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Für die ordinierten Mitarbeitenden der Kirchgemeinden gilt ein Mindestlohn. Dessen Höhe hängt von den folgenden drei Faktoren ab:

Funktion: Die Lohnansätze von Pfarrerinnen und Pfarrern sind höher als diejenigen von Sozialdiakoninnen und Sozialdiakonen. Dies widerspiegelt einerseits das unterschiedliche Ausbildungsniveau und andererseits die stärkere Belastung der Pfarrerinnen und Pfarrer durch die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.

Wohnsitz: Ordinierte haben normalerweise Wohnsitzpflicht in der Kirchgemeinde. Wenn sie nicht in der Gemeinde wohnen, kommt ein tieferer Mindestlohnansatz zur Anwendung. Dies ergibt sich daraus, dass mit der Präsenz in der Gemeinde in Normalfall auch eine höhere Belastung einhergeht und sich Berufs- und Privatleben schlechter trennen lassen.

Dienstjahr: Wie auch bei den nicht ordinierten Mitarbeitenden steigt die Lohnhöhe unabhängig von der Leistung mit den Dienstjahren an. Bei den Ordinierten erfolgt der Anstieg alle zwei (Dienst-)jahre bis zum 25. Dienstjahr in kleinen Schritten, bei den nicht ordinierten Mitarbeitenden alle fünf Jahre in grösseren Schritten. Weil die Löhne regelmässig automatisch ansteigen, ist die korrekte Berechnung des Anfangslohns sehr wichtig. Eine Höherstufung erfolgt immer zum 1. Januar eines Jahres.

Die Mindestlöhne sind auch bei Sozialdiakoninnen und Sozialdiakonen im Anstellungsverhältnis einzuhalten. Sozialdiakoninnen und Sozialdiakonen in berufsbegleitender Ausbildung erhalten (mindestens) einen Prozentsatz des Mindestlohns.

Stellvertretungen von Ordinierten erhalten ebenfalls den verbindlichen Mindestlohn, wenn sie angestellt werden. Für stellvertretende Einzeldienste durch Pfarrerinnen und Pfarrer sieht eine Verordnung Mindestansätze vor.

icon_rechtliches

 

Rechtliche Grundlagen

 

 

 

Anhang zum DLD

Verordnung zum DLD

 

 

 

icon_tipp

 

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