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Eine grosse Minderheit von 30 % hält für keinen der Paten die Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche für erforderlich und gar 81 % sehen einen Bezug zwischen der Konfirmation und der Taufe, der nach dem PH-Konzept der Landeskirche so nicht gegeben ist. Immerhin 15 % der anwesenden Pfarrerinnen und Pfarrer könnten sich vorstellen, eine Wiedertaufe durchzuführen.
Im Anschluss an die Umfrage ging Prof. Dr. Ralph Kunz, Zürich, pointiert auf die gestellten Fragen ein. Er plädierte für eine traditionelle Taufliturgie mit trinitarischer Formel. Eindeutig war auch die Absage an alle Optionen einer Wiedertaufe oder Tauferneuerung. Statt dessen solle der Tauferinnerung eine entsprechende Sorgfalt und Bedeutung beigemessen werden, so Kunz. Die Liebe Gottes, die in der Taufe bezeugt wird, solle immer wieder zum Thema gemacht werden, auch in der Konfirmation. Mit Eberhard Jüngel betonte Kunz die „mehr als Heilsnotwendigkeit“ der Taufe, der Liebe Gottes. Diese Liebe, die sich nicht gesetzlich fassen lasse, solle sich in einer liberalen Taufpraxis ausdrücken. Wichtig sei, so Kunz, dass Eltern und Paten vor allem „mit dem Herzen dabei“ seien, und das können Pfarrerinnen und Pfarrer nicht überprüfen.
Des weiteren beschloss das Kapitel die Erhöhung des Jahresbeitrags 2008 um 5 Franken zugunsten der in der Kantonsbibliothek integrierten Predigerbibliothek und genehmigte die Rechnungen des Pfarrkapitels, der Hilfskasse und der Bibliothekskommission. Käthi Frenkel orientierte über die Arbeit der Christlich-Jüdischen Arbeitsgemeinschaft im Aargau und Kirchenrätin Myriam Heidelberger Kaufmann stellte ein Fanprojekt zur Euro 2008 vor.