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Eintritte und Austritte 2010
2'652 Personen oder 1,45% der 186 000 Mitglieder sind 2010 aus den Aargauer Kirchgemeinden ausgetreten und 352 Personen sind eingetreten. Die Zahlen der Austritte wie auch der Eintritte haben damit einen neuen Höchststand erreicht. Nach einer vierjährigen Phase von 2003 bis 2007, in der die Austritte leicht gesunken sind, ist seit 2008 wieder ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen.

Es waren 394 Austritte mehr als 2009. Das ist eine weitere Steigerung um 17%, nachdem im letzten Jahr die Zahl bereits um 19% gestiegen war. Da die austretenden Personen ihre Beweggründe in der Regel nicht angeben, kann man über die Gründe dieser Veränderung nur Vermutungen anstellen. Die Diskussionen im Vorfeld der Minarettverbotsinitiative haben zweifellos zu einigen Austritten geführt. Die grösste Zahl von monatlichen Austritten ist immer im Dezember zu vermerken. Das weist auf die finanzielle Bedeutung hin: Der Austritt soll rückwirkend für die Steuerperiode wirken. Ein hoher Anstieg der Austrittszahlen ist auch in anderen grossen reformierten Landeskirchen zu beobachten: Zürich verzeichnet z.B. 2010 ca. 1500 Austritte (ca. 46%) mehr als im Vorjahr, Bern-Jura-Solothurn ca. 490 Austritte (ca. 13%).

Aber auch die Zahl der deklarierten Eintritte ist 2010 mit 352 gegenüber 2008 (264 Eintritte) massiv um 88 oder 33% gestiegen (die bisher grösste Steigerung gegenüber einem Vorjahr). Die Eintritte kompensierten im letzten Jahr 13,3% der
Austritte. Die Gesamtzahl der Mitglieder der Aargauer Kirchgemeinden ist mit 183'341 gegenüber dem Vorjahr (186'744) um 3403 zurückgegangen.

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