Vernehmlassungen - Reformierte Landeskirche Aargau


Stritengässli 10 · Postfach · 5001 Aarau · Telefon 062 838 00 10 · www.ref-ag.ch · ag@ref.ch


Startseite Kontakt Sitemap WikiRef ___________________

Vernehmlassung Personalrecht

B Neues Lohnsystem für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker (Vernehmlassung beendet)


Zur Vernehmlassung eingeladen sind:
  • Kirchenpflegen und Vorstände der Kirchgenossenschaften
  • Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker der Kirchgemeinden und Kirchgenossenschaften
  • Vorstand des Aargauischen Reformierten Kirchenmusikerinnen- und Kirchenmusikerverbands (ARKV)
  • Dienstleistungszentrum Finanzen DLZ der Reformierten Landeskirche Aargau

Worum geht es?
Nach umfangreichen Vorarbeiten wird das Besoldungssystem für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker der aktuellen Situation angepasst. Ein entsprechender Lohnrechner steht zum Austesten bereit. Bevor das Geschäft an die Synode geht, werden die Kirchenpflegen, Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker und der Vorstand ARKV zur Beurteilung und Rückmeldung eingeladen.

Ausgangslage

Die Mindestlöhne der Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker sind im Anhang zum Dienst- und Lohnreglement für nicht ordinierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinden des Kantons Aargau (DLM, SRLA 371.400) geregelt (Beilage 2). Die bisherige Regelung ist vor allem auf Organistinnen und Organisten ausgerichtet. Diese können mit einem Pensum angestellt oder pro geleisteten Dienst entschädigt werden, was zu Unsicherheiten und zu Ungleichbehandlungen geführt hat. Die drei Stufen der Qualifikation sind nicht mehr zeitgemäss, ebenso wenig die Entschädigung der Chorleiterinnen und Chorleiter.

Neue Regelungen

  • Klare Einstufung von Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern: Tabellarisch wird aufgezeigt, welche Ausbildung welchem Niveau resp. welcher Einstufung entspricht. Diese Tabelle soll in die Verordnung zum DLM (VDLM) aufgenommen werden, damit der Kirchenrat rasch auf Veränderungen bei Ausbildungsgängen reagieren kann.
  • Neue Lohnberechnungsgrundlage und finanzielle Folgen: Es soll auf das bei allen anderen Berufsgruppen geltende System mit einer Jahresarbeitszeit von 2'184 Stunden gewechselt werden. Dies führt bei allen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern zu Änderungen gegenüber dem bisherigen Mindestlohnanspruch – je nachdem zu einer Erhöhung oder Reduktion. Tendenziell dürfte die geplante Änderung bei jenen Kirchenmusikern zu tieferen Mindestlöhnen führen, die «nur» ihren Dienst in der Gemeinde absolvieren. Bei solchen mit Zusatzaufgaben (z.B. Beratung in gottesdienstlichen Fragen, Jahresplanung oder Konzertorganisation) führt die Änderung dagegen eher zu gleichbleibenden oder höheren Mindestlöhnen. Kommt es durch den Systemwechsel bei einzelnen Mitarbeitenden zu einem tieferen Mindestlohn, so ist die Kirchgemeinde frei zu entscheiden, ob sie den Lohn auf dieses Niveau senkt oder die bisherige Lohnhöhe beibehält (Besitzstandswahrung). Die Landeskirche macht dazu keine Vorgaben. Mit dieser Revision sind aber nicht höhere Löhne beabsichtigt; es sollen im Durchschnitt keine Mehrkosten für Kirchgemeinden entstehen. Dennoch kann es wegen des Systemwechsels in einzelnen Kirchgemeinden zu einem Anstieg der Mindestlöhne kommen. Dies dürfte vor allem dann der Fall sein, wenn die Kirchgemeinde sehr gut qualifiziertes Personal beschäftigt. Die Vernehmlassung soll in dieser Frage ein genaueres Bild der Kostenfolgen für Kirchgemeinden bringen.


Um in Zukunft die Löhne der Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker einfach berechnen zu können, wurde auf den schon bewährten Lohnrechner für Katechetinnen und Katecheten zurückgegriffen. Der Lohnrechner für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker wird im gleichen Design und mit den gewohnten Funktionen und Erklärungen bereitgestellt.
Ebenso wird nun auch bei Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern unterschieden zwischen dem Grundpensum (z.B. Orgelspiel im Gottesdienst, Üben oder Teilnahme am Mitarbeitergespräch) und Zusatzaufgaben (z. Bsp. Verantwortung für die Jahresplanung, Instrumentenpflege oder Mehraufwand für einen Konfirmationsgottesdienst), welche zu entschädigen sind.


Umsetzung der Änderungen
Zur Umsetzung des neuen Besoldungssystems sind Änderungen im DLM und ein neuer Abschnitt in der Verordnung zum DLM (VDLM) geplant. Die Revision des DLM wird voraussichtlich der Synode vom November 2018 unterbreitet. Anschliessend bleibt den Kirchgemeinden und den Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker genügend Zeit, um sich auf die neue Regelung einzustellen: Sie tritt voraussichtlich auf Anfang 2020 in Kraft.

Vernehmlassung

  • Die Datei "Fragebogen B Kirchenmusiker-innen" mit den Vernehmlassungsantworten ist bis 20. April 2018 zu senden an david.reichart@ref-aargau.ch

Unterlagen