Seriös, leicht lesbar, modern
Demoscope bezeichnet diese Ergebnisse als «guten Wert» für eine Zeitschrift, die unaufgefordert und gratis versendet wird. Die Umfrage zeigt, dass «reformiert.» überdurchschnittlich stark von Frauen, Älteren und Personen mit hoher Kirchenbindung gelesen wird. Nichtleser sind häufig Männer und jüngere Personen. Die Zeitschrift «reformiert.», welche im Zeitungsformat und vierfarbig erscheint, wird von den Lesern und Leserinnen als top-seriös, leicht lesbar und modern empfunden. Zwei von drei Lesern erachten die Zeitschrift als «politisch ausgewogen», 46 Prozent finden sie kirchenkritisch. Fast die Hälfte findet «reformiert.» besser als die Vorgängerzeitung.
Format- und Layoutwechsel akzeptiert
Mehr als 80 Prozent der Leserinnen und Lesern gefällt sowohl das Zeitungsformat als auch das farbige Layout. Bloss 17 Prozent halten die Zeitung für zu gross, 10 Prozent beurteilen sie als boulevardmässig. Einen hohen Stellenwert geniessen die Gemeindebeilagen von «reformiert.», in denen Kirchgemeinden ihre eigenen Veranstaltungen und Themen publizieren. Fast 90 Prozent der Leserinnen und Leser nehmen diese Informationen zur Kenntnis.
Besonderheiten in den Kantonen
Aargau:
Über die Hälfte der Aargauer Leserinnen und Leser findet «reformiert.» besser als die Vorgängerzeitung «Aargauer Kirchenbote». Nur 14% vermissen den Kirchenboten – deutlich weniger als im Gesamtdurchschnitt (19%). Auffällig ist, dass vor allem junge und kirchenferne Leserinnen und Leser dazu gewonnen wurden.
Bern: Gegenüber der Leserschaftsbefragung im Jahr 2003 kommt «reformiert.» besser an als die Vorgängerzeitung «saemann»: Nahmen damals 65% der Empfänger die Zeitung in die Hand, sind es heute 70%. Zugelegt hat «reformiert.» insbesondere bei den 15- bis 34-Jährigen – und im Bereich der Zweit- und Drittleser: Jedes gelesene Exemplar wird heute von zusätzlich 0,91 Lesern genutzt (2003: 0,39). Hauptmerkmal auch in Bern ist die hohe Aufmerksamkeit gegenüber der Gemeindebeilage (89%): Die Umstellung auf eine Zweibundzeitung hat sich für die Kirchgemeinden positiv ausgewirkt.
Graubünden: Gegenüber der Vorgängerzeitung «Bündner Kirchenbote» hat «reformiert.» an jüngeren, kirchenfernen Leserinnen und Lesern gewonnen und an älteren, nicht erwerbstätigen Personen verloren. Die Nutzung ist in Graubünden leicht höher als in anderen Kantonen.
Zürich: Lesehäufigkeit und Leseverhalten sind stabil im Vergleich zur letzten Umfrage von 2002. Hingegen gab es eine Verschiebung im Spektrum der Lesenden: Ältere Leserinnen und Leser sind ausgestiegen, Jüngere interessieren sich mehr für die Zeitung als vorher. 21 Prozent der Zürcher Befragten – und das sind mehr als in den anderen Kantonen – stören sich am Zeitungsformat, das ihnen gegenüber dem Tabloid-Format des früheren «Kirchenboten» zu gross ist.
Comm. Verein reformiert.