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Eintritte und Austritte 2009
2258 Personen oder 1,2% der 186 000 Mitglieder sind 2009 aus den Aargauer Kirchgemeinden ausgetreten. Die Zahl der Austritte hat damit nach einer Phase von vier Jahren seit 2003 mit leicht sinkendem Niveau und dem Wiederanstieg 2008 eine neue Spitze erreicht. Es waren 366 Austritte mehr als 2008 (1892 Austritte) zu verzeichnen. Das ist eine Steigerung um fast 20%. Da die austretenden Personen ihre Beweggründe in der Regel nicht angeben, kann man über die Gründe dieser Veränderung letztlich nur spekulieren.

Auffallend sind aber einzelne Austrittsschreiben, die explizit das Engagement der Kirchen im Abstimmungskampf zur Antiminarett-Initiative oder allgemein das «politische Engagement» der Kirchen erwähnen.
Der Wiederanstieg der Austrittszahlen ist auch in anderen reformierten Landeskirchen zu beobachten: Zürich verzeichnet z.B. 300 Austritte mehr, Bern-Jura-Solothurn sogar 870 Austritte mehr als im Vorjahr. Damit kann ein gewisser Zusammenhang zwischen der Wirtschaftskrise, die 2008 angefangen hat, und den steigenden Austritten vermutet werden.
Die Zahl der Eintritte ist 2009 mit 264 gegenüber 2008 (293 Eintritte) um 29 oder 10% zurückgegangen. Die Eintritte kompensierten im letzten Jahr nur noch 12% der Austritte. Dafür ist die Gesamtzahl der Mitglieder der Aargauer Kirchgemeinden gegenüber dem Vorjahr (187'486) nur um 742 zurückgegangen. Dies ist auf Wanderungsgewinne in der Bevölkerungsentwicklung des Kantons Aargau zurückzuführen. Die 75 reformierten Aargauer Kirchgemeinden hatten Anfang 2010 186'744 Mitglieder.

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