätssicherung des Religionsunterrichts.

Da die beiden Kirchenräte Daniel Hehl und Hans Rösch ihren Rücktritt auf das Ende der laufenden Amtsperiode erklärt haben, werden zwei Sitze frei. Bisher gibt es zwei neue Kandidaturen für den Kirchenrat von Rolf Fäs, geb. 1963, wohnhaft in Kölliken, und vom Synodalen  Dr. rer. pol. Gerhard Bütschi-Hassler, geb. 1955, wohnhaft in Rued.

Rolf Fäs hat Betriebswirtschaft an der Universität Zürich studiert und ist eidg. diplomierter Wirtschaftsprüfer. Er ist Partner der BDO AG und leitet verschiedene Spezialmandate in der Nordwestschweiz. Seit 2005 ist er ausserdem Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Aarau-Lenzburg. Seine Kandidatur wird von der Fraktion Kirche und Welt unterstützt.
Gerhard Bütschi hat Betriebswirtschaft an der Uni Bern studiert und zum Dr. rer. pol. promoviert. Er ist selbstständiger Unternehmensberater mit Schwerpunkt Marketing und Kommunikation und lehrt in diesem Fachgebiet im In- und Ausland. Er war in der Kirchgemeinde Möhlin Präsident der Kirchenpflege und sitzt seit 2016 für die Kirchgemeinde Rued in der Synode. Er ist im Vorstand der Synodefraktion Freies Christentum, die seine Kandidatur offiziell unterstützt.

Ausserdem wird im Juni das Rekursgericht, die juristische Instanz der Reformfierten Landeskirche Aargau, für die Amtsperiode 2019 – 2022 neu gewählt. Hier stellen sich folgende bisherige Mitglieder für die Wiederwahl zur Verfügung: Frank Gantner (bisher Vizepräsident des Rekursgerichts), Pfr. Jürg Vögtli (bisher Aktuar), Pfr. Markus Sahli (bisher Mitglied), Anja Kaufmann-Seifritz (bisher Ersatzmitglied) und Rosmarie Keller-Haller (bisher Ersatzmitglied). Die bisherigen Mitglieder John Christoffel (bisher Präsident des Rekursgerichts) und Pfr. Rudolf Schmid haben ihren Rücktritt auf Ende Dezember 2018 erklärt. Für die beiden freien Sitze der  Ersatzmitglieder liegen noch keine Kandidaturen vor.

Respektvoll und wertschätzend miteinander umgehen – Schutz vor Grenzverletzungen und sexuellen Übergriffen
Da es in der kirchlichen Arbeit zu vielen Situationen kommen kann, in denen die bewusste Gestaltung von Nähe und Distanz zentral ist, möchte der Kirchenrat die Prävention von Grenzüberschreitungen und sexuellen Übergriffen in den Kirchgemeinden und der Landeskirche nach den bereits erfolgten Bemühungen durch verschiedene Ergänzungen der Kirchenordnung weiter verbessern. Der Kirchenrat beantragt der Synode neu obligatorische Schulungen für angestellte kirchliche Mitarbeitende, einen Verhaltenskodex mit einer zu unterzeichnenden Verpflichtungserklärung zu Risikosituationen und das Einfordern eines Sonderprivatauszug, der von allen Mitarbeitenden verlangt wird, die mit Kindern und Jugendlichen Kontakt haben.

Die obligatorischen Schulungen ersetzen die bisher angebotenen freiwilligen Schulungen für alle angestellten kirchlichen Mitarbeitenden, die mit Kindern, Jugendlichen und Personen in Abhängigkeitsverhältnissen zu tun haben. Ausserdem sollen auch freiwillige und ehrenamtliche Mitarbeitende in diesem Tätigkeitsbereich für die Thematik sensibilisiert werden und einen Verhaltenskodex mit Verpflichtungserklärung unterzeichnen. Die Schulungen sollen ab 2019 durchgeführt werden. Sie kosten rund 10‘000 Franken pro Amtsperiode und werden von der Landeskirche finanziert.

Jahresrechnung 2017 besser als erwartet
Die Rechnung 2017 der Reformierten Landeskirche Aargau ist deutlich besser ausgefallen als budgetiert und schliesst ab.
Der Kirchenrat legt der Synode die Rechnung 2017 der Zentralkasse der Landeskirche vor, die bei einem Aufwand von 10‘972‘188 und einem Ertrag von 10‘949‘090 Franken mit einem unerwartet kleinen Aufwandüberüberschuss von 23‘097 Franken nur knapp negativ abschliesst. Im Budget 2017 war ein Aufwandüberschuss von 305‘920 Franken eingeplant. Der Aufwand wurde gegenüber 2016 um 292‘962 Franken gesenkt. Der Ertrag resultiert zu rund 90 Prozent aus den Zentralkassenbeiträgen der Kirchgemeinden.

Motion fordert Reglement für den Finanzhaushalt der Landeskirche
Der Synodale Hans-Peter Tschanz, Mitglied der Geschäftsprüfungskommission, und sechs Mitunterzeichnenden haben für die Synode am 6. Juni eine Motion eingereicht, die vom Kirchenrat verlangt, «der Synode ein Reglement für den Finanzhaushalt der Landeskirche zur Beratung und Genehmigung vorzulegen.» Zur Begründung weisen die Motionäre darauf hin, dass «bisher nur für die Kirchgemeinden ein spezielles Reglement für den Finanzhaushalt existiert. Für die Landeskirche existiert fast nichts.» Mit einem Reglement solle Klarheit bei der Rechnungslegung und der Art der Darstellung eines Vorganges geschaffen und vor allem die Vergleichbarkeit der Rechnungszahlen innerhalb verschiedener Sparten und Jahre verbessert werden.

ria / F. Worbs

Alle Synodeunterlagen und die Traktandenlisten finden Sie online auf www.ref-ag.ch unter „Synode / aktuelle Sitzung“: http://ref-ag.ch/organisation-personen/synode/aktuelle-sitzung.php

Für weitere Auskünfte:
der Informationsbeauftragte Frank Worbs: Tel. 062 838 00 18 (079 444 97 82)




Aufgeschaltet am 24. Mai 2018
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Medienberichte
Sendung von Radio SRF 1, Regionaljournal Aargau-Solothurn am 25. Mai: Link
Bericht der Aargauer Zeitung am 4. Juni: Link
Interview der Reformierten Medien mit Kirchenrätin Catherine Berger auf www.ref.ch.