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Bei der Berechnung des Anfangsohns ist zunächst eine Einstufung in ein Dienstjahr vorzunehmen. Die Ermittlung der Einstufung ist in § 36 DLD und im Anhang zum DLD geregelt. Um den komplexen Bestimmungen zu entsprechen, ist wie folgt zu vorzugehen: die anrechenbaren Monate sind zu summieren, die Summe sodann durch 12 zu teilen und das Ergebnis schliesslich auf die nächste ganze Zahl aufzurunden.

Berechnungsbeispiel bei einem angenommenen Abschluss der kirchlichen Ausbildung am 31. Oktober 2010, vorangehender zweijähriger Berufstätigkeit in einem anderen Arbeitsumfeld und Stellenantritt im Gemeindepfarramt auf den 01.10.2016:

Kalender-

jahr

Dauer der

Tätigkeit

Art der

Tätigkeit

Berechnung

 

Monate

 

2003

01.01.-31.12.

Anstellung als Lehrer 100%

Die Anstellung ist mindestens zur Hälfte anzurechnen.

6

2004

01.01.-31.12.

Anstellung als Lehrer 50%

Obwohl die Anstellung nur zu 50% erfolgte, ist die Anstellungsperiode mindestens zur Hälfte anzurechnen.

6

2005

01.01.-31.08.

Anstellung als Lehrer 50%

Obwohl die Anstellung nur zu 50% erfolgte, ist die Anstellungsperiode mindestens zur Hälfte anzurechnen.

4

01.09.-31.12.

Theologie-studium und Anstellung als Lehrer 20%

Das Theologiestudium wird zwar nicht angerechnet, jedoch die Anstellung als Lehrer. Obwohl diese nur zu 20% erfolgte, ist sie mindestens zur Hälfte anzurechnen.

2

2006-2009

01.01.-31.12.

Theologie-studium und einjähriges pfarramtliches Praktikum

Die Ausbildung wird nicht angerechnet.

0

2010

01.01.-31.10.

Einjähriges pfarramtliches Praktikum

Das pfarramtliche Praktikum gehört zur Ausbildung und diese wird nicht angerechnet.

0

01.11.-31.12.

Stellvertretung im Gemeindepfarr-amt 100%

Die Stellvertretung ist voll anzurechnen.

2

2011

01.01.-31.06.

Stellvertretung Gemeindepfarr-amt 50%

Obwohl die Stellvertretung nur zu 50% erfolgte, ist die Anstellungsperiode voll anzurechnen.

6

01.08.-31.12.

Weltreise

Eine Weltreise ist keine berufliche Tätigkeit und ist nicht anzurechnen.

0

2012

01.01.-31.08.

Stellvertretung Gemeindepfarr-amt 20%

Obwohl die Stellvertretung nur ein 20% erfolgte, ist die Anstellungsperiode voll anzurechnen.

8

01.09.-31.12.

Hauptamtliche Familienarbeit mit Kindern

Die hauptamtliche Familienarbeit ist mindestens zur Hälfte anzurechnen.

2

2013-2015

01.01.-31.12.

Hauptamtliche Familienarbeit mit Kindern

Die hauptamtliche Familienarbeit ist mindestens zur Hälfte anzurechnen.

18

2016

01.01.-31.09.

Hauptamtliche Familienarbeit mit Kindern

Die hauptamtliche Familienarbeit ist mindestens zur Hälfte anzurechnen.

4,5

Summe der anrechenbaren Monate

58,5

/ 12 Monate

4,875

Aufrundung auf die nächste ganze Zahl

5

In unserem Beispiel würde die Pfarrerin oder der Pfarrer mindestens im 5. Dienstjahr eingestuft. Da einzelne Arbeitsperioden aber statt hälftig auch mit höheren Faktoren oder voll angerechnet werden könnten, besteht noch Spielraum gegen oben, nicht aber gegen unten.

 

Die Landeskirche versteht sich als lernende Organisation. Sie ist auf Rückmeldungen aus den Kirchgemeinden angewiesen. Bitte melden Sie uns fehlerhafte oder veraltete Einträge oder Wünsche für Ergänzungen und Erweiterungen an gemeindeberatung@ref-aargau.ch.