Im 20. Jahrhundert setzte sich in den meisten christlichen Kirche die Haltung durch, dass gehörlose Menschen mit ihrer sprachlichen und kulturellen Verschiedenheit einer besonderen seelsorgerlichen Betreuung bedürfen. In vielen Kirchen wurden die Spezialpfarrämter für die Gehörlosenseelsorge etabliert.
Zur reformierten Gehörlosengemeinde der Nordwestschweiz gehören ca. 250 Gehörlose. Im 2008 neu eingerichteten Gehörlosenpfarramt der Nordwestschweiz ist die gemeinsame Stelle der Kantonalkirchen BL, BS und SO (mit einem gemeinsamen Umfang von 30 Stellenprozenten) sowie die Seelsorgestelle der Aargauer Landeskirche Aargau (20 %) zusammengeführt. Die reformierten Kirchen betonen damit, dass ihnen die Seelsorge für gehörlose und hörbehinderte Menschen auch in Zukunft ein spezielles Anliegen ist. Das Gehörlosenpfarramt und das Sekretariat werden von der Reformierten Landeskirche Aargau administrativ geführt.