Reglement für den Finanzhaushalt der Kirchgemeinden

(Finanzreglement)

 

vom 17. Januar 2007

 

 

Die Synode der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Aargau,
gestützt auf § 113 KV[1], Art. 2 und Art. 7 Abs. 2 Organisationsstatut[2] und § 51 Abs. 2 Kirchenordnung[3],

beschliesst:

 

 

I.          Geltungsbereich

§ 1

Geltungsbereich

1    Dieses Reglement gilt für den Finanzhaushalt der Kirchgemeinden.[4]

2    Die Kirchenpflege ist das Vollzugs- und Verwaltungsorgan der Kirchgemeinden. Die Kirchenpflege trägt die Verantwortung für die Verwaltung der materiellen Güter der Kirchgemeinde.

II.        Grundsätze der Haushaltsführung

§ 2

Grundsätze

Die Haushaltsführung richtet sich nach den Grundsätzen der Gesetzmässigkeit, der Ausgeglichenheit und der Wirtschaftlichkeit.

III.       Grundsätze der Rechnungsführung

§ 3

Zweck

Die Rechnung stellt die finanziellen Geschäftsfälle vollständig, klar und wahrheitsgetreu dar.

§ 4

Jährlichkeit

Voranschlag und Jahresrechnung werden für ein Kalenderjahr erstellt.

§ 5

Vollständigkeit

Die Buchhaltung enthält sämtliche Finanzvorfälle und Buchungstatbestände chronologisch und lückenlos.

§ 6

Klarheit

Die Kontengruppen (Arten) und Konten müssen nach buchhalterischen Grundsätzen übersichtlich gegliedert und verständlich bezeichnet sein.

§ 7

Bruttodarstellung

1    Ausgaben und Einnahmen sind in ihrer vollen Höhe zu erfassen. Gegenseitige Verrechnungen sind nicht zulässig.

2    Ausgenommen sind Aufwands- und Ertragsminderungen sowie Berichtigungsbuchungen.

§ 8

Quantitative Bindung

Ausgaben sind in ihrer Höhe an die Kreditbewilligung gebunden.

IV.      Ausgaben- und Kreditbewilligung

§ 9

Ausgabenbewilligung

Alle Ausgaben bedürfen einer Bewilligung durch die zuständige Instanz. Kredite (Voranschlagskredit; Verpflichtungskredit) dürfen nur für den Zweck verwendet werden, für den sie bewilligt wurden. Nicht verwendete Voranschlagskredite verfallen am Ende des Rechnungsjahres.

§ 10

Voranschlag

1    Der Voranschlag ermächtigt die vollziehenden Stellen, die Verwaltungsrechnung im Budgetjahr für den bezeichneten Zweck bis zum festgelegten Betrag zu belasten.

2    Der Voranschlag ist bis am 31. Dezember durch die Kirchgemeinde-Versammlung zu genehmigen.

§ 11

Nachtragskredit

1    Wesentliche Überschreitungen des Voranschlages hat die Kirchenpflege durch einen Nachtragskredit zu bewilligen. Sehr grosse Abweichungen sind der Kirchgemeindeversammlung vorzulegen.

2    Bei gebundenen Ausgaben ist immer die Kirchenpflege zuständig. Dasselbe gilt, wenn im gleichen Rechnungsjahr entsprechend sachbezogener Ertrag gegenüber steht.

§ 12

Gebundene Ausgaben

Ausgaben sind gebunden, wenn die Kirchgemeinde durch übergeordnetes Recht (Kanton, Bund, Reformierte Landeskirche), Gerichtsentscheide, Beschlüsse der zuständigen Behörden oder durch frühere Beschlüsse zu ihrer Vornahme verpflichtet wird und sachlich, zeitlich, örtlich und finanziell kein wesentlicher Entscheidungsspielraum bleibt.

§ 13

Verpflichtungskredit

1    Der Verpflichtungskredit setzt den Höchstbetrag fest, bis zu welchem die Kirchenpflege ermächtigt ist, für bestimmte Vorhaben finanzielle Verpflichtungen einzugehen. Der Verpflichtungskredit ist zeitlich nicht beschränkt. Verpflichtungskredite sind erforderlich für Ausgaben

1.        die 5% der budgetierten Kirchensteuererträge mindestens aber Fr. 50'000.00 übersteigen.

2.        die sich über mehrere Rechnungsjahre erstrecken

3.        für die Eingehung von Eventualverpflichtungen wie Bürgschaften und Garantien

2    Verpflichtungskredite sind in der Regel brutto zu beschliessen. Sie können netto beschlossen werden, wenn die Beiträge Dritter in Art und Höhe verbindlich zugesichert sind. Die Finanzierung und die Folgekosten sind in den Erwägungen zum Beschluss zu umschreiben.

3    Ein Verpflichtungskredit ist unverzüglich nach Abschluss des Vorhabens abzurechnen. Wird der Rechnungsverkehr in einem Jahr (Rechnungsjahr) abgewickelt, ist keine Kreditabrechnung zu erstellen.

4    Ein Verpflichtungskredit verfällt, wenn der Zweck erreicht ist, aufgegeben wird, oder wenn das Vorhaben innerhalb von fünf Jahren noch nicht begonnen wurde.

5    Die Verbuchung wird auf einem separaten Konto in der Bestandesrechnung vorgenommen.

§ 14

Zusatzkredit

1    Zeigt sich vor oder während der Ausführung eines Projektes, dass der gesprochene Verpflichtungskredit um mehr als 10 % überschritten wird, ist ein Zusatzkredit vor dem Eingehen neuer Verpflichtungen einzuholen.

2    Ist dies ohne bedeutende nachteilige Folgen für die Kirchgemeinde nicht möglich, bewilligt die Kirchenpflege den Zusatzkredit und orientiert die Kirchgemeinde-Versammlung bei der nächst möglichen Gelegenheit.

V.        Bestandesrechnung

§ 15

Aktiven und Passiven

1    Die Bestandesrechnung enthält auf der Aktivseite das Finanzvermögen (Realisierbar) und das Verwaltungsvermögen (Nicht realisierbar).

2    Auf der Passivseite sind das Fremdkapital, die Verpflichtungen für Fonds/Legate und das Eigenkapital ausgewiesen.

 

§ 16

Finanzvermögen

Das Finanzvermögen besteht aus jenen Vermögenswerten, die ohne Beeinträchtigung der kirchlichen Aufgabenerfüllung veräussert werden können.

§ 17

Verwaltungsvermögen

1    Das Verwaltungsvermögen umfasst jene Vermögenswerte, die unmittelbar der kirchlichen Aufgabenerfüllung dienen.

2    Zum Verwaltungsvermögen gehören auch zweckgebundene Güter (bisher Kirchen- und Pfrundgüter).

§ 18

Bewertungsgrundsätze

1    Die Aktiven werden maximal zum Anschaffungswert, unter Berücksichtigung der notwendigen Wertberichtigung, bilanziert.

2    Die Passiven werden zum Nominalwert bilanziert.

§ 19

Übertragungen von Vermögenswerten

1    Liegenschaften (Grundstücke und Gebäulichkeiten) des Verwaltungsvermögens, die nicht mehr der kirchlichen Aufgabenerfüllung dienen, sind zum Buchwert dem Finanzvermögen zuzuteilen.

2    Zweckgebundene Güter müssen in ihrem Wert erhalten bleiben.

3    Liegenschaften (Grundstücke und Gebäulichkeiten) des Finanzvermögens werden zu Verwaltungsvermögen im Zeitpunkt der Erlangung der Rechtskraft eines Umnutzungsbeschlusses.

Für die Bewertung ist der Buchwert massgebend.

4    Buchgewinne oder Buchverluste werden in der Laufenden Rechnung erfasst.

§ 20

Bilanzfehlbetrag

1    Ist das Eigenkapital aufgebraucht, so ist ein Aufwandüberschuss als Bilanzfehlbetrag zu verbuchen.

2    Dieser muss zulasten der Laufenden Rechnung abgetragen werden. Die vorgeschriebene Abschreibung des Bilanzfehlbetrages beträgt mindestens 20% des Wertes anfangs Jahr.

§ 21

Eigenkapital

Das Eigenkapital wird durch Ertragsüberschüsse der Laufenden Rechnung gebildet. Es dient ausschliesslich zur Deckung von Aufwandüberschüssen und wird ohne Zweckbestimmung gebildet.

§ 22

Eventualforderungen und -verpflichtungen

Bürgschaften und sonstige Garantien sowie Pfandbestellungen zu Gunsten Dritter werden in einem Anhang zur Bestandesrechnung (Bilanz) aufgeführt.

VI.      Laufende Rechnung

§ 23

Begriff

Die Laufende Rechnung umfasst alle Ausgaben (=Aufwand) und die entsprechenden Einnahmen (=Erträge) einer Rechnungsperiode.

§ 24

Gliederung

1    Der Aufbau der Laufenden Rechnung richtet sich nach einer funktionalen Gliederung und einer Artengliederung und entspricht dem Harmonisierten Rechnungsmodell.

2    Die funktionale Gliederung unterteilt den Haushalt in Aufgabenbereiche.

3    Die Artengliederung ordnet den Haushalt nach finanz- und volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten.

§ 25

Investitionsrechnung

In Abänderung des Harmonisierten Rechnungsmodells führen die Kirchgemeinden keine Investitionsrechnung.

§ 26

Abschreibungen auf dem Finanzvermögen

Finanzvermögen wird dann abgeschrieben, wenn nachweisbare Wertverminderungen oder Wertverluste eingetreten sind.

§ 27

Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen

1    Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen haben ausschliesslich den Zweck, der Kirchgemeinde eine genügend hohe Selbstfinanzierung zur Realisierung von Investitionen bzw. zur Amortisation bestehender Schulden sicherzustellen.

2    Die vorgeschriebenen Abschreibungen werden wie folgt berechnet:

Verwaltungsvermögen anfangs Rechnungsjahr

-                      Durch Kirchgemeinde beschlossene Fonds und Rückstellungen­(inkl. Eigenkapital)

-                      Passivierte oder indirekte Abschreibungen

+                     Nettoinvestitionen Rechnungsjahr

=                     Massgebender Restbuchwert Ende Rechnungsjahr

                       9 10% Abschreibung vom Restbuchwert

§ 28

Zusätzliche Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen

Auf dem Verwaltungsvermögen können zusätzliche Abschreibungen vorgenommen werden, soweit kein Bilanzfehlbetrag besteht bzw. entsteht.

§ 29

Interne Verrechnungen

1    Interne Verrechnungen sind Gutschriften und Belastungen zwischen Aufgabenbereichen.

2    Interne Verrechnungen sind vorzunehmen, wenn sie für die genauere Rechnungsstellung gegenüber Dritten, für die Sicherstellung der wirtschaftlichen Aufgabenerfüllung oder für die Vergleichbarkeit von Rechnungen erforderlich sind.

§ 30

Interne Verzinsung

1    Die internen Verzinsungen werden vom jeweiligen Bilanzwert gemäss Eingangsbilanz des Rechnungsjahres berechnet.

2    Für die Festlegung der Zinssätze ist die Kirchenpflege zuständig. Der Zinssatz richtet sich nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen.

§ 31

Rechnungsabschluss

Beim Abschluss der Verwaltungsrechnung werden Ertrags- oder Aufwandsüberschuss ausgewiesen.

§ 32

Legate und Stiftungen

1    Zweckgebundene Legate und Stiftungen, welche nicht mehr sachgemäss verwendet werden können, werden unter Berücksichtigung der rechtlichen Zuständigkeit nach Möglichkeit aufgelöst.

2    Vor der Auflösung ist die Rechnungsprüfungskommission einzubeziehen.

VII.    Voranschlag

§ 33

Voranschlag

1    Der Voranschlag enthält die Bewilligung der Ausgaben und die Schätzung der Einnahmen. Die Kirchgemeinde-Versammlung erteilt der Kirchenpflege die Kompetenz, für bestimmte Zwecke Ausgaben in einer gewissen Höhe zu tätigen.

2    Der Voranschlag ist nach § 24 (funktionale Gliederung und Sachgruppen (Arten) darzustellen.

3    Ein Exemplar des Voranschlages ist der Dekanatsleitung zur Kenntnisnahme zuzustellen.[5]

§ 34

Kirchensteuerfuss

Der Steuerfuss ist so anzusetzen, dass die Steuereinnahmen die Laufende Rechnung ausgleichen und mit der Finanzplanung übereinstimmen.

VIII.   Jahresrechnung

§ 35

Jahresrechnung

1    Die Jahresrechnung wird jeweils auf den 31. Dezember abgeschlossen und enthält:

a.        a) Laufende Rechnung, aufgebaut nach den gleichen Grundsätzen wie der Voranschlag.

b.        b) Bestandesrechnung mit Vermögens- und Schuldenausweis.

2    Die abgeschlossene Jahresrechnung wird der Kirchenpflege rechtzeitig vorgelegt.

3    Die Kirchenpflege leitet die Jahresrechnung mit ihren Passationsbemerkungen an die Rechnungsprüfungskommission weiter, welche sie prüft. Die Kirchenpflege ist dafür verantwortlich, dass die Rechnung bis zum 30. Juni durch die Kirchgemeinde-Versammlung genehmigt und anschliessend dem Kirchenrat zugestellt wird.

4    Ein Exemplar der Jahresrechnung ist gleichzeitig der Dekanatsleitung zur Kenntnisnahme zuzustellen.[6]

§ 36

Die Laufende Rechnung enthält:

Inhalt der Laufenden Rechnung

a.        Zusammenzug des Aufwandes und des Ertrages der Laufenden Rechnung nach Funktion.

b.        Detail der Laufenden Rechnung, funktional gegliedert mit den Zahlen des Rechnungsjahres, des Voranschlages und der Vorjahresrechnung.

c.        Zusammenzug des Aufwandes und Ertrages der Laufenden Rechnung nach Arten.

§ 37

Abschluss der Laufenden Rechnung

1    Ein Ertragsüberschuss wird in erster Linie für zusätzliche Abschreibungen verwendet. Ist das Verwaltungsvermögen abgeschrieben, wird der Ertragsüberschuss in der Regel dem Eigenkapital zugeführt.

2    Ein Aufwandüberschuss wird durch einen Bezug aus dem Eigenkapital ausgeglichen. Steht kein Eigenkapital zur Verfügung ist ein Bilanzfehlbetrag zu bilden.

§ 38

Bestandesrechnung

Die Bestandesrechnung zeigt den Stand der Vermögenswerte und der Verpflichtungen am 31. Dezember. Es werden die Werte des abgeschlossenen und des vorangegangenen Rechnungsjahres ausgewiesen.

§ 39

Vermögens- und Schuldenausweis

Das Vermögen und die Schulden sind in der Bestandesrechnung oder in einem Anhang detailliert darzustellen.

IX.      Geldanlagen

§ 40

Geldanlagen

1    Die Anlagen der Gelder der Kirchgemeinden unterliegen denselben Vorschriften wie sie für Personalvorsorgestiftungen gemäss Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge gelten.

2    Christlich-ethische und ökologische Kriterien sind zu berücksichtigen.

X.        Kontenpläne

§ 41

Anhänge

1    Die Funktionale Gliederung der Laufenden Rechnung (Anhang 1) ist verbindlich. Es ist möglich, dass nicht alle Dienststellen Verwendung finden.

2    Die Artengliederung der Laufenden Rechnung (Anhang 2) und der Kontenplan zur Bestandesrechnung (Anhang 3) sind nicht verbindlich, werden aber zur Anwendung empfohlen.

XI.      Rechnungsprüfung

§ 42

Rechnungsprüfungskommission

1    Die Rechnungsprüfungskommission besteht aus mindestens drei Mitgliedern.

2    Die Rechnungsprüfungskommission ist ein unabhängiges Prüfungsorgan, welches keine Weisungen oder Instruktionen von anderen Kirchgemeindebehörden entgegenzunehmen hat. Sie hat ihrerseits keine Weisungsbefugnis.

§ 43

Auftrag

Die Rechnungsprüfungskommission hat einen fachlichen Auftrag, den sie evtl. mit externer Unterstützung (Antrag an Kirchenpflege) erfüllt. Sie ist verpflichtet, die Jahresrechnung und allfällige Kreditabrechnungen zu prüfen sowie auf Verlangen der Kirchenpflege oder der Kirchgemeinde-Versammlung zum Voranschlag Stellung zu nehmen. Sie hat die Prüfung nach bestem Wissen und Gewissen vorzunehmen.

§ 44

Rechte und Pflichten

1    Die Rechnungsprüfungskommission besitzt keine materiellen Entscheidungsbefugnisse. Ihre Beschlüsse beschränken sich auf Feststellungen, Empfehlungen und Anträge.

2    Die Mitglieder der Rechnungsprüfungskommission stehen unter der Schweigepflicht. Vorbehalten sind die Bestimmungen des Gesetzes über die Information der Öffentlichkeit, den Datenschutz und das Archivwesen (IDAG) vom 24. Oktober 2006[7]. Die Schweigepflicht erstreckt sich insbesondere auf Wahrnehmungen, welche die persönliche Sphäre von Einzelpersonen betreffen[8].

3    Die Rechnungsprüfungskommission besitzt eine eigene Autonomie hinsichtlich Verfahren und Anhörung von Mitgliedern der Kirchenpflege, der Kirchengutsverwaltung oder von anderen Angestellten.

4    Die Rechnungsprüfungskommission kann von der Kirchenpflege über die Erledigung einzelner Verwaltungsgeschäfte und über die Abwicklung einzelner Kredite Auskunft sowie Einsicht in die entsprechenden nicht vertraulichen Akten verlangen, nicht aber über Detailberatungen.

5    Die Rechnungsprüfungskommission hat das Recht, Beratung und Unterstützung von externen Fachpersonen oder Unternehmungen in Anspruch zu nehmen. Hat dies Kosten zur Folge, ist bei der Kirchenpflege entsprechend Antrag zu stellen.

6    Die Rechnungsprüfungskommission ist verpflichtet, ihre Aufgaben gewissenhaft und sorgfältig zu erfüllen. Als gesetzliche Pflichten sind die Rechnungsprüfung, die Prüfung allfälliger Kreditabrechnungen, die Berichterstattung und Antragsstellung an die Kirchgemeinde-Versammlung sowie die Stellungnahme zum Voranschlag zu bezeichnen.

7    Die Sitzungen der Rechnungsprüfungskommission sind nicht öffentlich[9].

§ 45

Termine

1    Die abgeschlossene Rechnung liegt der Rechnungsprüfungskommission rechtzeitig zur Prüfung vor.

2    Zu diesem Zeitpunkt wird mit der Kirchenpflege der Termin für die Schlussbesprechung und für die Abgabe der schriftlichen Berichte festgelegt.

§ 46

Bericht und Anhang

Der Bericht an die Kirchgemeinde-Versammlung umfasst eine Umschreibung der ausgeführten Prüfungshandlungen, eine Stellungnahme zur formellen und materiellen Richtigkeit. Anträge und Bericht sind mit Ort, Datum sowie Unterschriften aller Mitglieder zu versehen.

XII.    Aufbewahrung

§ 47

Archivierung

Im Kirchgemeindearchiv sind aufzubewahren (Mikroverfilmung ist möglich):

a.        Auf unbestimmte Zeit:                     
Laufende Rechnung und Bestandesrechnung mit Konten und Beilagen.

b.        Mindestens 20 Jahre lang:               
Belegbände
Lohn-, Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung

c.        Mindestens 10 Jahre lang:               
Chronologische Journale                  
Kassenquittungen, Postcheck- und Bankbescheinigungen           
Kassabücher, Postcheck-Kontrollen, Geldjournale
Arbeitsrapporte und Lohnaufteilungen

d.        Mindestens 5 Jahre lang:                 
EDV-Ausdrucke, für die keine längere Aufbewahrungsfrist vorgesehen ist

XIII.   Aufsichts- und Beschwerderecht

§ 48

Aufsicht durch den Kirchenrat

Der Kirchenrat beaufsichtigt das gesamte Rechnungswesen der Kirchgemeinden. Das Vorgehen richtet sich nach der Kirchenordnung[10].

§ 49

Beschwerden

Beschwerden gegen Beschlüsse der Kirchenpflege oder der Kirchgemeinde richten sich nach der Kirchenordnung[11].

XIV.  Übergangs- und Schlussbestimmungen

§ 50

Umstellung

Die Umstellung des Rechnungswesens nach den neuen Vorschriften soll innerhalb von 3 Jahren nach Inkrafttreten dieses Reglements vollzogen werden. In besonderen Fällen kann der Kirchenrat diese Frist verlängern.[12]

§ 51

Inkraftsetzung

1    Dieses Reglement für den Finanzhaushalt der Kirchgemeinden ersetzt die Finanzverordnung für die Kirchgemeinden vom 24. Oktober 1966 und tritt am 01. Januar 2008 in Kraft. Es hat unter Rücksichtnahme auf die lokalen Verhältnisse auch für die Kirchgenossenschaften Gültigkeit.

2    Durch Beschlussfassung der Synode vom 06. November 2013 geänderte Bestimmungen treten am 01. Januar 2014 in Kraft.

3    Durch Beschlussfassung der Synode vom 05. November 2014 geänderter Titel und Bestimmungen treten am 01. Januar 2015 in Kraft.


ANHANG 1

Laufende Rechnung

Funktionale Gliederung

Verbindlich

390                 Behörden und Verwaltung

391                 Kirchliches Leben (Bezeichnung frei)

392                 Kirchliches Leben (Bezeichnung frei)

393                 Kirchliches Leben (Bezeichnung frei)

394                 Liegenschaften / Infrastruktur

395                 Beiträge / Zuwendungen

396                 Vermögens- und Schuldenverwaltung (inkl. Abschreibungen)

397                 Steuern inkl. Landeskirche

398                 Rückstellungen / Fonds

399                 Abschluss

 

 

 

 

Anmerkung:

Es ist möglich, dass nicht alle Dienststellen Verwendung finden.


ANHANG 2

 

Laufende Rechnung

Artengliederung

Empfehlung

300  Behörden und Kommissionen

Löhne, Zulagen, Tag- und Sitzungsgelder an Behördemitglieder und Kommissionsmitglieder.

301  Löhne des Personals

303  Sozialversicherungsbeiträge

Arbeitgeberbeiträge für Behördemitglieder und das gesamte Personal (AHV, IV, EO, FAK, ALV, Verwaltungskostenbeiträge).

304  Personalversicherungsbeiträge

Arbeitgeberbeiträge an Vorsorgeeinrichtungen des gesamten Personals.

305  Unfall– und Krankenversicherungsbeiträge

Arbeitgeberbeiträge für die Versicherung des gesamten Personals gegen Unfall und Krankheit.

308 Entschädigung für temporäre Arbeitskräfte

Zahlungen an Dritte für den Einsatz temporärer Aushilfen als Ersatz für notwendiges eigenes Personal.

309  Übriger Personalaufwand

Aufwand für die Anwerbung, Information, Aus- und Weiterbildung des Personals, für Vergünstigungen an das gesamte Personal (z.B. REKA –Checks), Abschiedsgeschenke, Studienreisen.

 

310  Büromaterial, Drucksachen

Verbrauchsmaterial für Büro und Unterricht, Drucksachen, Fachliteratur und Inserate (ohne Personalwerbung; in 309).

311  Mobilien, Maschinen, Fahrzeuge

Büro- und Betriebsausstattungen.

312  Wasser, Energie und Heizmaterial

Verbrauch an Wasser, Energie und Heizmaterial.

313  Verbrauchsmaterial

Reinigungs-, Desinfektions- und Betriebsmaterial, Lebensmittel, Treibstoff, Blumenschmuck, Fotomaterialien, Pflanzen, Streusalz, Werkzeuge.

314  Baulicher Unterhalt durch Dritte

Leistung Dritter für den Unterhalt von Hoch – und Tiefbauten, Grünanlagen, Parkanlagen, Wegweiser.

315  Übriger Unterhalt durch Dritte

Leistungen Dritter für den Unterhalt und Reparaturen von Mobilien, Geräten, Instrumenten, Maschinen, Fahrzeugen und Einrichtungen (Alarmanlagen, EDV, Beamer).

316  Mieten, Pachten und Benützungskosten

Mieten, Pachten, Leasing, Baurechtszinsen, für Hoch- und Tiefbauten, Benützungskosten für Geräte, Fahrzeuge, Räume und Plätze.

317  Spesenentschädigungen

Reise- und Spesenentschädigungen, Ersatz von Verpflegungsauslagen, Aufwendungen für Lager und Ausflüge, Behördenausflüge, Repräsentationsausgaben, Tagungsbesuche.

318  Dienstleistungen und Honorare

Abfallbeseitigung durch Dritte, Altersausflüge, Analysen durch Dritte, Anleihenskosten, Bankgebühren, Beratungen durch Dritte, Depotgebühren, Honorare, Kapitalsbeschaffungskosten, Porti, Postcheckgebühren, Telefongebühren, Versicherungsprämien (ohne Unfall und Krankenversicherung).

319  Übriger Sachaufwand

320  Zinsen für laufende Verpflichtungen

Verzugszinsen, Zinsen auf Depotgelder, Interne Verzinsungen.

321  Zinsen für kurzfristige Schulden

Zinsen für Kontokorrentschulden bei Banken und kurzfristige Darlehensschulden, die zur Überbrückung vorübergehender Liquiditätsengpässe benötigt werden.

322  Zinsen für mittel- und langfristige Schulden

329  Übrige Zinsen

Skonti, Vergütungszinsen.

330  Abschreibungen Finanzvermögen

Debitorenverluste (z.B. Steuern) und negative Besichtigung von Buchwerten der Anlagen des Finanzvermögens im Umfang der tatsächlich eingetretenen Wertminderungen oder aufgrund von Bewertungsvorschriften.

331  Ordentliche Abschreibungen Verwaltungsvermögen

Einrichtungen, Fahrzeuge, Grundstücke, Hochbauten, Mobilien, Tiefbauten, Waldungen.

332  Zusätzliche Abschreibungen Verwaltungsvermögen

Abschreibungen, die über die ordentlichen Abschreibungen des Verwaltungsvermögens hinausgehen.

333  Bilanzfehlbetrag

Abschreibungen auf dem Bilanzfehlbetrag.

352  Steuerbezugsentschädigung an politische Gemeinden

361  Eigene Beiträge an kantonale Institutionen

Zentralkassenbeitrag, Eglise Française en Argovie; Prot. Kirchl. Hilfsverein Aargau; etc.

362  Eigene Beiträge an Gemeinden

Kosten aus Kooperationen mit anderen Kirchgemeinden oder mit politischen Gemeinden.

363   Eigene Beiträge an eigene Anstalten (Betriebe)

Beiträge an Tagungshaus Rügel; an Institutionen mit eigener Rechtspersönlichkeit, die vollumfänglich im Eigentum des jeweiligen Gemeinwesens sind.

364  Eigene Beiträge an kirchliche Hilfswerke

Mission 21; Brot für Alle; HEKS und andere Hilfswerke.

365  Eigene Beiträge an diakonische und soziale Institutionen

Heimgärten, Fachstelle für Schuldenfragen, Evangelische Frauenhilfe, Frauenhaus Aargau, Telefonseelsorge „Die dargebotene Hand“, Stiftung Schürmatt, Satis, Effingerhort; Los und viele andere Institutionen.

366  Beiträge an private Haushalte

Laufende Beiträge für Konsumzwecke an natürliche Personen im Inland (z.B. Spendgut).

367  Eigene Beiträge an weltweite Kirchen (an das Ausland)

Laufende Beiträge an natürliche juristische Personen mit Sitz im Ausland sowie an internationale Organisationen mit Sitz in der Schweiz.

380  Einlagen

Eine Einlage (in Rückstellungen, Reserven, Stiftungen, Legate) liegt vor, wenn aufgrund gesetzlicher oder rechtlich gleichwertiger Vorschriften bestimmte Erträge ganz oder teilweise für die Erfüllungen einer öffentlichen Aufgabe eingesetzt werden.

390  Interne Verrechnungen

Im Rahmen der funktionalen Gliederung der Laufenden Rechnung ergeben sich interne Verrechnungen zwischen den einzelnen Dienststellen. Anhand der Laufnummern sind je nach Bedarf weitere Unterteilungen möglich (interne Zinsverrechnungen, Personalaufwand, Sachaufwand, Raumkosten usw.). Am Ende der Rechnungsperiode müssen die Belastungen in den Kontengruppen 39 mit den Gutschriften in der Kontengruppe 49 übereinstimmen.

400  Einkommens- und Vermögenssteuern

Einkommens– und Vermögenssteuern der natürlichen Personen, Quellensteuern, Nachsteuern, Strafsteuern, Erbschaftssteuern.

420  Zinsen aus flüssigen Mitteln

Zinsen Postcheck, Banken, Kontokorrent politische Gemeinde, Festgelder.

421  Zinsen aus Guthaben

Verzugszinsen auf Steuern, andere Verzugszinsen.

422  Zinsen auf Anlagen des Finanzvermögens

Aktien, Anteilscheine, Darlehen, festverzinsliche Wertpapiere.

423  Liegenschaftserträge des Finanzvermögens

Mieten, Pacht- und Baurechtszinsen aus Liegenschaften des Finanzvermögens.

424  Buchgewinne auf Anlagen des Finanzvermögens

Differenz zwischen Buchwert und höherem Erlös aus Verkauf bzw. Neubewertung von Vermögenswerten.

427  Liegenschaftserträge des Verwaltungsvermögens

Mieten, Pacht- und Baurechtszinsen sowie andere Erträge der Liegenschaften des Verwaltungsvermögens.

429  Übrige Erträge

Übrige Zinsen und andere Vermögenserträge.

431  Gebühren für Amtshandlungen

Erträge aus Leistungen, die die Kirchgemeinde für Dritte erbringt, Rückerstattungen von Privaten.

433  Kursbeiträge

Kursgelder, Schulgelder, Elternbeiträge an Lager, Beiträge Privater an Weiterbildung und Supervision.

434  Andere Benützungsgebühren

Gebühren für die Benützung einer kirchlichen Einrichtung.

435   Verkäufe

Erträge aus Lieferungen von Materialien sowie aus Verkäufen von Mobilien, Maschinen, etc., die seinerzeit der Laufenden Rechnung belastet wurden.

436  Rückerstattungen

Um das Bruttoprinzip zu gewährleisten, ist es notwendig die Rückerstattungen (davon ausgenommen sind echte Aufwandsminderungen) als Ertrag auszuweisen und nicht vom entsprechenden Aufwand abzuziehen.

451  Rückerstattungen des Kantons

Rückerstattungen vom Kanton für eine durch die eigene Kirchgemeinde erfüllte Aufgabe, welche nach der gegebenen Aufgabenteilung Sache des Kantons ist.

452  Rückerstattungen der politischen Gemeinden

462  Beiträge von Kirchgemeinden

Laufende Betriebsbeiträge von Kirchgemeinden.

469  Übrige Beiträge

Kollekten, Geschenke, Legate, Spenden.

480  Entnahmen

Ist der Gesamtaufwand der Laufenden Rechnung in der betreffenden Rechnungsperiode grösser als die ausgewiesenen Erträge, muss der Aufwandüberschuss entweder dem Eigenkapital entnommen werden oder bei Fehlen desselben, einem Konto Bilanzfehlbetrag (1390.01) belastet werden. Entnahmen sind auch im Zusammenhang mit Stiftungen, Legaten, Reserven oder Rückstellungen zu praktizieren.

490  Interne Verrechnungen

Im Rahmen der funktionalen Gliederung der Laufenden Rechnung ergeben sich interne Verrechnungen zwischen den einzelnen Dienststellen. Anhand der Laufnummern sind je nach Bedarf weitere Unterteilungen möglich (interne Zinsverrechnung, Personalaufwand, Sachaufwand, Anteil Raumkosten usw.). Am Ende der Rechnungsperiode müssen die Gutschriften in der Kontengruppe 49 mit den Belastungen in der Kontengruppe 39 übereinstimmen.


 

ANHANG 3

Bestandesrechnung

Empfehlung

 

1

Aktiven

 

 

10

Finanzvermögen

 

 

100

Flüssige Mittel

 

 

1000

Kassen

1000.01

Kasse 1

1000.02

Kasse 2

 

 

1001

Postcheck

1001.01

Postcheckkonto

 

 

1002

Banken

1002.01

Bank 1

1002.02

Bank 2

1002.03

Bank 3

 

 

1008

Verbindungskonten (nur in Ausnahmefällen)

1008.01

Verbindungskonto Kasse

1008.02

Verbindungskonto Postcheck

1008.03

Verbindungskonto Banken

 

 

101

Guthaben

 

 

1011

Kontokorrente

1011.01

Kontokorrent politische Gemeinde

 

 

1012

Steuerguthaben

1012.01

Debitoren Kirchensteuern

 

 

1015

Andere Debitoren

1015.01

Verrechnungssteuern

1015.02

Übrige Debitoren

 


 

1016

Festgelder

1016.01

Festgeldkonto Bank A

 

 

102

Anlagen

 

 

1020

Festverzinsliche Wertpapiere

1020.01

Sparheft Bank A

1020.02

Anlagekonto Bank A

1020.03

Festgeld mit einer Laufzeit von 3 und mehr Jahren

1020.04

Obligation Bank A

 

 

1021

Aktien und Anteilscheine

1021.01

Aktien ...

1021.02

Anteilscheine ...

1021.03

Genossenschaftsanteile ...

 

 

1022

Darlehen

1022.01

Darlehen an ... (Politische Gemeinde)

 

 

1023

Liegenschaften Finanzvermögen

1023.01

Wohnhaus

1023.02

Bauland

1023.03

Baulanderschliessungen

 

 

1025

Vorräte

1025.01

Vorrat Bücher Kirchengeschichte

 

 

103

Transitorische Aktiven

1039

Transitorien

1039.01

Transitorische Aktiven

 

 

11

Verwaltungsvermögen

 

 

114

Sachgüter

 

 

1140

Zweckgebundene Güter (Pfrundgut)

1140.01

Kirche

 

 

 

 

 


 

1140.02

Pfarrhaus

1140.03

Kirchgemeindehaus

1140.04

Andere Parzellen

 

 

 

 

 

 

1143

Hochbauten (kein Pfrundgut)

1143.01

Kirche

1143.02

Pfarrhaus

1143.03

Kirchgemeindehaus

1143.04

Andere Parzellen

 

 

1146

Mobilien

1146.01

Orgel

1146.02

EDV-Anlage

 

 

1149

Abzuschreibendes Verwaltungsvermögen

1149.01

Abzuschreibendes Verwaltungsvermögen

 

 

115

Darlehen und Beteiligungen

1152

Darlehen

1152.01

Darlehen an Alters- und Pflegeheim

 

 

13

Bilanzfehlbetrag

 

 

139

Fehldeckung

 

 

1390

Fehldeckung

1390.01

Bilanzfehlbetrag

 

 


 

2

Passiven

 

 

20

Fremdkapital

 

 

200

Laufende Verpflichtungen

 

 

2000

Kreditoren

2000.01

AHV/IV/EO/ALV/FAK

2000.02

Personalversicherungen

2000.03

Unfallversicherungen

2000.04

Quellensteuern von eigenem Personal

2000.10

Diverse Kreditoren

 

 

2001

Depotgelder

2001.01

(Gelder die in Verwahrung genommen werden)

 

 

2006

Kontokorrente

2006.01

Kontokorrent politische Gemeinde

 

 

2008

Verbindungskonten (nur in Ausnahmefällen)

2008.01

Verbindungskonto Kasse

2008.02

Verbindungskonto Postcheck

2008.03

Verbindungskonto Banken

 

 

2009

Übrige

2009.01

Durchlaufende Posten

 

 

201

Kurzfristige Schulden

 

 

2010

Banken

2010.01

Bankkontokorrent

2010.02

Überbrückungsdarlehen

 

 

202

Mittel- und Langfristige Schulden

 

 

2021

Schuldscheine

2021.01

Darlehen Bank A

2021.02

Darlehen PK

 

 


 

 

 

203

Verpflichtungen

 

 

2033

Stiftungen

2033.01

Stiftung ...

2033.02

Legat ...

 

 

2035

Übrige Verpflichtungen

2035.01

Reisen und Lager PH

 

 

205

Transitorische Passiven

 

 

2059

Übrige

2059.01

Transitorische Passiven

 

 

22

Spezialfinanzierungen

 

 

228

Spezialfonds

 

 

2288

Spezialfonds

2288.01

Baufonds

2288.02

Orgelfonds

2288.03

Steuerrückstellung

 

 

2289

Passivierte Abschreibungen

2289.01

Indirekte Abschreibungen

 

 

23

Eigenkapital

 

 

239

Kapital

 

 

2390

Kapital

2390.01

Eigenkapital

 

 



[1]   Verfassung des Kantons Aargau (KV), SAR 110.000.

[2]   SRLA 111.100.

[3]   SRLA 151.100.

[4]   Geändert durch Beschluss der Synode vom 05. November 2014.

[5]   Abs. 3 geändert durch Beschluss der Synode vom 06. November 2013.

[6]   Abs. 4 geändert durch Beschluss der Synode vom 06. November 2013.

[7]   SAR 150.700.

[8]   Geändert durch Beschluss der Synode vom 12. November 2008.

[9]   Eingefügt durch Beschluss der Synode vom 12. November 2008.

[10]  SRLA 151.100.

[11]  SRLA 151.100.

[12]  Geändert durch Beschluss der Synode vom 05. November 2014.