Medienmitteilung – Einmal im Jahr ordiniert die Reformierte Kirche Aargau in einem feierlichen Gottesdienst Frauen und Männer, die ihre theoretische und praktische Ausbildung abgeschlossen haben. So auch am Sonntag, 16. August 2026. In ihrer gemeinsamen Predigt zur Jahreslosung «Siehe, ich mache alles neu» ermutigten die Kirchenratsmitglieder Christoph Weber-Berg und Beat Maurer die Ordinandinnen und Ordinanden im Vertrauen auf Gottes Verheissung an der Zukunftsvision mitzubauen.
Kirchenratspräsident Pfarrer Christoph Weber-Berg und Kirchenrat Sozialdiakon Beat Maurer stellten in ihrer Predigt die Jahreslosung «Siehe, ich mache alles neu.» in den Mittelpunkt und deuteten sie als Verheissung von Hoffnung, Gerechtigkeit und einer neuen Schöpfung – gerade angesichts von Leid und Krisen. Die neu Ordinierten wurden mit Blick auf diese grosse, zukünftige Vision ermutigt, schon heute durch Verkündigung, Seelsorge und Diakonie konkret an dieser Vision mitzuwirken. Die Jahreslosung sei dabei kein moderner Motivationsspruch, der zu Höchstleistungen anstacheln solle, sondern weise auch sanft auf unsere Grenzen hin und lade ein, die Aufgaben aus dem Vertrauen und der Kraft anzupacken, die Gott schenkt. Die Ordinandinnen und Ordinanden brächten aus ihrer Ausbildung ein reich gefülltes Werkzeugset für die Arbeit in den Gemeinden mit, mit dem sie dazu beitragen können, dass Neues entsteht und dass der Himmel im Alltag der Menschen spürbar wird – passend zum Motto der Kirchenreform: «Wie im Himmel, so im Aargau.»
Feierliche Ordinationshandlung
Zur feierlichen Ordinationshandlung versammelten sich alle Beteiligten und die weiteren im Gottesdienst anwesenden Ordinierten im vorderen Teil der Kirche – als Zeichen, dass die neu Ordinierten in eine Gemeinschaft von ordinierten Mitarbeitenden aufgenommen werden. Die gemeinsame Ordination für das Pfarramt und das Sozialdiakonische Amt in der Reformierten Landeskirche Aargau ist Ausdruck eines Amtsverständnisses auf Augenhöhe: So wie beide Ämter in einem gemeinsamen Gottesdienst mit einem Gelübde ordiniert werden, arbeiten auch beide Ämter in den Gemeinden gleichberechtigt zusammen.
Kirchenratspräsident Pfarrer Christoph Weber-Berg ordinierte mit einem Segenswunsch nach dem Theologiestudium und der Praxisausbildung drei Pfarrpersonen, Dominik Grütter, Vera Husfeldt und Marie-Madeleine Minder. Kirchenrat Sozialdiakon Beat Maurer ordinierte ebenfalls mit einem Segen drei Sozialdiakoninnen -diakone: Micha Hofer, Emanuel Liechti und Caroline Steiner-Schmid. Die Ausbildungsverantwortlichen oder Vertretungen der Ausbildungsgemeinden gaben den Ordinierten Bibel- und Segensworte mit auf den Weg.
Das Reich Gottes suchen und mitbauen
An den Statements der frisch Ordinierten im Liturgieheft zeigt sich der Wunsch, gemeinsam mit den Menschen das Reich Gottes zu suchen und daran mitzubauen:
- Dominik Grütter hat sein Vikariat in der Kirchgemeinde Winterthur Seen absolviert und wird ab August das Pfarramt in Will SG übernehmen: «Gott begegnet uns nicht nur dort, wo alles schon rund und schön ist, sondern auch mitten im Unfertigen, Zerbrochenen und Suchenden.»
- Micha Hofer arbeitet als Sozialdiakon in der Kirchgemeinde Meisterschwanden-Fahrwangen: «Ich freue mich auf alles, was vor mir liegt, mit Offenheit, Humor und dem Vertrauen, dass Gott mitten im Alltag wirkt.»
- Vera Husfeldt hat ihr Vikariat in der Kirchgemeinde in Malans absolviert und wird ab August das Pfarramt in der Kirchgemeinde Kirchberg (AG) übernehmen: «In der Primarschulzeit malte ich mir bereits eine geradlinige Karriere als Pfarrerin aus. Zum Glück sind irdische Wege niemals geradlinig, sodass ich die Zeit hatte, noch etwa 50 Jahre, um die eine oder andere säkulare Ecke schauen zu können, bis es jetzt doch so weit ist.»
- Emanuel Liechti arbeitet als Sozialdiakon in der Kirchgemeinde Rothrist: «Mit meiner Arbeit möchte ich einen Beitrag leisten – im Dienst am Reich Gottes und zum Wohl der Menschen.»
- Marie-Madeleine Minder hat ihr Vikariat in der Kirchgemeinde Lenzburg-Hendschiken-Othmarsingen absolviert und hat ab August dort auch eine Pfarrstelle übernommen: «Mich beschäftigen die grossen Fragen menschlicher Existenz: Was trägt uns? Woraus schöpfen wir Hoffnung?»
- Caroline Steiner-Schmid arbeitet als Sozialdiakonin in der Kirchgemeinde Erlinsbach: «Die Zusage von Jesus inspiriert mich immer wieder neu, diesen Frieden zu suchen und auch andere auf den wirklichen Friedensbringer, Jesus Christus, den auferstandenen Sohn Gottes, hinzuweisen.»
Gute Wünsche und Geschenke mit auf den Weg
Im Anschluss an die Ordinationshandlung richtete Pfarrer Philippe Kneubühler im Namen des Rats der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz EKS ein Grusswort an die Ordinierten. Er erinnerte die sie daran, dass sie nie allein sind: Der Auferstandene begleite sie und auch die Gemeinschaft der Gläubigen stehe ihnen im Gebet zur Seite. Er wünschte viel Freude im Amt und überreichte eine EKS-Schoggitafel.
Pfarrerin Kristin Lamprecht, Co-Präsidentin des Pfarrkapitels, begrüsste die neuen Kolleginnen und Kollegen im Namen des Vorstands des Pfarrkapitels und sagte, die frisch Ordinierten hätten in der Ausbildung und zum Berufsstart bereits viele gute Tipps erhalten. Sie überreichte daher als Geschenk Ovomaltine-Riegel: «Damit könnt ihr es nicht besser, aber länger».
Sozialdiakonin Céline Rickenbacher-Slavkovsky, Präsidentin des Diakonatskapitels, hiess die neuen Mitarbeitenden im Namen des Diakonatskapitel-Vorstands willkommen und schenkte verschiedene Gewürze, denn auch in kleiner Menge verleihen Gewürze dem Essen Charakter und das gewisse Etwas.
Sara El Hachimi am Saxofon und Kantor Dieter Wagner am Flügel umrahmten die Feier musikalisch. Beim anschliessenden Apéro wurde auf die Ordination angestossen.
Ihre Ansprechpersonen
- Christoph Weber-Berg
-
- Pfarrer
- Dr. theol.
- Präsident des Kirchenrats
- zum Profil
- Beat Maurer
-
- Mitglied des Kirchenrats
- Sozialdiakon
- zum Profil
- Claudia Daniel-Siebenmann
-
- Pfarrerin
- Kommunikationsleiterin
- Mitglied Herausgeberkommission
- Dr.
- zum Profil