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Stiftung Diakonie-Rappen – Ein Zeichen der Solidarität

Unter dem Namen Diakonie-Rappen besteht seit dem 14. November 1996 eine von Mitgliedern des Diakoniekapitels gegründete Stiftung. Neben den einmaligen Zuwendungen können sich Spendende mit einer Selbsterklärung verpflichten, während einer bestimmten Zeitdauer von jedem verdienten Franken einen Anteil, also zum Beispiel einen Rappen, an die Stiftung zu bezahlen. Die Stiftung bezweckt auf gemeinnütziger Basis die Unterstützung von Menschen in Notsituationen zur Verbesserung ihrer Lebenssituation, soweit nicht andere Institutionen die entsprechende Hilfeleistung übernehmen – vor allem im Aargau.


Steuerlich abzugsfähig
Das Steueramt des Kantons Aargau anerkennt die Stiftung Diakonie-Rappen als gemeinnützig. Spenden, die ihr überwiesen werden, dürfen somit auf der Steuererklärung vom Einkommen abgezogen werden.

Unterstützungsgesuche
Gesuche können von angestellten kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an die Präsidentin der Stiftung Heidi Neeser, Oelrainstrasse 21, 5400 Baden, gestellt werden.
Alleinerziehenden Müttern, erwerbslosen Familien, in Schuldennot geratenen Menschen wurde bereits mit Beiträgen der Stiftung geholfen, wieder auf die Beine zu kommen oder zumindest ihre Notlage zu mildern.

15 Jahre Stiftung Diakonie-Rappen
«Manchmal ist praktische Hilfe die beste Seelsorge: wenn jemand eine unverhoffte Rechnung nicht bezahlen kann, wenn jemand unverschuldet in die Misere gerät. Wiederholt war ich froh um Beträge aus der Stiftung Diakonie-Rappen, wenn mit den kleinen Batzen aus der pfarramtlichen Spendgutkasse keine echte Hilfe möglich war», schreibt Pfr. Martin Kuse aus Möriken.
Die Stiftung Diakonie-Rappen wurde aus dieser beruflichen Erfahrung heraus von Mitgliedern des Aargauer Diakonats-Kapitels gegründet (= Vereinigung aller Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone im Aargau). Den Menschen, die an die Türen von diakonischen Stellen, Pfarrämtern und Beratungsstellen klopfen ist eben sehr oft mit gutem Rat und einem Essensgutschein allein nicht wirklich geholfen. Oder wie es Gertrud Burkhard, Sozialdiakonin, ausdrückt: «Geld allein macht zwar noch nicht glücklich, vermag aber doch in Notfällen vieles zu lindern und oft eine drohende Verschuldung zu vermeiden. Menschen, die ohnehin genug von Sorgen geplagt sind, sind für eine Hilfestellung durch den Diakonie-Rappen dankbar.»
Seit der Gründung Ende 1996 bis Anfang 2011 dieses Jahres wurden über 860 Gesuche um Unterstützungsbeiträge an den Diakonie-Rappen gerichtet. Bewilligt und ausbezahlt wurde ein Gesamtbetrag von über Fr. 500'000.00. Hinter diesen eindrücklichen Zahlen stecken noch eindrücklichere Geschichten und Schicksale von in Not geratenen Einzelpersonen und ganzen Familien. Bei der Beurteilung der Gesuche wird nicht nach dem Verschulden gefragt, sondern nach vorne geschaut und auf gute Beratung und Begleitung Wert gelegt. Kurt Brand (Caritas Aargau) schreibt dazu: «Lebensumstände, Herkunft, Schuldfragen und Religionszugehörig-keit werden nicht zu einem Stolperstein, sondern die aktuelle Notlage ist leitend für die Hilfestellung. Der Diakonie-Rappen ist für unsere Sozialberatung ein verläss-licher Partner, welcher im Aargau nicht wegzudenken ist.»
Die Unterstützungsbeiträge des Diakonie-Rappens sind durch die Zusammenarbeit mit Beratungsstellen, diakonischen Stellen und Pfarrämtern immer nur ein Teil der Hilfestellungen. Korina Stoltenberg (Arbeitslosenberatungsstelle «los» in Brugg) schreibt uns: «Der Diakonie-Rappen ist eine unbürokratische Direkthilfe, die den Betroffenen Mut macht und das Gefühl gibt 'ich bin nicht allein'. Gleichzeitig werden durch diese Soforthilfe die Betroffenen auch ermutigt, ihre schwierige Situation anzupacken und nach weiteren Möglichkeiten und Ressourcen zu suchen. Es ist wie ein Steinchen, das man ins Wasser wirft und das grosse Kreise zieht.»
Das es bei der Ausrichtung von finanzieller Hilfe noch um mehr geht, sieht Kurt Stehlin, Pfarrer in Oftringen so: «Bei einer solchen Hilfe geht es immer um mehr als nur einen finanziellen Beitrag. Es sind wichtige Zeichen der Solidarität und der Ermutigung.» Ein Zeichen der Solidarität sollte mit der Gründung der Stiftung Diakonie Rappen tatsächlich gesetzt werden. So sind die über 500'000 Franken, die bisher ausbezahlt werden konnten, aus unzähligen kleinen und grossen Spenden von Einzelpersonen und Kirchgemeinden zusammengekommen. Ein Umstand, der uns mit Stolz erfüllt; bedeutet doch jeder einzelne Betrag, der aufs Postkonto fliesst, ein Zeichen der Solidarität und des Mitgefühls.
Der Stiftungsrat dankt an dieser Stelle von Herzen für die vielen Beiträge und Spenden, für die gute Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in diakonischen Stellen, Pfarrämtern und vielen engagierten Beratungsstellen im Aargau. Wir wünschen uns, dass immer wieder Menschen sagen können: «Merci vielmol. Chile isch doch anders als me so meint!», wie dies eine Klientin zum Ausdruck bringt.
Wir machen weiter, denn wir sind überzeugt, dass Zeichen der Solidarität notwendig sind.
Der Stiftungsrat:
Heidi Neeser, Ursula Bezzola, Ruedi Wernli, Sigwin Sprenger









Heidi Neeser, Sozialdiakonin,
Präsidentin der Stiftung 'Diakonie-Rappen'

Adresse:
Oelrainstrasse 21, 5400 Baden
Tel. 056 221 50 66

E-Mail heidi.neeser@ag.ref.ch


Hier können sie den aktuellen Jahresbericht und das Formular: "Gesuch um Unterstützung" direkt herunterladen.

Gesuch um Unterstützung
(30 KB PDF)

Jahresbericht 2010
(67 KB PDF)

Jahresbericht 2009
(50 KB PDF)

Jahresbericht 2008
(70 KB PDF)