Die Zahl der Kirchenaustritte aus der Reformierten Kirche Aargau war 2025 deutlich niedriger als in den Vorjahren. Jedoch wirkt sich die demografische Entwicklung – insbesondere die steigende Anzahl an Todesfällen, die nicht durch Geburten kompensiert werden – in zunehmendem Mass auf die Mitgliedschaftszahlen aus. Auch die Zahl der Taufen ging drastisch zurück und lag 2025 unter dem Tiefststand im Corona-Lockdown-Jahr 2020.
Austritte, Eintritte, Mitgliedszahlen
Austritte: 3’381 Personen oder 2,6 Prozent der Mitglieder sind 2025 aus den 74 Aargauer Kirchgemeinden ausgetreten. Es waren 550 Austritte weniger als 2024 (3'931 Austritte) zu verzeichnen. Auch die Austrittsquote ist niedriger als 2024 (2,8 Prozent).
Eintritte: 229 Personen sind in die Reformierte Kirche Aargau eingetreten. Die Zahl der deklarierten Eintritte ist gegenüber 2024 (302 Eintritte) gesunken. Die Eintritte kompensierten im letzten Jahr 6,8 Prozent der Austritte. Die Bilanz der Austritte und Eintritte ergibt ein Minus von 3'125 Mitgliedern.
Demografische Entwicklung: Aufgrund der demografischen Entwicklung ist die Gesamtzahl der Mitglieder aber um 4'495 (Vorjahr: 5'337) zurückgegangen. Der demografisch bedingte Rückgang von 1'343 Mitgliedern liegt unter dem demografischen Rückgang von 2024 (1'708 Mitglieder), aber immer noch deutlich über den Vorjahren (2023: 858 Mitglieder; 2022: 340 Mitglieder). Der demografische Rückgang ist zum Grossteil (1'531 Mitglieder) auf Todesfälle (2'047 Mitglieder), die nicht durch die entsprechenden Geburten (516 Mitglieder) kompensiert werden, zurückzuführen. Im Gegensatz zum Vorjahr ist die Bilanz von Zuzug und Wegzug positiv (+188 Mitglieder).
Ende 2025 hatten die 74 Aargauer Kirchgemeinden insgesamt 128'778 Mitglieder (Vorjahr: 133'273).
Kirchliche Handlungen: Taufen, Konfirmationen, Trauungen, Abdankungen
Taufen: Im vergangenen Jahr wurden in der Reformierten Kirche Aargau 390 Kinder getauft (Vorjahr: 523). Das sind 25 Prozent weniger als im Vorjahr und die niedrigste, jemals verzeichnete Zahl an Taufen. Selbst im Corona-Lockdown-Jahr 2020 wurden deutlich mehr Kinder (515) getauft. 16 Kinder wurden gesegnet. In diesem Jahr wurde erstmals die Altersverteilung der Taufen erfasst: Die meisten Taufen (340; 87,2 Prozent) fanden im Kleinkindalter (0-4 Jahre) statt. 18 Kinder (4,6 Prozent) wurden im Alter von 5-9 Jahren getauft; 7 Kinder (1,8 Prozent) im Alter von 10-14 Jahren. Insgesamt 21 Jugendliche (5,4 Prozent der Taufen) wurden im Alter zwischen 15 und 19 Jahren getauft.
Konfirmationen: Es wurden 1030 junge Erwachsene konfirmiert (Vorjahr: 1105). Das sind 6,6 Prozent weniger als im Vorjahr und liegt etwa auf dem Stand von 2023 (1056 Konfirmationen).
Trauungen: 66 Paare wurden kirchlich getraut (Vorjahr: 58). Das ist zwar eine leichte Zunahme von 1,1 Prozent verglichen mit dem Vorjahr, liegt aber noch nicht auf dem Stand von 2023 (101 Trauungen). Bei 17 der 66 Traupaare kamen Braut oder Bräutigam aus einer anderen Kirche. Bei 24 Brautpaaren war ein Partner konfessionslos. Bei 25 Paaren waren beide Personen reformiert. 2025 wurden (wie schon 2024) keine gleichgeschlechtlichen Paare getraut.
Abdankungen: Im Jahr 2025 wurden 1464 Abdankungen gefeiert (Vorjahr: 1418). Das sind 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. 40 Abdankungen wurden für Personen aus einer anderen Kirche oder Religion gefeiert, 69 für konfessionslose Personen.
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