Medienmitteilung vom Freitag, 20. Juni 2008
Der Kirchenrat der Reformierten Landeskirche Aargau begrüsst die
Standesinitiative, die der Aargauer Grosse Rat am Dienstag fast
einstimmig verabschiedet hat. Sie verlangt auf Bundesebene Massnahmen
gegen die gewerbsmässige Beihilfe zum Suizid und eine
gesamtschweizerisch verbindliche Regelung der medizinischen
Suizidbegleitung.
Der reformierte Kirchenrat unterstützt die Bemühungen, die Frage nach einem menschenwürdigen Leben bis zum Tod in einer breiten gesellschaftlichen Diskussion sorgfältig zu bedenken – nicht nur im Blick auf den begleiteten Suizid.
Er lädt deshalb Politikerinnen und Politiker, Fachleute aus Medizin, Recht, Theologie und Seelsorge am Samstag, 13. September zu einem interdisziplinären Kongress im Kultur- und Kongresshaus Aarau ein. Der ganztägige Kongress «Ganz Mensch bis zum Tod» fragt nach gemeinsamen Werten und ethischen Leitlinien in den medizinischen, ethischen, politischen und theologischen Fragen am Ende des Lebens und will Sterben und Tod ganzheitlich als Teil des menschlichen Lebens betrachten.
Kirchenintern wird die Reformierte Landeskirche die Diskussion an einer ganztägigen Gesprächssynode am 24. September in Lenzburg mit den Ergebnissen vom Kongress weiterführen.
Für weitere Auskünfte:
Kirchenratspräsidentin Claudia Bandixen, Tel. 062 838 00 11
der Informationsbeauftragte Frank Worb, Tel. 062 838 00 18 (079 444 97 82)
Aufgeschaltet am 20. Juni 2008.
(
zurück zur Übersicht)