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Der Aufruf, von Gott zu reden und christliche Akzente zu setzen
In ihrer Predigt über Psalm 16, Vers 11, legte Kirchenratspräsidentin Claudia Bandixen besondere Betonung auf das «Du» im Gegenüber zu Gott: «Du zeigst mir den Pfad des Lebens: Freudenfülle vor deinem Antlitz, Zärtlichkeit in deiner Rechten immerzu.» Das habe sie in einer Predigt des deutschen Pfarrers Wilhelm Rott beeindruckt, der in einer Predigt über diesen Psalm in einem Internierungslager 1945, kurz nach dem Ende des 2. Weltkriegs, den Akzent auf das göttliche «Du» gesetzt habe. «Liest man den Satz so, ist es nicht Ziel des Lebens, glücklich oder reich zu werden, sondern zu erkennen, dass wir bewahrt werden,» erklärte Bandixen und betonte, dass die Ordination der Ruf an einen bestimmten Menschen ist, von Gott zu reden und christliche Akzente im Leben zu setzen. Dies gelte jedoch nicht nur für den öffentlichen Auftritt, sondern auch im privaten Bereich. Psalm 16,11 sei in diesem Zusammenhang auch als Zuspruch zu verstehen.
«Wir sind Verwalter von Gottes Zuspruch», nahm Kirchenrat Hans Peter Mauch den Faden auf. «Wir haben den Auftrag, Handlanger von Gottes Güte zu sein, Menschen in allen Lebenslagen zu erreichen und mit ihnen Gottes Wort ganz handgreiflich zu teilen.»
Im Anschluss an die Predigtworte und ein stimmungsvolles Zwischenspiel von Gaudenz Tscharner an der Orgel und Dietrich Zöller auf der Querflöte, nahm Claudia Bandixen Pfarrerin Simone Wüthrich das Ordinationsgelübde ab und segnete sie. In gleicher Form ordinierte Hans Peter Mauch Sozialdiakon Christian Härtli.
Verena Fantozzi, Präsidentin des Diakonatskapitels, versicherte den beiden Ordinierten in ihrem Grusswort stellvertretend für das Diakonats- und auch für das Pfarrkapitel, dass sie in ihrem Amt jederzeit mit Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen rechnen könnten. Für mission 21 überbrachte der Studienleiter, Pfr. Dr. Benedict Schubert, den Gruss in Form eines Liedes auf Spanisch und Deutsch. Mit einer Segensbitte beendete Pfarrer Wolfgang Rothfahl den Gottesdienst und lud die Festgemeinde anschliessend zu einem Apéro in das Kirchgemeindehaus ein.
ria / Elisabeth Martinek
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