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Die Diskussion um die Nutzung von WhatsApp-Gruppen hat sich im Mai 2018 verschärft. Wegen einer neuen Datenschutzrichtlinie müssen Jugendliche neu bestätigen, dass sie 16 Jahre alt sind bzw. ihre Erziehungsberechtigten müssen ihre Einwilligung zur Nutzung von WhatsApp geben. Zahlreiche Fragen in diesem Zusammenhang sind nicht geklärt.

Die Landeskirche empfiehlt derzeit (provisorische Empfehlung):

Eine rein juristische Betrachtung würde den Schluss nahe legen, bestehende WhatsApp-Chats zu löschen. Eine solche Empfehlung würde aber an der Realität vorbeizielen. Derzeit gibt die Landeskirche keine solche Empfehlung ab. Ob WhatsApp-Chats weiterhin betrieben werden sollen, müssen die einzelnen Kirchgemeinden selber entscheiden.

Das Thema eignet sich gut für die Diskussion mit Jugendlichen zu Fragen wie:

Gruppendruck – muss ich bei einem Chat mitmachen, auch wenn ich gar nicht will?

Moralisches Dilemma – soll ich wahrheitswidrig angeben, ich sei bereits 16 Jahre alt, um weiterhin WhatsApp nutzen zu können? Soll ich meine Eltern um ihre Zustimmung bitten? Würde ich auf die Nutzung verzichten, wenn meine Eltern ihre Zustimmung verweigern?

Was geschieht mit meinen Daten? Wie wichtig ist es mir, dass meine Daten vertraulich behandelt werden?

Wie finanzieren sich Unternehmen, die Dienstleistungen kostenlos anbieten?

Wäre ich bereit, auf eine Alternative zu WhatsApp auszuweichen? Wäre ich bereit, dafür zu bezahlen?

Ergibt die Diskussion, dass alle Chat-Teilnehmenden diesen Dienst weiterhin nutzen wollen, so kann er vorläufig weitergeführt werden. Anderenfalls ist der Chat zu löschen und sind Alternativen zu prüfen. Allenfalls kann die Kirchgemeinde die Kosten von Fr. 3.– pro Jugendliche/n übernehmen, wenn sich die Gruppe für den Wechsel auf Threema entschliesst.

Von der Einrichtung neuer Chats über WhatsApp mit Jugendlichen unter 16 Jahren ist derzeit abzusehen. Alternativ kann ein anderer Messenger-Dienst genutzt werden oder die Kommunikation von der Kirche zu den Jugendlichen erfolgt über Mail, per Post oder per SMS.

Die Landeskirche wartet die Beurteilung des Departements Bildung, Kultur und Sport (BKS) und der kantonalen Datenschutzbeauftragten ab, bevor sie eine eigene, definitive Empfehlung abgibt.

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Hilfsmittel

 

 

 

Ausführlicher Bericht mit Hintergrundinformationen zu den oben aufgeführten Empfehlungen

 

Die Landeskirche versteht sich als lernende Organisation. Sie ist auf Rückmeldungen aus den Kirchgemeinden angewiesen. Bitte melden Sie uns fehlerhafte oder veraltete Einträge oder Wünsche für Ergänzungen und Erweiterungen an gemeindeberatung@ref-aargau.ch.