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Werden Angestellte der Kirchgemeinde krank, muss die Gemeinde ihnen während sechs Monaten den vollen Lohn zahlen. Nach diesen sechs Monaten erhalten die erkrankten Mitarbeitenden die Leistungen der Krankentaggeldversicherung. Dies sind in der Regel 80 Prozent des bisherigen Lohnes. (Einzelne Kirchgemeinden haben eine Versicherung abgeschlossen, die 100 Prozent des Lohns übernimmt. Dies ist nicht notwendig und führt zu einer Überversicherung, da die (Kranken-)Taggelder sozialversicherungsbefreit sind.)

Im Gegensatz zu privaten Arbeitgebern ist es für die Kirchgemeinden obligatorisch, eine Krankentaggeldversicherung abzuschliessen. Sie muss mindestens folgende Leistungen umfassen: Auszahlung von 80 Prozent des Bruttolohns für 730 Tage, abzüglich der vereinbarten Wartefrist. Die Wartefristen können von der Kirchgemeinde frei gewählt werden und betragen häufig 30, 90 oder 180 Tage. Je länger die Wartefrist angesetzt wird, desto tiefer fallen die Prämien aus und desto höher ist das Risiko für die Kirchgemeinde, bei Krankheitsfällen hohe Kosten tragen zu müssen (Lohnfortzahlung für Erkrankte plus evtl. Kosten für eine Stellvertretung).

Die Prämie für die Krankentaggeldversicherung ab dem 181. Tag wird von der Kirchgemeinden und den Angestellten je zur Hälfte getragen. Schliesst die Kirchgemeinde eine Versicherung mit einer kürzeren Wartefrist ab, so trägt sie die Kosten für diesen Anteil der Prämie vollumfänglich.

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Rechtliche Grundlagen

 

 

 

§ 39 (s. dazu auch die Bemerkungen) und § 63 DLD

§ 45 und § 57 DLM

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Wichtige Hinweise

 

 

 

Die Kirchgemeinde ist bei der Wahl des Krankentaggeldversicherers frei.

Die Landeskirche hat mit der Allianz Suisse, Generalagentur Aarau, einen Rahmenvertrag für Kirchgemeinden abgeschlossen, der regelmässig überprüft wird. Innerhalb dieses Rahmens können Kirchgemeinden die für sie geeignete Versicherungslösung zusammenstellen. Über die Hälfte der 75 Kirchgemeinden haben so bei der Allianz eine Krankentaggeldversicherung abgeschlossen.

 

Die Landeskirche versteht sich als lernende Organisation. Sie ist auf Rückmeldungen aus den Kirchgemeinden angewiesen. Bitte melden Sie uns fehlerhafte oder veraltete Einträge oder Wünsche für Ergänzungen und Erweiterungen an gemeindeberatung@ref-aargau.ch.