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Wenn sich ordinierte Mitarbeitende und die Kirchenpflege einig sind, ein Anstellungsverhältnis aufzulösen, braucht es keine Kündigung. Das Verhältnis kann in gegenseitigem Einvernehmen jederzeit beendet werden. Eine solche Vereinbarung ist schriftlich festzuhalten. Folgende Punkte sollten in der Vereinbarung enthalten sein:

Datum der Auflösung (per wann wird das Anstellungsverhältnis aufgelöst?)

Regelung des Ferienbezugs und der Überstunden: Wann werden die Ferien bezogen? Wann werden die Überstunden kompensiert? Ist allenfalls eine Auszahlung notwendig?

oBei einer Freistellung (s. unten) kann allenfalls folgender Abschnitt in die Vereinbarung aufgenommen werden: "Die Arbeitgeberin ordnet den Bezug des Restferienguthabens von () Tagen während der Freistellungsdauer an."

oGibt es keine Überstunden, sollte dies ausdrücklich festgehalten werden z.B.: "Es sind keine Überstunden angefallen, deshalb entfällt eine Kompensationsregelung.")

Freistellung: Ist vorgesehen, dass die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter für eine gewisse Zeit den Lohn erhält und, aber keine Arbeitsleistung mehr erbringen muss?

oIn solchen Fällen ist es üblich, dass folgende Klausel so oder sinngemäss in die Vereinbarung aufgenommen wird: "Ersatzverdienste an anderen Arbeitsorten hat sich der Arbeitnehmer anrechnen zu lassen. () ist verpflichtet, die Arbeitgeberin während der Dauer der Freistellung über einen allfälligen Stellenantritt und den erzielten Verdienst zwecks Verrechnung mit dem Lohn zu informieren."

oBei Freistellungen sollte zudem mit den Versicherern geklärt werden, ob und wie die Mitarbeitenden während der Freistellung gegen Krankheit und Unfall versichert sind.

Rückgabe von Gegenständen wie Schlüssel, Laptop, Bücher etc.

Allenfalls eine Regelung, wenn die Parteien Stillschweigen über den Inhalt der Aufhebungsvereinbarung vereinbaren wollen. Dies empfiehlt sich im beidseitigen Interesse bei Konflikten.

Wichtig ist ein Schlusssatz, der zukünftige Forderungen ausschliesst, z.B.: "Mit Vollzug der Freistellung sind die Parteien (Arbeitgeberin, Arbeitnehmer) per Saldo aller Ansprüche auseinandergesetzt. Vorbehalten bleiben die Ansprüche von () auf die Ausstellung eines Arbeitszeugnisses und die Erteilung von Referenzauskünften."

Die Gemeindeberatung unterstützt Kirchenpflegen und Mitarbeitende sowohl bei Gesprächen als auch beim Abfassen von Dokumenten im Zusammenhang mit Auflösungen im gegenseitigen Einvernehmen.

icon_rechtliches

 

Rechtliche Grundlagen

 

 

 

§ 28 DLM

 

Die Landeskirche versteht sich als lernende Organisation. Sie ist auf Rückmeldungen aus den Kirchgemeinden angewiesen. Bitte melden Sie uns fehlerhafte oder veraltete Einträge oder Wünsche für Ergänzungen und Erweiterungen an gemeindeberatung@ref-aargau.ch.