Radio Argovia «90 Sekunden»: Segnen im Alltag - Reformierte Landeskirche Aargau


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Segnen im Alltag

Grüezi miteinander.

Gestern war das katholische Fest von Maria Lichtmess. Da ist es Tradition, Kerzen zu segnen. Und heute gedenkt die katholische Kirche des Heiligen Blasius. Dazu gibt es auch einen weiteren Brauch, nämlich den Blasiussegen. Da kommen die Gläubigen zur Halssegnung. Sie sind vom Glauben überzeugt, dass auf die Fürsprache des heiligen Blasius Gott sie vor allen Halsleiden und Krankheiten bewahren möge.

Interessant ist, dass solche alten Bräuche und Traditionen doch noch etwas mehr Menschen in die Kirche locken als ein normaler Gottesdienst. Woran mag das liegen? Ich denke, dass es wirklich am Glauben der Menschen liegt.

Segnen ist eine alte Form, wo man einem anderen das Gute zuspricht.

Ich habe im Tirol studiert und da ist der übliche Abschiedsgruss ein Segen. «Pfüeti» sagt man da zueinander. Was heisst das genau: Behüte dich Gott. – Wirklich eine schöner Wunsch für den anderen auf seinem Weg.

Auch das schweizerische «adee» oder die französisch klingende «adieu» sind Segenswünsche: Beides bedeutet «zu Gott» und meint, dass dein Weg immer auf Gott hin ausgerichtet und zu ihm führen möge.

Übrigens auch unser schweizerisches «Grüezi» hat einen religiösen Hintergrund. Es kommt vom Wort «Grüss Gott» oder anders gesagt, «Gott zum Gruss». Gott zum Gruss – also «grüezi» bedeutet soviel wie: Möge Gott jetzt mit uns sein, während wir zusammen sind und unser Zusammensein segnen.

In diesem Sinne, grüezi und adieu – möge Gott in dieser Woche mit Ihnen sein.




AutorIn: Martin Tanner

Gesendet am 3. Februar 2014


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Aufgeschaltet am 3. Februar 2014
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