Show/Hide Toolbars

WikiRef

Anstellungsverhältnisse können im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst werden. Dies ist bei den nicht ordinierten Mitarbeitenden immer möglich. Bei ihnen kann das Anstellungsverhältnis jederzeit in gegenseitigem Einvernehmen beendet werden. Sofern beide Parteien einverstanden sind, kann das Anstellungsverhältnis auch sehr kurzfristig aufgehoben werden, z.B. auf Ende des laufenden Monats oder sogar per sofort. Eine Aufhebungsvereinbarung empfiehlt sich vor allem zur Beendigung von Konflikten und zur Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten, wie sie bei Kündigungen häufig vorkommen. Bei Aufhebungsvereinbarungen mit nicht ordinierten Mitarbeitenden kann auch eine Freistellung vereinbart werden.

Bei den gewählten ordinierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist eine Auflösung ihres Dienstverhältnisses nur durch Rücktritt der gewählten Person möglich. Oder – jeweils auf eine neuen Amtsperiode hin – durch ihren Verzicht auf die Wiederwahl oder durch eine Nichtwiederwahl durch die Kirchgemeinde. Unter Umständen können sich die Parteien aber auch hier auf eine «Aufhebungsvereinbarung» einigen, z.B. wenn eine Ordinierte Person nur zurücktreten will, wenn gewisse Bedingungen erfüllt sind, z.B. Stillschweigen über einen Konflikt gewahrt wird.

Wesentliche Elemente einer Aufhebungsvereinbarung (diese Angaben beziehen sich auf die Auflösung eines Anstellungsverhältnisses mit Nicht-Ordinierten):

Nennung der Parteien

Angabe, welches Anstellungsverhältnis aufgelöst werden soll (Beginn des Anstellungsverhältnisses, Funktion, Pensum)

Vereinbartes Ende des Anstellungsverhältnisses (z.B. per 31.12.20XX oder per 22.03.20XX)

Evtl. Freistellungsvereinbarung

Klärung allfälliger Überstunden- und Ferienguthaben

Liste der herauszugebenden Gegenstände, Unterlagen und Daten sowie Ort und Datum der Übergabe

Allenfalls Hinweis auf Stillschweigen über die Vereinbarung

Klausel, dass mit dem Abschluss dieser Vereinbarung die Parteien «per saldo aller Ansprüche» auseinandergesetzt sind, dass also gegenseitig keine weiteren Forderungen gestellt werden dürfen. Vorbehalten bleiben in jedem Fall die Ansprüche des/der Mitarbeitenden auf die Ausstellung eines Arbeitszeugnisses und die Erteilung von Referenzauskünften.

Unterschriften

icon_rechtliches

 

Rechtliche Grundlagen

 

 

 

§ 28 DLM

icon_hilfsmittel

 

Hilfsmittel

 

 

 

Die Gemeindeberatung stellt Kirchgemeinden auf Anfrage ein Muster und weitere Informationen für Aufhebungsvereinbarungen mit nicht-ordinierten Mitarbeitenden zur Verfügung. Bei ordinierten Mitarbeitenden ist eine individuelle, auf den Einzelfall angepasste Vereinbarung zu erstellen. Die Gemeindeberatung bietet auch dafür gerne Unterstützung an.

 

 

 

icon_tipp

 

Ähnliche Themen

 

Auflösung im gegenseitigen Einvernehmen

 

Die Landeskirche versteht sich als lernende Organisation. Sie ist auf Rückmeldungen aus den Kirchgemeinden angewiesen. Bitte melden Sie uns fehlerhafte oder veraltete Einträge oder Wünsche für Ergänzungen und Erweiterungen an gemeindeberatung@ref-aargau.ch.