Die Synodesitzung beginnt 8.15 Uhr mit einem Gottesdienst. Ab 9.15 Uhr wird hier im Live-Ticker über die Verhandlungen und die Ergebnisse berichtet. Die Neuwahl des Kirchenratspräsidiums ist am Vormittag traktandiert. Der Synode schloss um 15.27 Uhr.
Mit der deutlichen Wahl der langjährigen Kirchenrätin Catherine Berger im ersten Wahlgang zur Präsidentin des Kirchenrats für die Amtsperiode 2027-2030 setzte die Synode auf Kontinuität. Der nichtgewählte Kandidat Martin Kuse stand für eine stärkere Verankerung an der Basis der Kirchgemeinden. Neben den beiden sehr unterschiedlichen Kandidaturen – Frau vs. Mann, Juristin vs. Pfarrer, langjähriges Kirchenratsmitglied vs. frischer Aussenblick – war die Wahl auch eine Strukturentscheidung: Die bisher gemeinsam geführten Ämter – Kirchenratspräsidium und Leitung der Landeskirchlichen Dienste – werden neu, unter dem Präsidium von Catherine Berger, getrennt geführt, während Martin Kuse beide Aufgaben übernommen hätte. Die Synode sprach sich somit auch für eine Trennung zwischen strategischer und operativer Ebene aus – eine Abwägung, die für die Mehrheit der Synodalen in der Gesamtabwägung ausschlaggebend war.
Informationen aus dem Kirchenrat und Verschiedenes
Da derzeit keine parlamentarischen Vorstösse offen sind, informierte Kirchenrat Beat Maurer über die unter dem Experimentierartikel laufenden Projekte in den Kirchgemeinden Rothrist, Aarburg und Wegenstetten. Die Projekte in Rothrist und Aarburg seien erst vor einem halben Jahr bewilligt worden.
In Rothrist geht es um erweiterte pastorale Einsätze eines Sozialdiakons, um ein neues Modell zu erproben, das es theologisch gebildeten Personen ohne Wahlfähigkeitszeugnis ermöglicht, pastorale Dienste zu übernehmen – in klar geregelter, qualitätsgesicherter Form. Ziel sei, herauszufinden, ob dieser Weg ein Beitrag zur Entlastung beim Pfarrmangel sein könne.
In der Kirchgemeinde Aarburg werde ein «Minimalpfarramt» (30 Stellenprozent) und neue Wege der Gemeindebeteiligung, die durch einen Coach gefördert wird, erprobt. Auch neue Gottesdienstformen mit Einbezug der Gemeinde werden erprobt. Ziel sei eine stärkere Beteiligung und Befähigung von Gemeindemitgliedern und die Klärung von nicht-pfarramtlichen Rollen.
Das dritte Experiment im Wegenstettertal – die Zusammenarbeit mit der JUSESO Fricktal und der römisch-katholischen Kirche in einer Ausbildungsstelle im Bereich Sozialdiakonie/Jugendarbeit – wurde vorzeitig beendet. Die Diskrepanz zwischen Anforderungen und Angebot in der Ausbildung führte dazu, dass sich die Auszubildende anders orientiert hat.
Daneben wies Beat Maurer auf zwei Veranstaltungen hin: den Gedenkgottesdienst für Pfarrerin Sylvia Michel am Sonntag in Ammerswil und die theologische Tagung zur Zukunft der Kirche im September in Lenzburg.
Unter «Verschiedenes» gab es keine Wortmeldungen. Synodepräsident Lutz Fischer wies noch auf weitere Termine, unter anderem die Präsentation des Konzepts «überregionale Zusammenschlüsse» hin. Die Synodesitzung schloss nach dem Schlusswort von Synodepräsident Lutz Fischer um 15.27 Uhr.
Änderungen bei der Archivierung
Christine Bruggisser, Wohlen-Villmergen, sprach im Namen der GPK: die nötige Anpassung der Gesetzestexte sei eine Folge der Einführung des Geschäftsverwaltungssystems und der teilweise bereits erfolgten und geplanten Überführung der Archivbestände der Landeskirche ins Staatsarchiv. Die GPK empfehle daher die Annahme des Geschäfts.
Kirchenrätin Barbara Stüssi-Lauterburg erläuterte nochmals die Details des Geschäfts. Diskussionslos und einstimmig wurde das Geschäft von der Synode genehmigt.
Passives Wahlrecht bei ehrenamtlichen Behörden
Annett Wege, Seengen, sprach sich im Namen der GPK für den Antrag aus. Die vorgeschlagene Regelung trage den heutigen gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung und könne die Kirchgemeinden bei der Suche nach geeigneten Behördenmitgliedern entlasten. Die GPK bemerkt, dass eine vorgängige Abklärung eines möglichen Finanztransfers sinnvoll gewesen wäre.
Kirchenrat Christian Bieri wies darauf hin, dass dies – am Ende des Tages – nochmals eine entscheidende Vorlage sei. 2007 sei die freie Wahl der Kirchgemeinde von der Synode beantragt worden. Dies sei nie umgesetzt worden, da der Steuerausgleich unter den Kirchgemeinden zu komplex gewesen wäre. Einzelne Anliegen der freien Wahl der Kirchgemeinde werden nun umgesetzt.
Ohne Diskussion, mit sieben Gegenstimmen und zwei Enthaltungen wurden die Anträge genehmigt.
Vereinheitlichung von Krankentaggeld- und Unfallversicherung
Christian Vogt, Frick, sprach im Namen der GPK: das Geschäft habe zu Diskussionen innerhalb der GPK geführt. Auch wenn die Vorlage gut ausgearbeitet sei, wären jedoch einige Punkte schwammig formuliert, etwa die Anpassung in «regelmässigen Abständen». Die versprochenen Vorteile würden vom Kirchenrat sehr optimistisch eingeschätzt. So wie die Kirche kein Immobilienbewirtschafter sei, sei sie auch kein Versicherungsmakler. Insgesamt empfehle die GPK mehrheitlich die Annahme des Geschäfts und hoffe, dass die bemängelten Punkte transparent beantwortet werden.
Caroline Wüst, Unterentfelden, brachte einen Änderungsvorschlag ein: die «regelmässigen Abstände» sollten präziser definiert werden. Der Kirchenrat solle die Bedingungen jeweils vor Ende der Vertragsdauer prüfen. Christian Vogt, Frick, riet davon ab, diese Formulierung fix in den Rechtstext zu übernehmen.
Die Synode lehnte den Änderungsantrag mit 10 Stimmen, 84 Gegenstimmen und 25 Enthaltungen ab.
Ohne weitere Diskussion stimmte die Synode dem Geschäft mit fünf Gegenstimmen und zwei Enthaltungen grossmehrheitlich zu.
Verkauf Einfamilienhaus und vier Eigentumswohnungen der Landeskirche
Roland Frauchiger, Thalheim, sprach im Namen der GPK: Die GPK sei in der Diskussion zum Schluss gekommen, dass es nicht Aufgabe der Landeskirche ist, dem HEKS vergünstigte Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Die bisherige Miete sei kaum marktkonform gewesen. Die damit gewährte Unterstützung ginge am Budget der Landeskirche vorbei, was nicht transparent sei. Er empfahl daher, dem Verkauf zuzustimmen. Die Verwendung des Verkaufserlöses solle später separat beantragt werden.
Kirchenratspräsident Christoph Weber-Berg griff einzelne Aspekte heraus: Der Verkauf sei Teil der Immobilienstrategie der Landeskirche; Instandhaltungskosten und Mietertrag seien nicht im Gleichgewicht; die Immobilienbewirtschaftung binde Ressourcen und sei kein Kerngeschäft der Landeskirche.
Die Synode stimmte diskussionslos, mit nur drei Gegenstimmen und vier Enthaltungen dem Verkauf zu.
Lutz Fischer teilte mit, dass eine Petition zum Verkauf des Hauses eingegangen sei: Eine Bewohnerin brachte zum Ausdruck, dass sie das von ihr bewohnte Haus selber kaufen wolle. Dem Kirchenrat stehe es frei, es zu einem angemessenen Preis auch an sie zu verkaufen.
Anrechnung von Pfarrhaus oder Pfarrwohnung
Susanne Geissberger Brunner, Suhr-Hunzenschwil, sprach im Namen der GPK, die einstimmig empfiehlt auf das Geschäft einzutreten und den Antrag anzunehmen.
Kirchenrat Gerhard Bütschi erläuterte das Geschäft: es gebe dadurch keine Änderung an den Bruttolöhnen, nur die Lohnabzüge für das Bewohnen des Pfarrhauses oder einer Pfarrwohnung werden von bisher 1 500 auf 1 600 Franken pro Monat erhöht.
Die Synode nahm die Änderungen diskussionslos und mit nur zwei Gegenstimmen an.
Besoldungsindex für das Jahr 2027
Susanne Geissberger Brunner, Suhr-Hunzenschwil, sagte im Namen der GPK, dass die Anhebung eine Formsache sei, da die Löhne an den Landesindex der Konsumentenpreise gekoppelt seien und empfahl Annahme.
Kirchenrat Rolf Fäs führte aus, dass es sich um Minimalbesoldungen und Richtlöhne handle.
Die Erhöhung des Besoldungsindex wurde ohne Diskussion und mit nur einer Gegenstimme genehmigt.
Jahresrechnungen 2025
Sabine Zehnder, Aarau, sprach im Namen der GPK und sagte, die Jahresrechnung schliesse mit einem erfreulichen Ertragsüberschuss ab, was auf eine vorsichtige Budgetierung und die konsequente Umsetzung der Sparbemühungen zurückzuführen sei. Der Überschuss sei dennoch primär auf Stellenvakanzen, Projektverschiebungen und andere Sondereffekte zurückzuführen. Sie empfahl Annahme der Rechnung.
Kirchenrat Rolf Fäs hob in seiner Ausführung hervor, dass das Kirchenfest im Rahmen der Kostenvorgaben abgeschlossen wurde und ging auf die Unterstützungsangebote für Kirchgemeinden ein. Beim Dienstleistungszentrum sei die Nachfolge mittlerweile geregelt.
Die Jahresrechnungen und die Verwendung des Ertragsüberschusses wurden ohne Diskussion und einstimmig genehmigt.
Gesamterneuerungswahlen Rekursgericht
Für die Gesamterneuerungswahlen des Rekursgerichts – Präsidium, vier Mitglieder, zwei Ersatzmitglieder – kandidierten alle bisherigen Mitglieder und wurden im ersten Wahlgang gewählt:
- Frank Gantner, Aarau, Präsidium (bisher)
- Anja Kaufmann, Aarau Rohr, Mitglied (bisher)
- Rosmarie Keller-Haller, Brugg, Mitglied (bisher)
- Pfarrer Rudolf Gebhard, Zofingen, Mitglied (bisher)
- Martina Elisabeth Bruggisser, Wohlen, Mitglied (bisher Ersatzmitglied)
- Andreas Urech, Muhen, Ersatzmitglied (bisher Mitglied)
Der Sitz für ein Ersatzmitglied bleibt vakant.
Jahresbericht 2025
Im Namen der GPK beantragte Urs Schertenleib, Bremgarten-Mutschellen, die Annahme des Jahresberichts und dankte insbesondere für das Kirchenfest im September 2025 und stellte Fragen zu den interprofessionellen Teams – dies sei keine Innovation, sondern werde bereits in Kirchgemeinden gelebt – sowie zur Stiftung denkmalgeschützter Kirchengebäude – der Text sei etwas knapp gehalten.
Kirchenratspräsident hob in seinem Votum ebenfalls das Kirchenfest hervor und präzisierte, was mit interprofessionellen Teams gemeint ist. Er ging auf die im Jahresbericht nur kurz erwähnten Experimente gemäss Experimentierartikel ein: die Experimente seien erst angelaufen. Daher könne noch kein detaillierter Bericht gegeben werden. Projekte, die aus dem Innovationsfonds finanziert werden, seien auf der Webseite aufgeschaltet. Die Bereiche Seelsorge und Palliative Care würden durch Kooperationen aufgewertet und gestärkt.
Wortmeldungen:
- Sigwin Sprenger, Bremgarten-Mutschellen, sagte das Kirchenfest 2025 sei ein besonderes Highlight gewesen. Die Haltung des gegenseitigen Respekts war ein grosses Zeichen nach Aussen. Er dankte für die Planung und Durchführung und beantragte, dass ein solches Kirchenfest einmal pro Amtsperiode stattfinden solle. Er reichte eine mündliche Motion ein. Im Weiteren erwähnte er, dass das «reformiert.» tatkräftig über Anlässe in Aargauer Kirchgemeinden berichte.
Nach kurzer Diskussion erklärte der Kirchenrat die Annahme dieser mündlichen Motion. Catherine Berger sagte, diese Motion bedeute «Wasser in den Rhein tragen». Gemeinsames Feiern sei auch im Sinne des Kirchenrats und solle bei zukünftigen Festen weiter in die Gesellschaft hineingetragen werden.
- Joel Guggisberg, Zofingen, fragte, welche Pläne bestünden, um zusätzliche Erträge zu generieren. Ob dies auf Seiten der Kirchgemeinden liege oder ob auch die Landeskirche Lösungen erarbeite.
Christoph Weber-Berg antwortete im Namen des Kirchenrats: der Landeskirche gelinge dies durch Kooperationen bei Seelsorge, Palliative Care oder dem FinK-Kurs. Im urbanen Raum in Basel, wo Landeskirche und Kirchgemeinden enger vernetzt sind, seien die Voraussetzungen anders als im Aargau. Auch Kirchgemeinden sollten voneinander lernen.
Joel Guggisberg brachte eine mündliche Motion ein, dass der Kirchenrat Massnahmen zur Generierung neuer Erträge ausarbeiten und der Synode vorlegen sollte.
Christoph Weber-Berg antwortete, es würden bereits zahlreiche zusätzliche Finanzquellen für Kirchgemeinden erarbeitet, z.B. mit der Immobilienstiftung. Erfahrungen aus Kirchgemeinden würden auch bereits gesammelt und entsprechend in der Beratung umgesetzt. Eine Motion sei ein scharfes Instrument und müsse mit Gesetzesanpassungen umgesetzt werden. Er wolle die parlamentarischen Freiheiten nicht einschränken, aber eine Interpellation oder ein Postulat wären allenfalls geeigneter.
Roland Frauchiger, Thalheim, stellte einen Ordnungsantrag: es sei nicht vorgesehen, dass eine mündliche Motion in ein Postulat umgewandelt werde und es stehe nicht in der Synodeordnung, dass eine Motion Gesetzesanpassungen nach sich ziehen müsse.
Synodepräsident Lutz Fischer erläuterte, dass beim Jahresbericht nur mündliche Motionen, nicht Postulate oder Interpellationen gestellt werden sollten
Die Sitzung wurde für eine Mittagspause unterbrochen.
- Joel Guggisberg zog seine Motion zurück. Weiterhin stellte er eine Frage zum Thema «Frauen, Männer, Gender», ein Thema, wo überhaupt keine Männer oder Väter vorkämen. Ein anderes Anliegen seien ihm die Kantonsschulen. Der Unterricht an den Kantonsschulen sei beendet worden. Ihn störe die Formulierung, die so klinge, als hätte die Synode für die Einstellung des Unterrichts votiert.
Der Jahresbericht wurde einstimmig angenommen.
Wahl der sechs Mitglieder des Kirchenrats
Neben der Wahl des Präsidiums standen an der Synode auch die Gesamterneuerungswahlen für die sechs Mitglieder des Kirchenrats für die Amtsperiode 2027-2030 an. Abgesehen vom derzeit amtierenden Präsidenten Christoph Weber-Berg und der zukünftigen Präsidentin Catherine Berger stellten sich alle bisherigen Mitglieder des Kirchenrats für eine Wiederwahl zur Verfügung. Für die sechs Sitze liegen somit nur fünf Kandidaturen vor.
Im Namen der Fraktionspräsidien ergriff Sabine Zehnder, Aarau, das Wort: Da erst seit gerade eben bekannt sei, wer das Präsidium übernehme, könne auch erst jetzt nach Kandidierenden mit geeigneten Kompetenzen für den freien Sitz gesucht werden. Sie schlug daher vor, die Wahl für den sechsten, verbleibenden Sitz auf die November-Synode zu verschieben.
Auf den 136 gültigen Wahlzetteln wurden 648 Stimmen abgegeben. Das absolute Mehr lag somit bei 55 Stimmen. Alle Kandidierenden wurden mit jeweils mindestens 120 Stimmen im ersten Wahlgang gewählt.
Der Ordnungsantrag von Sabine Zehnder wurde angenommen und die Wahl des sechsten Sitzes auf die Herbstsynode verschoben.
Neuwahl des Kirchenratspräsidiums
Die beiden Kandidierenden für das Synodepräsidium – Catherine Berger und Martin Kuse – wurden von der Geschäftsprüfungskommission (GPK) – Sabine Zehnder, Aarau, und Annett Wege, Seengen – vorgestellt.
Sabine Zehnder sagte, es seien zwar nur zwei Kandidierende, aber dennoch eine echte Wahl. Sie empfahl Catherine Berger zur Wahl, da sie – zwar kein Theologiestudium – aber dafür langjährige Erfahrung in der Kirchenleitung mitbringe. Ihr Hintergrund als Juristin und ihre gute Vernetzung auch im Rat der EKS seien wichtig für die Zukunft der Landeskirche.
Annett Wege empfahl Martin Kuse – Theologe, Seelsorger, Pfarrer mit tiefer Verwurzlung im Aargau zur Wahl – vor. Er bringe den Blick der Basis ein, da er als Gemeindepfarrer und Dekan im Dekanat Lenzburg Sorgen, Nöte und Herausforderungen der Kirchgemeinden kenne. Er stehe für eine Landeskirche, die die Kirchgemeinden begleitet, vernetzt und unterstützt – nicht nur verwaltet. Strategische Verantwortung und operative Nähe sei im Reformprozess wichtig, da Reformen nicht nur am Schreibtisch, sondern im Kontakt mit den Menschen entstünden.
Vor der Wahl gab es zahlreiche Wortmeldungen:
- Maria Trost, Mellingen, schlug im Namen der Fraktion Lebendige Kirche vor, Catherine Berger zu wählen, da sie Erfahrung und Vernetzung mitbringe und die Kirchenreform ihr Herzensanliegen sei. Die Fraktion Lebendige Kirche unterstütze Catherine Berger einstimmig.
- Roland Schwendener, Oftringen, sprach im Namen der Evangelischen Fraktion. Er hob die Unterschiede zwischen beiden Kandidierenden hervor und sagte beide Kandidierenden wären gut wählbar, die interne Diskussion habe jedoch ergeben, dass eine Mehrheit der Fraktion Catherine Berger unterstütze und die Evangelische Fraktion daher Catherine Berger empfehle.
- Gregor Dätwyler, Baden, berichtete aus seinen Begegnungen mit Martin Kuse, die ihn geprägt haben und ihn als eher «Kirchenfernen» für die Mitarbeit im Reformprozess und in der Synode gewonnen haben.
- Doris Lüscher, Zofingen, sagte sie würde heute Catherine Berger wählen, weil Catherine Berger erst die dritte Frau in 160 Jahren im Kirchenratspräsidium wäre. Sie sei in der Lage, das Kirchenschiff auch durch Sturm und hohe Wellen zu lenken.
- Beat Urech, Birmenstorf-Gebenstorf-Turgi, äusserte seinen persönlichen Standpunkt: eine Trennung von strategischer und operativer Verantwortung sei wichtig, um – bei der derzeitigen Organisationsgrösse – Überforderung zu vermeiden.
Da es keine weiteren Wortmeldungen gab, wurden um 10 Uhr die Wahlzettel ausgeteilt.
Im ersten Wahlgang gingen 134 gültige Wahlzettel ein: 101 Stimmen entfielen auf Catherine Berger, 32 Stimmen auf Martin Kuse. Catherine Berger wurde somit im ersten Wahlgang gewählt. Sie richtete das Wort an die Synodalen: Sie sei überwältigt und bedanke sich von Herzen für die Wahl und die Unterstützung in den letzten Wochen. Der zweite Kandidierende Martin Kuse sei jederzeit ein fairer Mitstreiter – kein Gegenkandidat – gewesen. Sie wolle das neue Amt mit Herz, Hand und Verstand anpacken. Sie erklärte die Annahme der Wahl.
Der amtierende Kirchenratspräsident Christoph Weber-Berg dankte beiden Kandidierenden und wünschte Catherine Berger alles Gute für die kommende Aufgabe.
Martin Kuse sagte, er sei über die Deutlichkeit des Resultats erleichtert. Der Leistungsausweis spreche für Catherine Berger. Er selber werde auf andere Weise an der Kirche mitbauen.
Er glaube an die Kraft des Evangeliums und an eine Kirche, die dies zum Leuchten bringe.
Kandidaturdossiers und Livestream des Wahlpodiums vom 20. MaiGottesdienst und Eröffnung der Synode
«Ihr seid ein Empfehlungsschreiben, das von Christus kommt» ausgehend von diesem Bibeltext (2. Kor 3,3-6) sagte Pfarrerin Katharina Zimmermann Zingg, Kirchgemeinde Buchs-Rohr, im Gottesdienst zu Synodebeginn dieses Wort gelte auch uns, wenn wir heute sichtbar, glaubwürdig und unterstützt vom Heiligen Geist die gute Botschaft weitergeben. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Organist Ilja Völlmy, Kirchgemeinde Aarau.
Synodepräsident Lutz Fischer eröffnete sie Sommersynode 2026 pünktlich um 9.15 Uhr und begrüsste alle Anwesenden: Medien, Besuchende, Geschäftsleitung der Landeskirche und die 136 anwesenden Synodalen. Das absolute Mehr liegt bei 69. 10 Synodesitze sind vakant. Drei Synodale wurden neu in Pflicht genommen: Ruth Müller, Gränichen, Alexander Anliker, Würenlos, Carmen Amsler, Holderbank.
Traktandenliste und Protokoll der November-Synode wurden ohne Änderungen angenommen.
alle Vorlagen und Traktanden der Synode vom 3. Juni 2026Ihre Ansprechpersonen
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