Kirchenreform 26/30 - Prozess und Termine

Die Reformierte Kirche Aargau wird im Jahr 2030 eine andere sein. Vieles hat sich verändert: Wird die Kirche noch gehört und gebraucht, dient sie der Gesellschaft noch? Sie muss neue Wege finden, um für die Menschen wertvoll und relevant zu bleiben. Dazu hat der Kirchenrat Anfang 2021 einen umfassenden Veränderungsprozess unter dem Titel «Kirchenreform 26/30» angestossen. Der Prozess ist auf möglichst breite Beteiligung angelegt und startete im August 2021 mit sechs regionalen Veranstaltungen.

Führungsstruktur der Kirchenreform: Prozessleitungsteam und Steuerungsgruppe

Der Kirchenrat hat mit der Gesamtleitung des Prozess Kirchenreform 26/30 ein dreiköpfiges Team beauftragt mit: Kirchenratspräsident Christoph Weber-Berg, Marc Zöllner von der Fachstelle Gemeindeentwicklung als operativer Leiter Kirchenreform 26/30 und Nica Spreng, Pfarrerin der Kirchgemeinde, Suhr-Hunzenschwil, als Prozessbegleiterin. Sie bringt aus ihrer selbstständigen Tätigkeit als Beraterin in der Organisationsentwicklung einen reichen Erfahrungsschatz und Know-how für die Kirchenreform mit. Entstanden ist das Prozessleitungsteam aus der zehnköpfigen Steuerungsgruppe, weil ein «Kernteam» schneller und flexibler agieren kann als die Gesamtsteuerungsgruppe.


Das Prozessleitungsteam gestaltet und überwacht den Gesamtprozess mit den einzelnen Schritten und Etappenzielen gemäss den Vorgaben des Kirchenrates. Es nimmt Anpassungen vor und informiert den Kirchenrat über den Prozessverlauf, das Erreichen von Zielen und Meilensteinen und allfällige neue Entwicklungen. Das Prozessleitungsteam dient als Bindeglied zwischen dem Kirchenrat und der Steuerungsgruppe und bereitet die Sitzungen der Steuerungsgruppe vor. Es wird punktuell unterstützt durch den Organisationsberater Edoardo Ghidelli von der Entwicklungsberatung Trigon aus Luzern.

Die Steuerungsgruppe

Die Steuerungsgruppe ist in erster Linie kritische Begleiterin des Prozessleitungsteams: Sie berät in inhaltlichen Fragen und gibt Feedbacks zum Prozessverlauf und zur Planung. Sie prüft die Vorschläge der Prozessleitung und bringt Vorschläge, Fragen und Beobachtungen ein. Ausserdem stellt die Steuerungsgruppesicher, dass alle Aspekte eines Veränderungsprozesses wie Analyse, Kommunikation, Zukunftsaussichten, soziale Bedeutung etc. hinreichend beachtet werden. Ausserdem koordiniert und unterstützt die Steuerungsgruppe die acht Arbeitsgruppen, damit sie optimal wirken können. Sie wertet den jeweiligen Fortschritt aus, gibt Feedback und Unterstützung und stellt die Verbindung der Arbeitsgruppen untereinander sicher.

Darüber hinaus ist die Steuerungsgruppe für die Kommunikation der Kirchenreform zuständig: Sie informiert die unterschiedlichen Zielgruppen und schafft Kanäle, auf denen Interessierte sich mit ihren Feedbacks und Fragen in den Reformprozess einbringen können. Ausserdem gestaltet sie die öffentlichen Veranstaltungen zur Kirchenreform 26/30.

Meilensteine

Die Steuerungsgruppe hat für die Kirchenreform 26/30 die folgenden Meilensteine definiert:
2021: Öffentliche, regionale Aufbruchveranstaltungen
2022: Arbeit von Arbeitsgruppen
2023: Sammeln der Vorschläge aus den Arbeitsgruppen
2024: Grundsatzentscheid der Synode zur Kirchenreform 26/30
Bis 2026: Gesetzgebungsprozess, Vernehmlassungen
2026: Beschluss über die Kirchenreform 26/30 durch die Synode
Bis 2030: Umsetzung der Kirchenreform 26/30.

Mitglieder der Steuerungsgruppe

  • Catherine Berger (Kirchenrätin)
  • Gerhard Bütschi (Kirchenrat)
  • Jürg Hochuli (Bereichsleiter Gemeindedienste)
  • Céline Rickenbacher (Sozialdiakonin Kirchgemeinde Kirchberg)
  • Petra Schär (Bereichsleiterin Finanzen)
  • Nica Spreng (Pfarrerin Kirchgemeinde Suhr-Hunzenschwil)
  • Christoph Weber-Berg (Kirchenratspräsident)
  • Claudia Daniel-Siebenmann (Informationsdienst)
  • Marc Zöllner (Gemeindeentwicklung).

Arbeitsgruppen

In kleinen, vielfältigen und generationendurchmischten Arbeitsgruppe werden Antworten und Lösungsvorschläge für die der Kirche gestellten Herausforderungen erarbeitet. Es gibt acht Arbeitsgruppen zu den folgenden Themen:
1) Inhalte und Botschaft, 2) Amtshandlungen und Handlungsfelder, 3) Dienste in den Kirchgemeinden, 4) Mitgliedschaft, 5) Formen der Kirchgemeinde, 6) Digitalisierung, 7) Immobilien, 8) Finanzen.

Botschafterinnen und Botschafter der Kirchenreform

Um die Wahrnehmung der Kirchenreform 26/30 in der Öffentlichkeit zu verstärken, setzt das Prozessleitungsteam auf Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Wirtschaft, die sich als Botschafterinnen und Botschafter zur Verfügung stellen: Lilian Studer, Präsidentin der EVP Schweiz und Aargauer Nationalrätin.

Stets die Türe offenhalten

Rückmeldungen

In den breit und öffentlich angelegten Konsultationen, die in Form von Befragungen und Diskussionen an Veranstaltungen und auch auf digitalen Kanälen stattfinden sollen, werden die Lösungsvorschläge der Arbeitsgruppen präsentiert und auf ihre Tauglichkeit und Akzeptanz überprüft. Aufgrund der Rückmeldungen wird der Grundsatzentscheid der Synode zur Kirchenreform 26/30 vorbereitet.

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  • Nica Spreng 03 2018 1
    • Nica Spreng
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      • Mitglied Prozessleitungsteam Kirchenreform 26/30
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