Organisation der Landeskirche

Das Organigramm zeigt den demokratischen Aufbau der Reformierten Landeskirche Aargau. Die Mitglieder der 75 Kirchgemeinden wählen ihre Abgeordneten in das Parlament der Landeskirche, die Synode. Die Synode ist das wichtigste Organ der Landeskirche, die gesetzgebende Versammlung, die Legislative. Sie wählt unter anderem den Kirchenrat, das ausführende Organ der Synode, die Exekutive. Die dritte demokratische Kraft ist das Rekursgericht, die Judikative, die zum Rechtsweg gehört.

Um die Geschäfte und Aufträge der Synode auszuführen, führt der Kirchenrat die von der Synode bewilligten Landeskirchlichen Dienste mit den Fach- und Stabsstellen.

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Organigramm der Landeskirche

Die Organisation ist Voraussetzung für den öffentlich-rechtlichen Status

Für den öffentlich-rechtlichen Status muss die Landeskirche folgende Bedingungen erfüllen:

  • Die Gemeinden und die Landeskirche müssen demokratisch aufgebaut sein.
  • Ihre Mitglieder können gegen Entscheide der Kirchenbehörden rekurrieren.
  • Die Gemeinden und die Landeskirche müssen über die Verwendung ihrer finanziellen Mittel öffentlich Rechenschaft (Jahresbericht, mit Rechnung) ablegen.

Sechs Dekanate

Die 75 Kirchgemeinden sind in den sechs Dekanaten Aarau, Baden, Brugg, Kulm, Lenzburg und Zofingen eingeteilt.

Analogie der Leitung auf lokaler und kantonaler Ebene

So wie in den Kirchgemeinden die Kirchgemeindeversammlung das oberste Organ ist, ist es auf der kantonalen Ebene die Synode, die von allen kirchlichen Stimmberechtigten gewählt wird. Der von der Synode gewählte Kirchenrat ist das ausführende Organ der Synode, analog zu den Kirchenpflegen in den Gemeinden. Die Kirchenpflegen, zusammengesetzt aus einer Mehrheit von ehrenamtlichen Gemeindegliedern und den Pfarrerinnen und Pfarrern, leiten die Gemeinden. Der Kirchenrat muss mehrheitlich aus nicht ordinierten Mitgliedern bestehen, Theologen und Theologinnen und Diakonischen Mitarbeiter/innen.