Aufbauend auf dieser Grundlage entwickelte sich in der Reformierten Landeskirche Aargau 1993das erste Kapitel von Diakonischen Mitarbeitenden in der Schweiz. Ebenso wurde erstmals im Aargau die Ordination von Diakonischen Mitarbeitenden durch eine Landeskirche eingeführt (November 1992). Im Zuge des Zukunftsprojekts der Aargauer Landeskirche «Kirche 2002» wurde die Diakonie gleichwertig wie das Pfarramt wahrgenommen. Entsprechend sind die Anstellungsbedingungen von Sozialdiakoninnen und Sozialdiakonen vergleichbar mit denjenigen von Pfarrpersonen. Die beiden unterschiedlichen Berufsgruppen werden in der Reformierten Landeskirche Aargau als «Ordinierte Dienste» bezeichnet und nehmen seit dem 2003 gemeinsam ihre Verantwortung in der Partnerschaftlichen Gemeindeleitung (PGL) wahr. Ausserdem wurde vom Diakonatskapitel die Stiftung «Diakonie-Rappen» gegründet, die kirchlichen Mitarbeitenden Beiträge für soziale Einzelfall-Hilfe zur Verfügung stellt.
Sigwin Sprenger, Mellingen