Dieses Anliegen unterstützen durch ihre Mitwirkung an der Vernissage
Christine Egerszegi, Vizepräsidentin des Nationalrats, Pfarrerin Silvia
Michel, die erste Kirchenratspräsidentin der Schweiz, Béatrice von
Siebenthal-Buser, Trainerin des Schweizer Frauenfussball-Nationalteams
und Dorothea Leicht-Forster, Parlamentspräsidentin des Schweizerischen
Evangelischen Kirchenbunds (SEK).
Seit 1980 leiten auch Frauen reformierte Kirchen. 12 der 24
Kantonalkirchen haben oder hatten bereits Präsidentinnen. Acht Kirchen
werden zur Zeit von einer Frau geführt. Diese für die christlichen
Kirchen aussergewöhnliche Situation dokumentiert das im Theologischen
Verlag Zürich erschienene Buch «Wenn Frauen Kirchen leiten - ein neuer
Trend in den reformierten Kirchen der Schweiz». Bundesrätin Micheline
Calmy-Rey attestiert in ihrem Geleitwort, dass «die reformierten
Landeskirchen der Schweiz bezüglich Gleichstellung eine Bilanz ziehen
dürfen, von der Wirtschaft und Politik nur träumen können». Das Buch
geht der Frage nach, wie es dazu gekommen ist.
Im Mittelpunkt des 172 Seiten umfassenden Bandes stehen die
Portraits der 12 Frauen, die als erste eine Schweizer reformierte
Kantonalkirche geleitet haben – verfasst von den Journalistinnen Esther
Girsberger und Karin Ammann. Sie befragen die ersten Frauen in
kirchlichen Spitzenpositionen: Wie ist es dazu gekommen, was ist ihnen
wichtig, warum hatten sie Erfolg?
Weitere Beiträge zeigen, dass für die Führungsrolle von Frauen
neben der geschichtlichen Entwicklung der Schweizer Kirchen auch die
typisch reformierte Spiritualität wichtig ist, die ein anderes
Verständnis von religiöser Führung begründet. Die Beiträge stammen von
den Theologinnen Claudia Bandixen, Doris Brodbeck, Ina Praetorius,
Sabine Scheuter, Luzia Sutter Rehmann und der Historikerin Judith
Stofer.
Eine vergleichende internationale Studie der beiden
Gender-Fachfrauen des SEK, Hella Hoppe und Anne Waldner, zeigt, dass in
den protestantischen Kirchen der Welt Frauen in Spitzenpositionen noch
sehr selten anzutreffen sind. «Typisch reformiert» heisst im Blick auf
die Führungsrolle von Frauen zur Zeit auch «typisch schweizerisch».
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Die Herausgeberinnen und Herausgeber
- Claudia Bandixen, Kirchenratspräsidentin der Reformierten Landeskirche Aargau
- Silvia Pfeiffer, Vizepräsidentin des Rates des Schweizerischen
Evangelischen Kirchenbundes, Kirchenratspräsidentin der
Evangelisch-reformierten Landeskirche Schaffhausen
- Frank Worbs, Leiter Kommunikation der Reformierten Landeskirche Aargau
erschienen im Theologischen Verlag Zürich, TVZ, Zürich 2006,
ISBN-10: 3-290-17418-2, in der Reihe: Beiträge zu Theologie, Ethik und
Kirche, hrg. vom SEK, Institut für Theologie und Ethik ITE
Die portraitierten 12 Kirchenleiterinnen der ersten Generation:
- Sylvia Michel, Aargau, Präsidentin von 1980 bis 1986
- Nicole Fischer-Duchâble, Genf, Präsidentin von 1980 bis 1983
- Hedwig Schneider, Freiburg, Präsidentin von 1980 bis 1990
- Brigitte Profos, Zug, Präsidentin von 1982 bis 1989
- Marianne Schläpfer, Appenzell, Präsidentin von 1992 bis 1999
- Ursula Kunz-Kaspar, Uri, Präsidentin von 1995 bis 1997
- Silvia Pfeiffer, Schaffhausen, Präsidentin seit 1997
- Isabelle Ott-Bächler, Neuenburg, Präsidentin von 1999 bis 2006
- Marianne Bianchi, Tessin, Präsidentin seit 2002
- Karin Gerber-Jost, Nidwalden, Präsidentin seit 2002
- Lini Sutter, Graubünden, Präsidentin seit 2005
- Verena Enzler, Solothurn, Präsidentin seit 2006
Für weitere Auskünfte:
Kirchenratspräsidentin und Mitherausgeberin Claudia Bandixen:
Tel. 062 838 00 18 oder 056 4414060, Email:
claudia.bandixen@ref-aargau.ch
Leiter Kommunikation und Mitherausgeber, Frank Worbs:
Tel. 062 838 00 18, mobil 079 444 97 82,
frank.worbs@ref-aargau.ch
Meldung verfasst von: ria / F. Worbs .