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Gewählte ordinierte Dienste sind von Amtes wegen stimmberechtigte Mitglieder der Kirchenpflege. Es müssen aber mehr ehrenamtliche Mitglieder in der Kirchenpflege Einsitz haben als ordinierte Dienste. Wo diese Bedingung nicht mehr erfüllt ist oder in Kirchgemeinden mit vielen ordinierten Diensten, kann die Kirchgemeindeversammlung durch das Delegationsprinzip die Zahl der ordinierten Dienste in der Kirchenpflege auf ein bis zwei Delegierte pro ordinierten Dienst beschränken.

Das Delegationsprinzip gilt für die beiden ordinierten Dienste, Pfarramt und Sozialdiakonie, getrennt. Es ist nur zulässig, wenn die Zahl der gewählten Pfarrerinnen und Pfarrer oder der gewählten Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone 3 übersteigt. In einer Kirchgemeinde mit beispielsweise drei gewählten Pfarrerinnen oder Pfarrern und zwei gewählten Sozialdiakonninnen oder Sozialdiakonen kann das Delegationsprinzip nur für die Pfarrerinnen und Pfarrer angewendet werden. In diesem Fall könnte die Kirchgemeindeversammlung beschliessen, dass nur ein bis zwei Pfarrerinnen oder Pfarrer in der Kirchenpflege Mitglied sind. Die beiden Sozialdiakoninnen oder Sozialdiakone bleiben zwingend Mitglied der Kirchenpflege.

Die Zahl der Delegierten (1 oder 2) sowie ihre Delegierten bestimmen die gewählten Pfarrerinnen und Pfarrer sowie die gewählten Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone je für ihre Funktion getrennt für zwei Jahre.

Allen ordinierten Diensten, ob sie in die Kirchenpflege delegiert sind oder nicht, ist Einsicht in die Sitzungsunterlagen zu gewähren. Ebenso haben alle ordinierten Dienste das Recht, direkt Anträge an die Kirchenpflege zu stellen.

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Rechtliche Grundlagen

 

 

 

§ 44 Abs. 1 Ziff. 11 und Abs. 2 Kirchenordnung

§ 46 Abs. 2 Kirchenordnung

 

 

 

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