Ordinationen von drei Theologinnen, einem Theologen und zwei Diakonischen Mitarbeiterinnen in Buchs
Konfirmanden- und Religionsunterricht, Teenagerlager und
Osternachtsfeier - wie vielfältig ihre Aufgaben in den Kirchgemeinden
sind, zeigten die Diakonischen Mitarbeiterinnen Simone Wolf (Wohlen)
und Irina Sackmann (Schafisheim) im Eingangsteil des feierlichen
Gottesdienstes in Form eines gegenseitigen Interviews.
Kirchenrat Hans-Peter Mauch betonte, dass trotz der Vielfalt und
Verschiedenheit der Aufgaben von Diakonischen Mitarbeitenden und
Pfarrerinnen und Pfarrern ihre Dienste in der Gemeinde gleichwertig
seien und demselben Auftrag dienten. Nach dem Prinzip der
Partnerschaftlichen Gemeindeleitung, das in der reformierten Aargauer
Landeskirche gilt, sollen beide Dienste einander ergänzen und nicht
konkurrenzieren.
Kirchenrätin Pfarrerin Therese Wagner knüpfte am Auftrag an, den
Jesus im Johannesevangelium Petrus gibt: «Weide meine Schafe!» Sie
erläuterte die Bedeutung dieser Aufgabe und forderte die zu
ordinierenden Theologinnen und den Theologen auf, sich selbst in diese
Aufgabe einzubeziehen. Wagner erklärte, dass die Pfarrerinnen und
Pfarrer für die Menschen in der Gemeinde da zu sein haben, dass aber
die Mitglieder und Kirchenbehörden hinter ihren Ordinierten stünden und
sie unterstützten.
Bei der Ordination bildeten alle kirchlichen Amtsträgerinnen und
Amtsträger einen offenen Halbkreis um die Ordinanden, der als Kette bis
in die Gottesdienstgemeinde hineinreichte. So wurde die
Zusammengehörigkeit in der christlichen Gemeinde zum Ausdruck gebracht.
Die vier frisch ordinierten Pfarrpersonen nahmen in ihrer Predigt
zu einem Satz aus dem 1. Petrusbrief Stellung: «Seid allzeit bereit zur
Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die
Hoffnung, die in euch ist.»
Pfarrer Jan Niemeier, der sein Vikariatsjahr in Aarau absolviert
hat, ging dabei auf den Schöpfungsgedanken ein. «Wenn wir mit unserer
Hoffnung am Ende sind, kann Gott uns wieder lebendig machen», sagte er.
«Auch Schöpfung braucht Erneuerung.»
Pfarrerin Susanne Meier-Bopp, bis dato Vikarin in Buchs,
betrachtete den Predigttext aus dem Blickwinkel der Verantwortung
gegenüber dem Nächsten und meinte in Bezug auf die geforderte
Rechenschaft: «Ich antworte den Menschen mit meinem Leben als
Mitmensch.»
Wie wichtig auch Verantwortung gegenüber sich selbst ist, betonte
Pfarrerin Kornelia Baumberger, die vor Theologiestudium und
Vikariatszeit in Windisch im Marketing tätig gewesen war: «Zu sich
selber Sorge tragen, ist gar nicht so einfach, aber man kann es lernen.
Es ist die Grundlage, um über unsere Hoffnung Auskunft geben zu
können.»
Weil die Kirche Teil der Welt und Christen Teil der Gesellschaft
seien, müssten sie sich für bessere Lebensbedingungen einsetzen und
auch politische und soziale Fragen zum Thema machen, meinte Pfarrerin
Sonja Glasbrenner, die ihre praktische Ausbildung in der Kirchgemeinde
Baden absolviert hat.
Stellvertretend für das Diakoniekapitel überbrachte dessen
Präsident Gerald Weihrauch, ein Grusswort, in dem er mit einem Zitat
aus dem gleichnamigen Lied daran erinnerte, dass niemand als
«Solochrist» wirken könne.
Im Anschluss an den Gottesdienst lud Pfarrerin Bettina Rahn als
gastgebende Ortspfarrerin alle Gäste zu einem Apéro ins
Kirchgemeindehaus Buchs ein.
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Meldung verfasst von: ria / Elisabeth Martinek .
Aufgeschaltet am 13. November 2006.
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