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Die Kirchenpflege ist eine Kollegialbehörde, die gesamthaft verantwortlich ist für ihre Beschlüsse und Anordnungen, für den Kirchgemeindeaufbau sowie für die Verwaltung der ihr anvertrauten kirchlichen Güter. Das Präsidium steht zwar der Behörde vor, es ist jedoch Behördenmitglied wie jedes andere. Co-Präsidien oder Teamleitungspräsidien sind von der Kirchenordnung explizit ausgeschlossen.

Nur wenige Aufgaben des Präsidiums sind gesetzlich geregelt:

die Leitung der Kirchgemeindeversammlung und der Kirchenpflegesitzungen,

die Einberufung und die Festlegung der Traktandenliste der Kirchenpflegesitzungen,

bei einem Pfarrwechsel die Leitung der Amtsübergabe an die Nachfolge zusammen mit einem Mitglied der Dekanatsleitung,

die Übergabe der Akten mit einer Auflistung der offenen Geschäfte am Amtsende an die Nachfolge.

Eine besondere Rolle hat das Präsidium des Tagungsorts einer Dekanatsversammlung bei Wahlvorschlägen für die Dekanatsleitungen. Näheres zu diesem Spezialfall steht in § 119 Abs. 1 der Kirchenordnung.

Die Kirchenpflege ist frei zu bestimmen, welche zusätzlichen Aufgaben das Präsidium wahrnehmen soll. In der Regel fallen dem Präsidium die Repräsentation der Kirchenpflege nach aussen sowie Führungs-, Planungs- und Koordinationsaufgaben zu. Häufig, aber nicht zwingend, ist die Präsidentin oder der Präsident auch für das Personal verantwortlich. Allfällige besondere Kompetenzen sind entweder in einem Ressortbeschrieb oder in der Geschäftsordnung zu regeln.

Wichtig für das Präsidium ist auch seine Vernetzung. Kontakte zu anderen Kirchgemeinden und zur politischen Gemeinde helfen, viele Fragen rasch und informell zu lösen. Die Präsidien eines Dekanats können sich zu Präsidienkonferenzen treffen. Dieser Austausch hilft, Anliegen und Probleme aus der Kirchgemeinde zu besprechen oder die Zusammenarbeit mit anderen Kirchgemeinden zu vertiefen. Die Dekanatsleitung steht den Präsidentinnen und Präsidenten (und den anderen Mitgliedern der Kirchenpflege) mit Rat und Tat zur Seite. Die Präsidien können die Unterstützung der Dekanatsleitung unter anderem in Anspruch nehmen in den Bereichen Amtsführung, Personalführung und in Konflikten sowie bei einem Wechsel im Präsidium.

Darüber hinaus ist das Präsidium auch berechtigt, gemeinsam mit Vizepräsidium oder Aktuariat oder gemeinsam mit dem Sekretariat Verträge und andere rechtserhebliche Dokumente mit Doppelunterschrift zu unterzeichnen. Anstellungsverfügungen verlangen Doppelunterschrift von Präsidium und Vizepräsidium oder Aktuariat.

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Hilfsmittel

 

 

 

Merkblatt für Leitende der Kirchgemeindeversammlung

Merkblatt Führung der Kirchenpflege - Rechtlicher Rahmen

Ablaufschema Kirchenpflegesitzungen leiten

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Schulungsangebot

 

 

 

Neu im Präsidium: Diese Weiterbildung wird jährlich durchgeführt und bietet sich an für Präsidentinnen und Präsidenten sowie die Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten. Ein besonderes Augenmerk gilt den Aufgaben des Präsidiums sowie der Leitung von Kirchenpflegesitzungen und Kirchgemeindeversammlungen.

Präsidienstamm: In einem informellen Rahmen können sich Präsidentinnen und Präsidenten sowie Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten über aktuelle Fragen aus ihrer Kirchgemeinde austauschen. Sie treffen sich einmal pro Quartal unter der Moderation der Gemeindeberatung.

Zum Bildungsangebot

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Rechtliche Grundlagen

 

 

 

Geschäftsordnung für Kirchgemeindeversammlungen

§ 8 Geschäftsordnung für Kirchgemeindeversammlungen

§§ 48 - 49 und § 115 Abs. 2 Ziff. 4 und Ziff. 6 Kirchenordnung

 

Die Landeskirche versteht sich als lernende Organisation. Sie ist auf Rückmeldungen aus den Kirchgemeinden angewiesen. Bitte melden Sie uns fehlerhafte oder veraltete Einträge oder Wünsche für Ergänzungen und Erweiterungen an gemeindeberatung@ref-aargau.ch.