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Die Organe der Kirchgemeinden und der Landeskirche können und müssen gegen widerrechtliche oder nicht ordnungsgemäss gefällte Beschlüsse und Anordnungen von Amtes wegen einschreiten. Sie müssen also ihre Aufsichtsfunktion wahrnehmen. Die Kirchenpflege muss also beispielsweise einschreiten, wenn ihre Personalkommission einen Entscheid fällt, der nicht zulässig ist.

Es kann aber auch vorkommen, dass eine Behörde von einem Missstand keine Kenntnis hat oder zu wenig Informationen, um einschreiten zu können. In diesem Fall kann jede Person – ob sie eine amtliche Funktion hat oder nicht, ob sie Mitglied ist oder nicht – eine Aufsichtsanzeige einreichen. Die Behörde, bei der die Aufsichtsanzeige eingeht (z.B. Kirchenpflege oder Kirchenrat), muss sie behandeln und den Anzeigenden eine Antwort zukommen lassen. Ausgenommen sind offensichtlich unbegründete Anzeigen.

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Rechtliche Grundlagen

 

 

 

§ 135 Abs. 2 Kirchenordnung

 

 

 

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Ähnliche Themen

 

Aufsicht und Disziplinarrecht