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Verordnung zum Dienst- und Lohnreglement für
nicht ordinierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinden des Kantons Aargau (VDLM)

 

vom 23. Juni 2016 (Stand 01. Januar 2017)

 

 

Der Kirchenrat der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Aargau,

gestützt auf § 108 Abs. 1 Ziff. 3 Kirchenordnung und § 35 Abs. 4 Dienst- und Lohnreglement für nicht ordinierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinden des Kantons Aargau (DLM),

beschliesst:

 

I.Grundsatz

I.§ 1

Gegenstand und Zweck

1Die Verordnung enthält ergänzende Bestimmungen des Dienst- und Lohnreglements für nicht ordinierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinden des Kantons Aargau (DLM).

2Die Bestimmungen dienen dazu, eine einheitliche Praxis zu gewährleisten.

3Vorbehalten bleiben abweichende und ergänzende Regelungen in anderen Erlassen.

I.§ 2

Geltungsbereich

Die Verordnung regelt die im Zusammenhang mit der Umrechnung von Unterrichtslektionen und des in anderen Lehr- und Lernformen von Katechetinnen und Katecheten erteilten Unterrichts in Arbeitsstunden notwendigen Ausführungsbestimmungen.

II.Bestimmungen für Katechetinnen und Katecheten

II.§ 3

Berechnungsgrundlage

1Die Anzahl der zu erteilenden Unterrichtslektionen pro Schulwoche und der in anderen Lehr- und Lernformen erteilte Unterricht werden in Arbeitsstunden umgerechnet (§ 35 Abs. 4 DLM).

2Ein volles Pensum umfasst 40 Wochen à 29 Lektionen (1ʼ160 Lektionen). Die Jahresarbeitsstunden werden gemäss Anhang zum DLM berechnet.

3Das Arbeitspensum setzt sich aus einem Grundpensum und allfälligen Zusatzaufgaben zusammen.

4Zur Erleichterung der Berechnung stellt der Kirchenrat den Kirchgemeinden einen elektronischen Rechner zur Verfügung.

II.§ 4

Grund­pensum

Im Grundpensum sind vier Tätigkeitsfelder enthalten:

 

 

 

 

 

Anteil

Unterricht und Klasse

 

1.Planung, Durchführung und Auswertung des Unterrichts, Administration
2.Planung und Durchführung der zum PH-Teil gehörenden Gottesdienste

85 %

Schülerinnen und Schüler

1.Beratung und Betreuung der Schülerinnen und Schüler
2.Zusammenarbeit mit Eltern / Erziehungsberechtigten, Schulen, Fach­personal

5 %

Lehrpersonen

1.Reflexion und Evaluation der eigenen Tätigkeit
2.Weiterbildung
3.allgemeine Administration

5 %

Koordination und
Vernetzung

1.Schulen und Kirchgemeinden: Stunden- und Belegungspläne
2.Zusammenarbeit in der Kirchgemeinde
3.Öffentlichkeitsarbeit Pädagogisches Handeln
4.Teilnahme am Konvent der Katechetinnen und Katecheten

5 %

II.§ 5

Zusatz­aufgaben

1Aufgaben, die über das Grundpensum hinausgehen, sind Zusatzaufgaben.

2Zusatzaufgaben sind insbesondere:

1.Leitung oder Mitgestaltung zusätzlicher Gottesdienste im Rahmen des Pädagogischen Handelns (PH)

2.Leitung oder Mitleitung von Lagern

3.Leitung von Tageslagern

4.Leitung von Krippenspielen

5.Leitung „Fiire mit de Chline“

6.Leitung oder Begleitung von Exkursionen

7.Weitere Anlässe im Rahmen des Pädagogischen Handelns

8.Spezialaufgaben.

3Für die Leitung zusätzlicher PH-Gottesdienste gilt ein Richtwert von 6 Arbeitsstunden, für die Mitgestaltung zusätzlicher PH-Gottesdienste ein Richtwert von 4 Arbeitsstunden.

4Für die weiteren Zusatzaufgaben ist eine Entschädigung nach dem erwarteten Aufwand oder eine Pauschale festzulegen.

II.§ 6

Anstellung

1Für die Katechetin oder den Katecheten ist eine Anstellungsverfügung zu erlassen, die den minimalen und den maximalen Anstellungsgrad festlegt.

2Die konkreten Aufgaben sowie die entsprechende Entschädigung für Grundpensum und Zusatzaufgaben sind pro Schuljahr in einer Ergänzung zur Anstellungsverfügung festzulegen.

3Die Ergänzung zur Anstellungsverfügung ist jeweils per 01. Januar anzupassen, wenn

1.die Katechetin oder der Katechet in diesem Jahr aufgrund des Erreichens einer Altersgrenze gemäss § 49 DLM einen höheren Ferienanspruch erwirbt

2.die Katechetin oder der Katechet in diesem Jahr aufgrund der Dienstjahre gemäss § 42 DLM einen höheren Lohnanspruch erwirbt

3.der im Anhang zum DLM zugrunde gelegte Besoldungsindex geändert wird.

4Der Kirchenrat stellt den Kirchgemeinden Vorlagen für Anstellungsverfügung und Ergänzung zur Verfügung.

III.Schlussbestimmungen

III.§ 7

Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 01. Januar 2017 in Kraft.

III.§ 8

Übergangsbestimmungen

Anstellungen für das Schuljahr 2016/2017 können noch gemäss DLM (Stand 01. Januar 2016) erfolgen. Anstellungen ab Schuljahr 2017/2018 erfolgen gemäss dieser Verordnung.