Regeln für Gottesdienste, Veranstaltungen, Kasualien, Gesang und Unterricht

Corona und Einschränkungen - Hinweise und Regeln

Veröffentlicht am 23. Dezember 2021

Die reformierte Kirche geht verantwortungsbewusst und sorgfältig mit der Corona-Pandemiesituation um, so dass möglichst viele Menschen möglichst sicher am kirchlichen Leben teilnehmen können und niemand aufgrund eines Impfstatus diskriminiert wird. Dabei hält sie sich an die nationalen und kantonalen Vorgaben durch den Bundesrat bzw. die politischen Behörden. Sie beachtet die vorgeschriebenen Schutzmassahmen und empfiehlt mit den Kirchgemeinden, wie diese umgesetzt werden sollten.

Dazu gehören zurzeit insbesondere die geltende Zertifikatspflicht und die Maskentragpflicht bei Veranstaltungen in Innenräumen. Für die konkrete Umsetzung sind aber die einzelnen Kirchgemeinden zuständig, die eigene Schutzkonzepte haben müssen. Die Landeskirche stellt dafür Vorlagen zur Verfügung. Was also vor Ort oder für eine bestimmte Veranstaltung gilt, liegt in der Kompetenz der jeweiligen Kirchgemeinde und muss man vor Ort erfragen und abklären.

Generelle Maskentragpflicht in Innenräumen

Im Kanton Aargau gilt seit 6. Dezember 2021 eine generelle Maskentragpflicht in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen und in Büroräumlichkeiten (bei Anwesenheit von mehr als zwei Personen) und im Aussenbereich von Veranstaltungen – und zwar auch dann, wenn keine Zertifikatspflicht besteht. In Schulen und somit auch im kirchlichen Unterricht gilt die Maskentragpflicht ab der 5. Primarschulklasse. Ab dem 10. Januar 2022 gilt eine Maskentragpflicht ab der 1. Primarschulklasse.

Gottesdienste und Veranstaltungen im Innenbereich

Für alle öffentlichen Veranstaltungen in Innenräumen - ausser für Gottesdienste (s.u.) gilt grundsätzlich eine 2G-Zertifikatspflicht. Der Zugang ist auf Personen beschränkt, die genesen oder geimpft sind («2G») und ein gültiges Zertifikat vorweisen können. Von der Zertifikatspflicht ausgenommen sind Personen unter 16 Jahren. Zusätzlich gilt für alle Veranstaltungen in öffentlichen Innenräumen (auch Gottesdienste, auch Veranstaltungen mit Zertifikatspflicht) die Pflicht, eine Gesichtsmaske zu tragen, um Ansteckungen zu vermeiden.


Gottesdienste im Innenbereich mit maximal 50 Teilnehmenden – inklusive Kinder und aktive Mitwirkende, aber exklusive im Hintergrund Beteiligte – sind aus grundrechtlichen Überlegungen (freie Ausübung der Religion) von der Zertifikatspflicht ausgenommen worden. Solche Gottesdienste können ohne Zertifikat durchgeführt werden. Es muss aber ein Schutzkonzept vorliegen und umgesetzt werden mit Abstands- und Hygieneregeln, und es gilt die Maskentragpflicht. Zudem müssen die Kontaktdaten der Anwesenden erfasst werden (zum Beispiel durch eine vorgängige (Online-)Registrierung). Es dürfen keine Speisen und Getränke konsumiert werden, bzw. bei Konsumationen im Anschluss an Gottesdienste («Kirchenkaffees») sind nur Personen mit Zertifikat zugelassen. Gottesdienste im Innenbereich mit mehr als 50 Personen unterstehen der oben beschriebenen Zertifikatspflicht.



Die Kirchenpflegen müssen im Vorfeld jedes Gottesdienstes festlegen und kommunizieren, ob es sich um einen Gottesdienst mit maximal 50 Personen ohne Zertifikat oder mit voraussichtlich über 50 Personen und Zertifikatspflicht handelt. Die nachträgliche Umwandlung eines Gottesdiensts ohne Zertifikat oder mit Zertifikatspflicht (wenn z.B. mehr als 50 Personen erscheinen) ist nicht möglich. Der entsprechende Entscheid der Kirchenpflege im Vorfeld ist einzuhalten.

Der Kirchenrat empfiehlt, Gottesdienste wenn immer möglich nicht der Zertifikatspflicht zu unterstellen, damit ihr grundsätzliches Merkmal, dass sie allen Menschen offenstehen, erhalten bleibt. Deshalb sollten nur Gottesdienste zu speziellen Anlässen oder Feiertagen, bei denen viele Teilnehmende zu erwarten sind (z.B. Bettag, Weihnachten, Trauung), als zertifikatspflichtig ausgeschrieben und durchgeführt werden. Sollte die Aussicht bestehen, dass die 50er-Grenze erreicht wird, empfiehlt der Kirchenrat, mit einem Anmeldesystem zu arbeiten, damit die Gefahr ausgeschlossen werden kann, dass jemand an der Türe abgewiesen werden muss.

Trauungen und Abdankungen

Für Trauungen und Abdankungen gelten die gleichen Regeln wie für Gottesdienste. Es empfiehlt sich , die Durchführungsmodalitäten nach Möglichkeit mit den betroffenen Familien abzusprechen. Der Kirchenrat rät dazu, Abdankungen wenn immer möglich als Gottesdienste ohne Zertifikat, d.h. mit maximal 50 Personen, auszuschreiben und durchzuführen.

Weitere kirchliche Veranstaltungen im Innenbereich


Sonstige kirchliche Veranstaltungen wie Bibelabende, Altersnachmittage und Kulturanlässe, die öffentlich zugänglich sind, unterliegen neu der Zertifikatspflicht, auch bei weniger als 30 Teilnehmenden.

Veranstaltungen und Gottesdienste im Aussenbereich, Kirchenkaffee und Konsumation

Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen im Freien mit bis zu 300 Teilnehmenden sind ohne Zertifikat möglich. Kirchenkaffees und Apéros im Aussenbereich sind ohne Zertifikat möglich. Dabei besteht eine Sitzpflicht.


Im Innenbereich besteht bei allen Konsumationen eine Zertifikats-Pflicht. Konsumationen im Aussenbereich sind ohne Zertifikat möglich. Es gelten aber weiterhin die bisherigen Schutzkonzepte, Abstand zwischen den Tischen etc.

Behörden und Kirchgemeindeversammlungen

Kirchenpflegesitzungen und Kirchgemeindeversammlungen (unabhängig von der Teilnehmendenzahl) dürfen nur ohne Zertifikatspflicht aber mit Schutzkonzept und Maskentragpflicht durchgeführt werden. Auch betriebsnotwendige Sitzungen der Mitarbeitenden können ohne Zertifikat, aber mit Maskentragpflicht durchgeführt werden.

Über weitere Massnahmen werden die Kirchgemeinden bei einer wesentlichen Veränderung der Situation per Mail informiert. Für Fragen steht die Gemeindeberatung in der Regel Montag bis Freitag von 8:30 bis 11:30 Uhr zur Verfügung: gemeindeberatung@refaargau.ch oder Tel. 062 838 06 50.

Briefe an die an die Aargauer Kirchgemeinden zur Corona-Situation