Verhaltenskodex - Reformierte Landeskirche Aargau


Stritengässli 10 · Postfach · 5001 Aarau · Telefon 062 838 00 10 · www.ref-ag.ch · kirche@ref-aargau.ch


Startseite Kontakt Sitemap WikiRef ___________________

Schulungskurs zur Prävention
Schulungskurs zur Prävention von sexuellen Übergriffen mit der Fachstelle Limita im Februar 2019 im Kirchgemeindehaus Lenzburg.

Foto: Frank Worbs

Prävention von sexuellen Grenzverletzungen: Verhaltenskodex erscheint im Oktober

Im Juni 2018 beschloss die Synode Massnahmen zur Prävention von Grenzverletzungen und sexuellen Übergriffen in der Reformierten Landeskirche Aargau. Im Januar 2019 wurden über 300 angestellte und freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ganztägigen Veranstaltungen geschult, die auch weiterhin regelmässig durchgeführt werden. Ausserdem werden flächendeckend die erforderlichen Sonderprivatauszüge aus dem Strafregister angefordert. Als letzter Baustein des Massnahmenkatalogs erscheint nun der Verhaltenskodex mit Verpflichtungserklärung, den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unterzeichnen haben.


Prävention ist wichtiges Anliegen der Kirche
«Die Prävention von Grenzüberschreitungen und sexuellen Übergriffen ist der Kirche ein sehr wichtiges Anliegen. Es gehört zentral zum christlichen Menschenbild, dass die Würde, Integrität und spirituelle Selbstbestimmung aller Menschen gewahrt wird», schreibt der Kirchenrat im Vorwort zum Verhaltenskodex. Das neue Instrument für die Präventionsarbeit beschreibt zum einen Grundhaltungen für die Arbeit in der Reformierten Landeskirche Aargau, zum anderen definiert es Qualitätsstandards im Verhalten.

Im Verhaltenskodex geht es darum, Risikosituationen zu benennen und sorgfältig zu gestalten. Dies ist zentral für den Schutz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in der Kirche. Damit können Grenzverletzungen in Risikosituationen sachlich angegangen werden. Ein ausführlicher Anhang zum Verhaltenskodex stellt Risikosituationen dar, die sich in der täglichen Arbeit ergeben können, und zeigt auf, wie die Qualitätsstandards dazu beitragen können, vorausschauend zu planen, sich angemessen zu verhalten und Schwierigkeiten und Unsicherheiten im Team oder in der Supervision zur Sprache zu bringen. Ergänzende Reflexionsfragen, die für die persönliche und die gemeinsame Weiterarbeit verwendet werden können, schärfen das Bewusstsein für die Thematik.

Erarbeitet wurde der Verhaltenskodex mit Vertretungen aus kirchlichen Berufsgruppen: Mitglieder des Pfarrkapitels, des Diakonatskapitels und des Katechetikkonvents diskutierten Risikosituationen und Qualitätsstandards zusammen mit den beiden Präventionsbeauftragten der Landeskirche und einer Mitarbeiterin von Limita, der Fachstelle zur Prävention sexueller Ausbeutung.

Unterzeichnung der Verpflichtungserklärung
In der zweiten Hälfte Oktober wird der Verhaltenskodex an die Kontaktpersonen für Prävention in den Kirchgemeinden verschickt. Diese leiten ihn an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter. Pfarrerinnen und Pfarrer, Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone, Katechetinnen und Katecheten, Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter mit einer Anstellungsverfügung sind verpflichtet, den Verhaltenskodex mit Verpflichtungserklärung zu unterzeichnen. Die ordinierten Dienste reichen die unterzeichnete Verpflichtungserklärung beim Kirchenrat ein, die übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Kirchenpflege.

Verhaltenskodex für Freiwillige folgt

Der im Oktober erscheinende Verhaltenskodex betrifft die angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für ehrenamtliche und freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchgemeinden, die in ihrer Tätigkeit mit Kindern, Jugendlichen und Personen in Abhängigkeitsverhältnissen Kontakt haben, ist derzeit ein eigener Verhaltenskodex in Arbeit. Dieser wird Anfang 2021 an die Kirchgemeinden verschickt.

Kerstin Bonk, Fachstelle Frauen, Männer, Gender



Aufgeschaltet am 28. September 2020
zurück...