Radio Argovia «90 Sekunden»: Iizug - Reformierte Landeskirche Aargau


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Iizug

Es isch es Teil-Phänomen, wo sich in de letzte Johre verbreitet hät. Ich rede vo dr Hochzeit. Und ich mein ned d Hochzit im Allgemeine sondern en Teilaspekt devo. Es überrascht mich jedes Mol ufs Neue, wie viel Diskussionsziit de Izugsritus vom Brutpaat in Aspruch nimmt. Maa links und d Frau rechts, oder umgekehrt, oder stoht de Maa bereits ir Chille und d Frau wird vom Papi überbrocht?

Es isch immer meh de Fall, so wie mir reformierti wie au katholischi Geistlichi mitteile, dass s Brutpaar sich wünscht, dass d Frau vom Papi zum Altar gführt wird. Aber vo wo chunt denn eigentlich uf eimol das Bedürfnis? In dem Fall durch es Medialsmittel. Konkret durch die bekannte und beliebte Hollywoodfilme. Die grösseri Mehrheit vo dene Filme, wos sich ume Hochziit dreiht, bringt de Papi d Tochter zum Altar. Es stellt en symbolische Akt dar, dass de Vater sis Eigetum, also d Tochter, im neue Eigetümer, im Brütigam übergitb.

Ursprünglich aber isch in dr christliche Tradition d Vorstellig gsy, dass Maa und Frau gmeinsam ind Kirche iziehnd. De symbolischi Akt vo de Gmeinsamkeit söll druf hiidüte, dass «mir gmeinsam ufem Weg sind».

Es isch doch interessant, dass grad de amerikanischi Izuugsakt in dr Gsellschaft bekannt isch als die alti Tradition,jedoch isches es Phänomen us dr Neuziit. Somit isches losglöst vom christlich Ursprungsverständnis. Und isch das neuzitliche Phänomen ned en Widerspruch zum Kampf vo de Glichberechtigung?




AutorIn: Tanja Manz

Gesendet am 15. September 2014


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Aufgeschaltet am 15. September 2014
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