Show/Hide Toolbars

WikiRef

Die gegenseitige Förderung zwischen (ehrenamtlichen) Kirchenpflegemitgliedern und den entlöhnten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Pfarrerinnen und Pfarrern und den Sozialdiakoninnen und Sozialdiakonen ist ein Spannungsverhältnis. Diese gegenseitige Förderung ist aber eine wesentliche Voraussetzung für den Aufbau der gesamten Gemeinde.

Die (ehrenamtlichen) Kirchenpflegemitglieder sollen die Qualifikation der ordinierten Dienste anerkennen und den Rat ihrer Spezialisten schätzen. Die ordinierten Dienste sollen als Profis für theologische, seelsorgerliche, diakonische und soziale Fragen ernst genommen und konsultiert werden. Sie sind vor ungerechtfertigten Angriffen aus der Gemeinde zu schützen. Umgekehrt sollen die ordinierten Dienste ihre Ideen und Visionen für die strategische Planung und den Gemeindeaufbau der ganzen Kirchenpflege vorlegen und sich ihrem Urteil unterstellen. Sie sollen die Kirchenpflege in ihrer Arbeitgeber- und Aufsichtsfunktion respektieren und über die eigene Arbeit Rechenschaft ablegen. Sie sollen die Kompetenzen der Kirchenpflegemitglieder anerkennen und ihren ehrenamtlichen Einsatz schätzen.

Diese partnerschaftliche Gemeindeleitung ist nur in einem Klima des gegenseitigen Vertrauens und der Wertschätzung aller sinnvoll und möglich. In einem solchen Klima sind auch Kritik und Meinungsverschiedenheiten möglich. Das Ziel darf aber nicht sein, Recht zu behalten und die eigene Macht zu entfalten. In allem darf der eine grosse Auftrag der Gemeinde nie vergessen gehen: Gottes Liebe zu bezeugen und Menschen zu fördern, damit sie die Fülle des Lebens haben.

 

Die Landeskirche versteht sich als lernende Organisation. Sie ist auf Rückmeldungen aus den Kirchgemeinden angewiesen. Bitte melden Sie uns fehlerhafte oder veraltete Einträge oder Wünsche für Ergänzungen und Erweiterungen an gemeindeberatung@ref-aargau.ch.