Vernehmlassungen - Reformierte Landeskirche Aargau


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Vernehmlassung Personalrecht

C Arbeitszeiterfassung für die ordinierten Dienste (Vernehmlassung beendet)


Zur Vernehmlassung eingeladen sind:
  • Kirchenpflegen und Vorstände der Kirchgenossenschaften
  • Vorstand Pfarrkapitel
  • Vorstand Diakonatskapitel
  • Pfarrerinnen und Pfarrer, Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone in den
  • Kirchgemeinden und Kirchgenossenschaften

Worum geht es?
Seit mehreren Jahren ist die Arbeitszeiterfassung durch Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone (ordinierte Dienste) in den Kirchgemeinden ein viel diskutiertes Thema. Die heutigen gesetzlichen Grundlagen erlauben es nicht, die ordinierten Dienste zur Arbeitszeiterfassung und damit zur Rechenschaftsablage über die Verwendung der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit zu verpflichten. Gleichzeitig wird von Kirchenpflegen, insbesondere in Konfliktfällen, beklagt, dass die Personalführung ohne Einblick in die Arbeitszeit der Mitarbeitenden nur schwer möglich sei. Auch müsse die Kirchenpflege Rechenschaft darüber verlangen können, wie der Funktionsbeschrieb umgesetzt wird. Eine Kontrolle sei, gerade wenn über Überlastung geklagt oder Überstunden geltend gemacht würden, nicht möglich.

Der Kirchenrat erwägt aus diesen Gründen, der Synode zu beantragen, die gesetzlichen Grundlagen dahingehend zu ändern, dass die ordinierten Dienste zur Arbeitszeiterfassung verpflichtet werden können, wie das von anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ebenfalls verlangt werden kann. Bevor das Geschäft an die Synode geht, werden die Kirchenpflegen und die ordinierten Dienste zur Beurteilung und Rückmeldung eingeladen.

Ausgangslage

Die Einführung einer Pflicht zur Arbeitszeiterfassung für die ordinierten Dienste macht eine Gesetzesänderung nötig. Für die konkrete Ausgestaltung der Pflicht sind verschiedene Modelle denkbar:
Option 1:

  • Grundsatz: Alle Mitarbeitenden der ordinierten Dienste sind verpflichtet, ihre Arbeitszeit zu erfassen und der vorgesetzten Stelle regelmässig vorzulegen.
  • Ausnahme: Die Kirchenpflege kann bei der Anstellung (Anstellungsverfügung) oder später (Funktionsbeschrieb) auf die Arbeitszeiterfassung verzichten.

Option 2:

  • Grundsatz: Die Erfassung der Arbeitszeit bei Mitarbeitenden der ordinierten Dienste ist freiwillig.
  • Ausnahme: Die Kirchenpflege kann anordnen, dass einzelne Mitarbeitende der ordinierten Dienste die Arbeitszeit erfassen und der vorgesetzten Stelle regelmässig vorlegen.

Die Arbeitszeiterfassung kann als reine Erfassung der Arbeitszeit oder aber differenziert nach den Hauptkategorien gemäss Funktionsbeschrieb ausgestaltet sein, wie es in den Hilfsmitteln zur Arbeitsbudgetierung und zur (bisher freiwilligen) Arbeitszeiterfassung vorgeschlagen wird.

Die Landeskirche stellt ein Tool Arbeitszeiterfassung zur Verfügung, das auf das Tool Arbeitszeitbudgetierung und den Funktionsbeschrieb abgestimmt ist. Welches Tool zu verwenden ist, beschliesst jedoch die Kirchenpflege.
Damit sowohl für die Kirchenpflegen als auch für die ordinierten Dienste gute Rahmenbedingungen geschaffen werden können, soll ein Modus der Arbeitszeiterfassung implementiert werden, der einerseits nicht unnötig einengt, andererseits jedoch erlaubt, Verantwortung wahrzunehmen.

Neue Regelungen

  • Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung durch die ordinierten Dienste soll eingeführt werden. Der Modus ist noch offen.


Umsetzung der Änderungen
Zur Einführung der Pflicht zur Arbeitszeiterfassung für die ordinierten Dienste ist eine Änderung des Dienst- und Lohnreglements für die ordinierten Dienste (DLD, SRLA 371.300) notwendig. Die Revision des DLD wird voraussichtlich der Synode vom November 2018 unterbreitet. Die Änderungen sollen voraussichtlich auf Anfang 2019 in Kraft treten.

Vernehmlassung

  • Die Datei "Fragebogen C Arbeitszeiterfassung" mit den Vernehmlassungsantworten ist bis 20. April 2018 zu senden an david.lentzsch@ref-aargau.ch

Unterlagen