Augustin-Keller-Strasse 1 · Postfach · 5001 Aarau · Telefon 062 838 00 10 · Fax 062 838 00 29 · www.ref-ag.ch · ag@ref.ch



Freiwillige & Ehrenamt

Am UNO-Tag der Freiwilligen, dem 5. Dezember, haben auch im Aargau mindestens sechs reformierte Kirchgemeinden mitgemacht, soweit die Projektleitung informiert ist, und Nutzen und Wichtigkeit der kirchlichen Freiwilligenarbeit sichtbar gemacht. Zum Teil konzentrierten sich die Aktivitäten auf den internen Dank an die freiwillig Mitarbeitenden, zum Teil wurde das freiwillige Engagement in der Öffentlichkeit sichtbar gemacht.

Kalt werden die Füsse an diesem nebligen Samstag, während der Standaktion der Reformierten Kirchgemeinde Aarau auf dem Samstagsmarkt am Graben. Warm jedoch geben das Feuer in der grossen Schale und der ausgeschenkte Punsch und Glühwein. Wärme ist auch spürbar in den kürzeren oder längeren Begegnungen der angestellten und freiwilligen Mitarbeitenden der Kirchgemeinde mit den Passantinnen und Passanten. Sie werfen einen Blick auf die Unterlagen zur Freiwilligenarbeit, nehmen gerne eine Zündholzschachtel mit dem diesjährigen Motto mit oder versuchen ihr Glück im Dartpfeilwerfen. Oft erzählen sie mit Freude von eigener Freiwilligenarbeit.

Die Projektleiterinnen der Kirchgemeinde Aarau, Kimberly Zwahlen und Dorothea Spörri, wollten an diesem Tag Menschen auf der Strasse dafür sensibilisieren, dass unsere Gesellschaft nur dank Freiwilligenarbeit funktioniert und mit ihnen über kirchliche Freiwilligenarbeit ins Gespräch zu kommen. Am Schluss des Tages standen auf einer Liste am Stand eine erfreuliche Anzahl von Personen, welche sich für ein freiwilliges Engagement in diversen kirchlichen Aktivitäten interessierten

Bei der Veranstaltung in der Kirchgemeinde Windisch, organisiert von Helena Fried,Ruedi Kümin und ihrem Team, waren die Freiwilligen eingeladen, als Dank für ihre Arbeit ein paar Stunden gemeinsam zu verbringen. Nach einem feurigen Startschuss äusserten sich in einer Videoshow einige der 160 Engagierten zu ihrer Motivation für freiwillige Mitarbeit. Ihre Statements drückten aus, wie bereichernd und lebendig sie kirchliche Freiwilligenarbeit erleben. Die aufschlussreiche Präsentation könnte auch in der Öffentlichkeit sehr gut für Freiwilligenarbeit werben. Nach einem Wettbewerb zur Freiwilligenarbeit folgte zum Abschluss der bewegende Gang durch ein wunderschönes, grosses Lichterlabyrinth.

Tegerfelden baute das Thema in seinen speziellen Sonntagsgottesdienst 11vor11 ein. Karin und Peter Wiedemeier schreiben: „Allein für diesen einen Gottesdienst waren rund 35 Menschen sichtbar und unsichtbar im Einsatz! Dieses Engagement und dieses Feuer sind spürbar und darum sind die 11vor11- Gottesdienste nach bald fünf Jahren zu einem kaum wegzudenkenden Pfeiler im Gemeindeleben geworden.“

Die Kirchgemeinde Niederlenz widmete den 2. Adventssonntag ihren Freiwilligen. Pfrn. Eva Maria Hess-Schwendimann berichtet: „Zum Auftakt des Tages fand ein Gottesdienst zum Thema „Feuer und Flamme“ statt, zu dem die rund 90 Freiwilligen der Kirchgemeinde speziell eingeladen wurden. Feuer war bereits am Eingang zur Kirche sichtbar: Eine Feuerflamme mit kleinen Kerzen wies den Weg. Leitgeschichte des Gottesdienstes war das Erlebnis von Mose, der zum Freiwilligen wurde, indem er seiner inneren Flamme durch eine geheimnisvolle Gottesbegegnung beim brennenden Dornbusch auf die Spur kam. Zum Abschluss gaben sich die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher mit kleinen Kerzen gegenseitig die Flamme weiter als Zeichen, dass die Kirchgemeinde von diesem Miteinander lebt.“

Um 17 Uhr waren dann alle zu einem barocken Adventskonzert eingeladen. Im Anschluss an das Konzert bedankte sich Kirchenpfleger Beat Muggli bei allen Freiwilligen der Kirchgemeinde für ihren Einsatz. Nach der Eröffnung eines Adventsfenster mit dem Motto „Feuer und Flamme für Freiwilligenarbeit“ erhielten alle Freiwilligen als Dankeschön ein liebevoll mit Flammen gestaltetes Teelicht, das die Kinder im Religionsunterricht gebastelt hatten.

Andere Gemeinden organisierten ökumenische Anlässe. In Menziken zum Beispiel führte nach einer Andacht in der katholischen Kirche ein Fackelmarsch zur reformierten Kirche.Andere, wie zum Beispiel Holderbank-Möriken-Wildegg, machten einfach durchs Aufhängen der Fahne wirkungsvoll auf den Nutzen der Freiwilligenarbeit aufmerksam.

Zusammen mit der Medienarbeit der Vorbereitungsgruppe (u.a. Zeitungsartikel, Inserate in der Presse, „90 Sekunden“ auf Radio Argovia,„Wort zum Sonntag“ auf sf1) haben diese Kirchgemeinden dazu beigetragen, dass die Arbeit, welche sonst eher im Stillen geleistet wird, für einmal gehört und gesehen werden konnte. Die Projektleitung wird in ihrer Auswertung allerdings auch der Frage nachgehen müssen, warum sich nur 6 der 75 reformierten Aargauer Kirchgemeinden an der Aktion beteiligt haben und Konsequenzen für die Durchführung der Aktion im nächsten Jahr ziehen.

Claudia Rederer, HEKS Diakonie, Barbara Zobrist, Fachstelle Diakonie




Aktuelles
22. September 2009:
Ein Erfolgsrezept gibt es nicht
Welches sind die Geheimnisse einer erfolgreichen Gewinnung von Freiwilligen? So lautete die zentrale Frage des Abendforums am 9. September im Bullingerhaus Aarau. Um diesen Geheimnissen auf die Spur... (mehr)

(Alle Mitteilungen der Reformierten Landeskirche Aargau)