Das Aargauer Pfarrkapitel am 25. Mai in Kölliken
Am 25. Mai kamen ca. 80 Kapitulare und Kapitularinnen, also Aargauer Pfarrerinnen und Pfarrer, im Kirchgemeindehaus Kölliken zu ihrer ersten Sitzung in diesem Jahr zusammen. Auf dem Programm standen in erster Linie Wahlen und im inhaltlichen Teil ein Referat von Georg Otto Schmid, Leiter der Evangelischen Informationsstelle Kirchen – Sekten – Religionen. Ausserdem stellte sich der neue Leiter Theologie und Recht, Dr. theol. Beat Huwyler, dem Pfarrkapitel vor.
Nach der Begrüssung durch den Kirchenpflegepräsidenten von Kölliken, Matthias P. Müller, und der Einleitung durch Pfr. Ruedi Gebhard, führte Co-Präsident Dominique Baumann durch die Traktanden und die Genehmigung verschiedener Rechnungen und Budgets. In die Bibliothekskommission wurde Christine Stuber gewählt, und für den freien Sitz des Pfarrkapitels in der Herausgeberkommission von «reformiert.» Aargau meldete sich spontan Christian König, Mandach. Nach einer kurzen Diskussion über die Funktion des Herausgebers und die Ausrichtung der Mitgliederzeitung wurde Christian König gewählt. Einige Sitze im Vorstand sind weiterhin vakant. Im zweiten Teil des Vormittags standen dann das Referat von Georg Otto Schmid mit dem Titel «Seelsorge by Mike Shiva, Trauerarbeit by Monika Kissling – Esoteriker als Konkurrenz der landeskirchlichen Pfarrerinnen und Pfarrer» und die Diskussion mit dem Referenten im Mittelpunkt.
Schmid zeigte auf, wie verschiedene Exponenten aus der Esoterikszene arbeiten und wie sie teilweise Bedürfnisse befriedigen, die zwar in der Bevölkerung vorhanden sind, aber von der Kirche nicht befriedigt werden und zum Teil auch gar nicht befriedigt werden können. In der anschliessenden angeregten Diskussion ging es vor allem um die Frage, wie sich Kirche zur Esoterik positionieren sollte und was das für Auswirkungen auf seelsorgerliche Gespräche hat. Unter dem Traktandum «Verschiedenes» informierte u.a. Jürg Hochuli über das Projekt «Palliative care und Begleitung», und ein Pfarrer berichtete von seinen persönlichen und beruflichen Erfahrungen rund um die Anschuldigungen gegen ihn wegen sexuellen Missbrauchs, die zwar zu einem Freispruch, aber auch zu Arbeitslosigkeit geführt haben.
Meldung verfasst von: Frank Worbs, Lutz Fischer-Lamprecht.
Aufgeschaltet am 30. Juli 2011.
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