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Dienst- und Lohnreglement für nicht ordinierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinden des Kantons Aargau (DLM)

vom 11. November 2009 (Stand 01. Januar 2020)

Die Synode der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Aargau,

gestützt auf Art. 7 Abs. 2 Organisationsstatut1 und § 66 Abs. 2 und § 104 Ziff. 10 Kirchenordnung2,

beschliesst:

I.Geltungsbereich

§ 1

Geltungsbereich

1Dieses Reglement regelt das Dienstverhältnis der im Dienst der Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinden des Kantons Aargau stehenden nicht ordinierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

2Als nicht ordinierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelten insbesondere Katechetinnen und Katecheten, Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker, Kirchengutsverwalterinnen und Kirchengutsverwalter, Sigristinnen und Sigriste sowie Sekretariatsmitarbeitende.

II.Anstellungsverhältnis

§ 2

Grundsatz

1Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen in einem öffentlich-rechtlichen Anstellungsverhältnis.

2Anstellungsbehörde ist die Kirchenpflege. Sie leitet die Kirchgemeinde und erlässt die Anstellungsverfügungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

3Soweit das Recht der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Aargau und das kantonale öffentliche Recht keine Bestimmung enthalten, gelten sinngemäss die Regelungen des Schweizerischen Obligationenrechts3 über das Arbeitsverhältnis.

§ 3

Ausnahme

1In Ausnahmefällen können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nur befristet oder aushilfsweise angestellt werden, privatrechtlich verpflichtet werden.

2Die Befristung eines Anstellungsverhältnisses ist nur zulässig, wenn die Anstellungsdauer ein Dienstjahr nicht überschreitet und die Befristung auf einem sachlichen Grund beruht. Eine längere Befristung ist in Einzelfällen zulässig für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem Projektauftrag sowie Auszubildende.

III.Inhalt, Auftrag und Aufsicht

1.Allgemeines

§ 4

Nicht ordinierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

1Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen in einer konstruktiven Beziehung zur Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Aargau und bringen einen dialogfähigen christlichen Glauben zum Ausdruck.

2Katechetinnen und Katecheten sind Mitglieder einer evangelischen Landeskirche. Angehörige einer anderen Landeskirche können bei Gleichwertigkeit der Ausbildung für ökumenisch verantworteten Unterricht angestellt werden.4

§ 5

Aufgaben

Die Aufgaben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ergeben sich aus dem Funktionsbeschrieb, wie er von der Kirchenpflege nach Massgabe der kirchlichen Erlasse festgelegt wird.5

§ 6

Aufsicht

Die nicht ordinierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstehen der Aufsicht der Kirchenpflege.

2.Katechese

§ 76

Aufgaben

1Die Hauptaufgabe der Katechetin oder des Katecheten besteht in der Durchführung des kirchlichen Unterrichts am Lernort Schule oder am Lernort Kirchgemeinde.

2Damit verbunden sind insbesondere:

1. Kontakte mit den schulischen Lehrpersonen

2. Kontakte mit den Eltern und den einzelnen Schülerinnen und Schülern

3. Mitgestaltung von Kinder-, Jugend- und Familiengottesdiensten

4. Kontakte mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Vorschulbereich

5. Kontakte mit den Verantwortlichen von Gruppen der Kinder- und Jugendarbeit

6. ökumenische Kontakte.

3Die Klassen- oder Gruppengrösse richtet sich nach den örtlichen Begebenheiten und soll vierzehn Schülerinnen und Schüler nicht überschreiten. Kleine Klassen oder Gruppen können zusammengelegt oder zusammen unterrichtet werden.

4Der Unterricht kann in verschiedenen Lehr- und Lernformen (Wochenlektion, Doppellektionen, Blockunterricht usw.) erteilt werden.

5Die Katechetin oder der Katechet organisiert sich einen Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen und Kollegen.

§ 87

Ziele

1Ziel der Katechese ist die Einübung in den reformierten Glauben. Katechetin und Katechet sind den Kindern und Jugendlichen ein Beispiel engagierten christlichen Glaubens und Handelns.

2Die Katechetin oder der Katechet eröffnet den Kindern und Jugendlichen eine deren Alter angepasste Perspektive christlichen Lebens und Glaubens. Diese Auseinandersetzung findet statt im Gespräch mit dem biblischen Zeugnis des Ersten und des Zweiten Testamentes.

3Die Inhalte der Katechese richten sich für jeden Teil nach den Vorgaben des PH-Modells (siehe Reglement über das pädagogische Handeln8) und nach dem PH-Konzept der Kirchgemeinde. Katechetin und Katechet sprechen sich ab mit den Lehrpersonen und den Personen, die für die Katechese in der Kirchgemeinde verantwortlich sind.

3.Kirchenmusik

§ 99

Kirchenmusik

1Der Dienst der Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker besteht in der Mitgestaltung von Gottesdiensten und Kirchgemeindeanlässen. Je nach ihren Aufgaben beraten sie zudem Gottesdienstgestaltende in musikalischen Fragen und tragen Verantwortung für die Förderung des Gemeindegesangs und die Gestaltung des musikalischen Lebens in der Kirchgemeinde.

2Die für die Pflege von instrumentaler und vokaler Musik zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden einer der folgenden Funktionen zugeordnet: Bandleaderin oder Bandleader, Chorleiterin oder Chorleiter, Kantorin oder Kantor, Organistin oder Organist. Der Kirchenrat regelt die Aufgaben der verschiedenen Funktionen in einer Verordnung10.

3Die verschiedenen musikalischen Stilrichtungen stehen gleichwertig nebeneinander.

4.Sekretariat

§ 10

Sekretariat

Das Sekretariat führt gemäss Funktionsbeschrieb der Kirchenpflege die Sekretariatsarbeiten aus.11

5.Kirchengutsverwaltung

§ 11

Kirchengutsverwaltung

1Die Kirchengutsverwaltung ist gemäss Funktionsbeschrieb der Kirchenpflege für die Finanzverwaltung12 der Kirchgemeinde zuständig.13

2Aufzeichnungspflicht, Buchführung und Rechnungslegung richten sich nach den gesetzlichen Vorschriften.

3Die Kirchgemeinde kann die Aufgabe der Kirchengutsverwaltung verschieden ausführen lassen, insbesondere durch:

1. Anstellung einer Kirchengutsverwalterin oder eines Kirchengutsverwalters durch die Kirchenpflege

2. Übertragung des Mandats durch die Kirchenpflege an ein Treuhandbüro

3. Übergabe des Mandats durch die Kirchenpflege an die Finanzverwaltung einer Einwohnergemeinde.

6.Sigristin und Sigrist

§ 12

Sigristin, Sigrist

1Sigristin und Sigrist warten die kirchlichen Liegenschaften, Gebäude und Räumlichkeiten sowie die dazu gehörenden technischen Einrichtungen und Geräte.

2Sie verantworten die Vor- und Nachbereitung der Räumlichkeiten für die gottesdienstlichen Veranstaltungen. Im Gottesdienst und bei anderen Veranstaltungen der Kirchgemeinde sind sie in Absprache mit den Verantwortlichen in ihrer Funktion anwesend.

IV.Begründung, Dauer und Beendigung des Anstellungsverhältnisses

1.Begründung des Anstellungsverhältnisses

§ 13

Begründung

Die Anstellungsverhältnisse werden durch öffentlich-rechtliche Anstellungsverfügung begründet.

§ 14

Vorstellung

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in der Regel im Rahmen eines Gottesdienstes der Kirchgemeinde vorgestellt.

2.Anforderungen

§ 1514

Katechetinnen und Katecheten

1Für Katechetinnen und Katecheten ist grundsätzlich der entsprechende landeskirchliche Fachausweis oder ein gleichwertiger Abschluss Anstellungsvoraussetzung. Die katechetischen Ausbildungen der Landeskirchen, die in der deutschschweizerischen Kirchenkonferenz zusammengeschlossen sind, werden anerkannt.

2Für Personen mit einer gleichwertigen Ausbildung stellt der Kirchenrat auf Antrag hin den Fachausweis Katechet/Katechetin aus. Katechetinnen und Katecheten, die der römisch-katholischen oder der christkatholischen Landeskirche angehören, weisen eine anerkannte Aus- oder Weiterbildung in reformierten Glaubenstraditionen vor. Über Gleichwertigkeit und Anerkennung entscheidet der Kirchenrat15.

3Die Anstellung von Katechetinnen und Katecheten, die eine anerkannte katechetische Ausbildung berufsbegleitend absolvieren, ist befristet für die Dauer der Ausbildung möglich.

4Zum Kompetenzprofil von Katechetinnen und Katecheten gehören Sachkompetenz in Theologie, Pädagogik und Didaktik, Feldkompetenz mit Blick auf Kirche als Gemeinschaft und Institution sowie Selbst- und Sozialkompetenz.

§ 1616

Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker

Die Aufgaben der Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker können von Personen mit kirchenmusikalischer Ausbildung oder ohne Ausbildung versehen werden. Die Kirchenpflegen entscheiden, welche der im Anhang aufgeführten Ausbildungsstufen die bei ihnen angestellten Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker erfüllen müssen.

§ 17

Sekretärinnen und Sekretäre

Sekretärinnen und Sekretäre erfüllen vorzugsweise folgende fachlichen Anforderungen: Kaufmännische Grundausbildung und Erfahrung in Verwaltung oder kaufmännischem Betrieb.

§ 18

Sigristinnen und Sigriste

Sigristinnen und Sigriste verfügen über handwerkliche Fähigkeiten und technisches Verständnis. Ihre Arbeitszeiten richten sich nach den Bedürfnissen des Kirchgemeindelebens.

§ 19

Kirchengutsverwalterinnen und Kirchengutsverwalter

Kirchengutsverwalterinnen und Kirchengutsverwalter verfügen vorzugsweise über eine kaufmännische Grundausbildung und/oder ausgewiesene Buchhaltungskenntnisse.

3.Probezeit

§ 2017

Probezeit

1Die Probezeit beträgt drei Monate.

2Bei einer effektiven Verkürzung der Probezeit infolge Krankheit, Unfall oder Erfüllung einer nicht freiwillig übernommenen gesetzlichen Pflicht verlängert sich die Probezeit um die entsprechende Dauer.

3Während der Probezeit kann das Anstellungsverhältnis beidseitig jederzeit mit einer Kündigungsfrist von sieben Tagen gekündigt werden.

4.Beendigung des Anstellungsverhältnisses

§ 2118

Beendigung

Das Anstellungsverhältnis endet:

1. nach Ablauf der Probezeit durch

a. Ablauf einer befristeten Anstellung

b. Ordentliche Kündigung

c. Fristlose Kündigung

d. Auflösung in gegenseitigem Einvernehmen

e. Arbeitsunfähigkeit infolge Invalidität

f. Erreichen der Altersgrenze.

2. durch den Tod der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters.

§ 22

Befristetes Anstellungsverhältnis

1Ein befristetes Anstellungsverhältnis endigt ohne Kündigung mit Zeitablauf.

2Wird ein befristetes Anstellungsverhältnis nach Ablauf der vereinbarten Dauer stillschweigend fortgesetzt, so gilt es als unbefristetes Anstellungsverhältnis.

§ 23

Ordentliche Kündigung

1Ein unbefristetes Anstellungsverhältnis kann von jeder Vertragspartei gekündigt werden.

2Die Kündigung durch die Kirchenpflege setzt einen sachlich zureichenden Grund voraus.

3Sachlich zureichende Gründe sind insbesondere

1. ungenügende Leistungen oder unbefriedigendes Verhalten, das sich trotz Abmahnung/Verweis nicht verbessert

2. Verletzung gesetzlicher oder vereinbarter Pflichten

3. fehlende Eignung sowie Wegfall oder Nichterfüllung gesetzlicher oder vereinbarter Anstellungsvoraussetzungen

4. Aufhebung einer Stelle aus betrieblichen oder wirtschaftlichen Gründen.

4Kündigungen, die im Sinne von Art. 336 OR19 missbräuchlich sind oder im Sinne von Art. 336c OR20 zur Unzeit erfolgen, gelten als nicht ausgesprochen.

§ 24

Fristlose Kündigung

1Aus wichtigen Gründen kann das Anstellungsverhältnis von beiden Seiten jederzeit fristlos aufgelöst werden.

2Wichtiger Grund ist namentlich jeder Umstand, bei dessen Vorhandensein der Seite, welche die sofortige Beendigung herbeiführt, nach Treu und Glauben die Fortsetzung des Anstellungsverhältnisses nicht mehr zugemutet werden darf.

§ 25

Anhörungsrecht

1Eine Kündigung durch die Kirchenpflege kann nur erfolgen, wenn die betroffene Person vorher angehört wurde.

2Der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter ist eine angemessene Frist zur Anhörung zu gewähren. Bei einer fristlosen Kündigung kann diese auf 24 Stunden beschränkt werden.

§ 26

Form

1Die Kündigung erfolgt schriftlich. Kündigt die Kirchenpflege, erlässt sie eine begründete Verfügung.

2Die Kündigung durch die Kirchenpflege ist mit einer Rechtsmittelbelehrung zu versehen.21

§ 27

Frist

1Bei einer ordentlichen Kündigung beträgt die Kündigungsfrist im ersten Dienstjahr mindestens einen Monat auf Ende eines Kalendermonats, danach mindestens drei Monate auf Ende eines Kalendermonats.

2Bei einer ordentlichen Kündigung, die das Anstellungsverhältnis einer Katechetin oder eines Katecheten betrifft, beträgt die Kündigungsfrist im ersten Dienstjahr mindestens einen Monat auf Ende eines Semesters oder Schuljahres, danach mindestens drei Monate auf Ende eines Semesters oder Schuljahres. Kündigungstermine sind der 31. Januar (Semesterende) und der 31. Juli (Schuljahresende).22

§ 28

Auflösung in gegenseitigem Einvernehmen

Das Anstellungsverhältnis kann jederzeit in gegenseitigem Einvernehmen beendet werden.

§ 2923

Erreichen der Altersgrenze

1Das Anstellungsverhältnis endet am letzten Tag des Monats, in dem die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter das 65. Altersjahr vollendet hat (ordentliche Pensionierung).

2Vorzeitige Pensionierung ist gemäss den Bedingungen der Pensionskasse möglich.

3Das Anstellungsverhältnis kann nach Erreichen der Altersgrenze mit Zustimmung der Kirchenpflege befristet weitergeführt werden. In diesem Fall ist eine befristete Anstellungsverfügung zu erlassen.

§ 30

Tod von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

1Mit dem Tod der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters erlischt das Anstellungsverhältnis.

2Die Kirchgemeinde richtet beim Tod einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters den Hinterbliebenen, für deren Unterhalt die Verstorbene oder der Verstorbene nachweislich aufgekommen ist, während drei Monaten über den Tod hinaus das volle Gehalt aus.

V.Pflichten

§ 31

Dienstpflicht

1Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die ihnen nach der Kirchenordnung24 und den nachgeordneten Erlassen sowie dem Funktionsbeschrieb auferlegten Pflichten zu erfüllen.25

2Die Katechetinnen und Katecheten führen den Unterricht aufgrund ihrer besonderen Fachkenntnis im Rahmen des gegebenen Auftrags und des pädagogischen Handelns der Kirchgemeinde selbständig aus.

3Die Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker verantworten die musikalische Gestaltung von Gottesdiensten und anderen Kirchgemeindeanlässen aufgrund ihrer besonderen Fachkenntnis im Rahmen des gegebenen Auftrags in Absprache mit den zuständigen ordinierten Diensten selbständig.

§ 32

Mitarbeitendengespräch

1Die Kirchenpflege respektive das zuständige Mitglied führt jährlich ein Mitarbeitendengespräch mit jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter. Die darin enthaltene Beurteilung, Zielsetzung und Förderung wird schriftlich festgehalten und von beiden Gesprächsparteien unterzeichnet.

2Die Kirchenpflege kann auf Grund der Mitarbeitendengespräche die Funktionsbeschriebe und Arbeitsziele anpassen, neue Aufträge erteilen und Empfehlungen für die Weiterbildung abgeben.26

§ 33

Zusammenarbeit

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten untereinander, mit den ordinierten, den ehrenamtlichen und freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen.

§ 34

Zweitbeschäftigung bei Teilzeitanstellungen

1Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Teilzeitpensum können einer Zweitbeschäftigung nachgehen. Die Kirchenpflege ist über die Zweitbeschäftigung zu informieren. Zusammen dürfen die verschiedenen Teilzeitbeschäftigungen ein Pensum von 100 % nicht übersteigen.

2Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in Absprache mit den Arbeitgebenden dafür zu sorgen, dass sich die Aufgabenbereiche der verschiedenen Arbeitsstellen gegenseitig nicht beeinträchtigen.

3Wer ein öffentliches Amt ausüben möchte, das die normale Arbeitszeit gemäss Anstellungsverfügung berührt, braucht das Einverständnis der Kirchenpflege. Vormundschaften im Sinne von Art. 382 – 384 ZGB27 sollen nur im Einvernehmen mit der Kirchenpflege übernommen werden.

§ 35

Arbeitszeit und Präsenzzeiten

1Die Jahresarbeitszeit beträgt 2’184 Stunden (52 Wochen zu 42 Stunden).28 Bei einem Teilzeitpensum reduzieren sich die Sollarbeitszeiten entsprechend dem Beschäftigungsgrad.29

2Die Arbeits- und Präsenzzeit richtet sich im Grundsatz und in erster Linie nach den Anforderungen der Stelle. Die Kirchgemeinde ist besorgt, dass genügend Stellen zur Erfüllung des Auftrags zur Verfügung stehen.

3Der Funktionsbeschrieb berücksichtigt das Stellenpensum.30

4Für Katechetinnen und Katecheten werden die Anzahl der zu erteilenden Unterrichtslektionen pro Schulwoche und der in anderen Lehr- und Lernformen erteilte Unterricht in Arbeitsstunden umgerechnet. Der Kirchenrat erlässt dazu eine Verordnung31.32

5Die Tätigkeit der Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker wird in Arbeitsstunden umgerechnet. Der Kirchenrat erlässt dazu eine Verordnung33.34

§ 36

Überstunden

1Angeordnete oder bewilligte Überstundenarbeit soll mit Freizeit von gleicher Dauer kompensiert werden.

2Ist die Kompensation aus betrieblichen Gründen nicht möglich, entscheidet die Kirchenpflege über die Höhe der Entschädigung und einen möglichen Zuschlag.

§ 37

Geheimhaltungs- und Schweigepflicht

1Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zur Verschwiegenheit über Tatsachen verpflichtet, die ihrer Natur nach oder gemäss besonderer Vorschrift geheim zu halten sind und die sie in Ausübung ihrer Tätigkeit erfahren.

2Diese Verpflichtung gilt auch nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses.

3Die Schweigepflicht gilt nicht in Fällen, in denen die Gesetzgebung eine Aussagepflicht vorsieht.

§ 38

Weiterbildung

1Um den Dienst gut zu erfüllen, bilden sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmässig weiter. Sie werden darin durch die Kirchenpflege unterstützt.

2Das Nähere bestimmen das Weiterbildungsreglement für die kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (WBR)35 und die Verordnung zum Weiterbildungsreglement für die kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (VWBR)36.

VI.Rechte

§ 39

Haftung

Aufgehoben.37

§ 40

Persönlichkeitsschutz

Die Kirchenpflege achtet und schützt die Würde und Persönlichkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

§ 41

Lohn, Mindestlohn, Teuerungsausgleich

1Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Anspruch auf Lohn. Die Lohnzahlungen werden üblicherweise monatlich ausgerichtet. Andere Regelungen sind in der Anstellungsverfügung festzuhalten.

2Der verbindliche Mindestlohn für die einzelnen Berufsgruppen findet sich in den Lohntabellen im Anhang dieses Reglements.

3Die Synode beschliesst jährlich die Anpassung an die Teuerung.

§ 42

Anfangslohn

1Der Anfangslohn ist in der Anstellungsverfügung festzusetzen.

2Alle Dienstjahre nach Abschluss der kirchlichen Ausbildung im Dienst der Kirche, einer kirchlichen oder sozialen Institution, einem Hilfs- oder Missionswerk, in einem Lehrauftrag oder im öffentlich-rechtlichen Dienst sind voll anzurechnen.

3Alle Berufsjahre nach Abschluss einer kaufmännischen oder handwerklichen Ausbildung sind für Sekretärinnen und Sekretäre oder Sigristinnen und Sigriste voll anzurechnen.

4Alle Berufsjahre in einem anderen Arbeitsumfeld, für hauptamtliche Familienarbeit mit Kindern bis 16 Jahren oder für die dauernde Pflege von Angehörigen sind mindestens zur Hälfte anzurechnen.

§ 4338

Familienzulage

Für jedes Kind wird eine Familienzulage ausgerichtet. Der Ansatz und die Anspruchsberechtigung richten sich nach der bundesrechtlichen und der kantonalen Gesetzgebung39.

§ 44

Verjährung

Lohnansprüche verjähren nach Ablauf von fünf Jahren.

§ 45

Lohnfortzahlung bei Krankheit und Unfall

Bei Dienstverhinderung infolge Krankheit oder Unfall hat die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter Anrecht auf folgende Leistungen:

1. während sechs Monaten Anspruch auf den vollen Lohn

2. nach den sechs Monaten ist die Lohnfortzahlung mit Abschluss der Unfallversicherung gemäss § 56 und der Krankentaggeldversicherung gemäss § 57 sichergestellt.40

§ 46

Mutterschaft

1Mitarbeiterinnen, die vor der Niederkunft während mindestens sechs Monaten ununterbrochen im Dienste der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Aargau oder einer Kirchgemeinde standen, haben bei Schwangerschaft und Niederkunft Anspruch auf bezahlten Urlaub von 16 Wochen. Allfällige Leistungen aus einer staatlichen Mutterschaftsversicherung fallen für die Zeit, während welcher der Lohn durch die Evangelisch-Reformierte Landeskirche des Kantons Aargau oder eine Kirchgemeinde bezahlt wurde an dieselbe.

2Die Einteilung des Schwangerschaftsurlaubs erfolgt nach Rücksprache mit der Kirchenpflege.

3Wird nach der Niederkunft die Arbeit nicht für mindestens drei Monate fortgesetzt, wird ein Urlaub von insgesamt 14 Wochen gewährt. Dieser Urlaub beginnt am Tag der Niederkunft.

4Bei Arbeitsunfähigkeit infolge Schwangerschaftsbeschwerden richtet sich die Lohnfortzahlungspflicht nach Vorweisung eines Arztzeugnisses nach § 45 dieses Reglements (Lohnfortzahlung bei Krankheit).

5Während des bezahlten Schwangerschaftsurlaubs wird kein anteilmässiger Abzug für die Ferien vorgenommen.

§ 4741

Lohnanspruch bei Militär-, Zivil-, Bevölkerungs- und Zivilschutzdienst sowie anderen Dienstleistungen

1Bei Arbeitsverhinderung infolge obligatorischen Diensten, die unter das Erwerbsersatzgesetz42 fallen, wird für die Dauer des Dienstes der volle Lohn geleistet. Dazu gehört auch der Dienst von Frauen, die sich freiwillig zur Leistung von Diensten im Sinne des EOG melden.

2Im Fall von länger dauernden Diensten wie Rekrutenschule, Erfüllung der Aus-bildungsdienstpflicht ohne Unterbrechung oder Beförderungsdiensten kann der Lohn anteilmässig zurückgefordert werden, wenn das Dienstverhältnis innert zwei Jahren nach Abschluss des Dienstes aufgelöst wird.

3Für freiwilligen Dienst in Militär oder Bevölkerungsschutz sowie für den Beitritt zum Rotkreuzdienst ist die Zustimmung der Kirchenpflege erforderlich. Diese wird erteilt, wenn die dienstlichen Voraussetzungen solche Dienstleistungen zulassen.

4Die Erwerbsausfallentschädigungen aus EOG43 fallen der Kirchgemeinde zu, soweit sie die Lohnzahlung während des Dienstes nicht übersteigen. Der Kirchenrat kann in einer Verordnung weitere Ausnahmen für Dienstleistungen in der arbeitsfreien Zeit vorsehen44.

5Die dienstpflichtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben der Kirchgemeinde die mutmassliche Dienstzeit und die Art des Dienstes zu melden, sobald diese bekannt sind. Nach beendeter Dienstzeit ist das EO-Anmeldeformular unverzüglich der Kirchgemeinde abzugeben. Der für die Dienstzeit bezahlte Lohn kann zurückge-fordert werden, wenn die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter die für den Bezug der Erwerbsausfallentschädigung notwendigen Unterlagen nicht einreicht.

§ 48

Spesenersatz

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Anspruch auf Ersatz ihrer belegten und begründeten Spesen.45

§ 49

Ferien

1Der Ferienanspruch beträgt mindestens:

bis zum vollendeten 20. Altersjahr 5 Wochen
vom 21. bis zum vollendeten 49. Altersjahr 4 Wochen
vom 50. bis zum vollendeten 59. Altersjahr 5 Wochen
vom 60. Altersjahr an 6 Wochen.46

2Der Ferienanspruch wird für das Kalenderjahr, in dem die Altersgrenze erreicht wird, in vollem Umfang gewährt.47

3Katechetinnen und Katecheten haben die Ferien im Laufe des Schuljahrs jeweils während der offiziellen Schulferien zu beziehen.48

4Während der Dauer der Ferien hat die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter Anspruch auf den vollen Lohn.

§ 50

Ferienbezug

1Der Zeitpunkt der Ferien wird durch die Kirchenpflege unter Berücksichtigung der Interessen und Wünsche der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter festgelegt.

2Die Ferien sind grundsätzlich im laufenden Jahr und mindestens zwei Wochen pro Jahr zusammenhängend zu beziehen.

3Es können maximal zwei Wochen auf das nächste Jahr übertragen werden. Ausnahmen können von der Kirchenpflege bewilligt werden.

4Die Abgeltung des Ferienanspruchs durch Geldleistungen oder Vergünstigungen ist während der Dauer des Anstellungsverhältnisses ausgeschlossen.49

§ 51

Kürzungdes Ferienanspruchs

1Erreichen die Absenzen infolge Krankheit oder Unfall während eines Kalenderjahres zusammen mehr als einen Monat, so wird der Ferienanspruch proportional zum Ausfall der Arbeitszeit reduziert.

2Bei unbezahltem Urlaub wird der Ferienanspruch entsprechend gekürzt.

§ 52

Freisonntag

Sigristinnen und Sigriste sowie Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker haben, zusätzlich zu den Ferien, Anspruch auf mindestens ein freies Wochenende im Quartal.

§ 53

Einzelne Urlaubstage

Bei folgenden Anlässen besteht Anspruch auf bezahlten Urlaub im genannten Umfang:

Eigene Hochzeit 3 Tage
Hochzeit in der eigenen Familie 1 Tag
Geburt eigener Kinder für den Vater 2 Wochen
Tod der Gattin oder des Gatten, der Partnerin oder des Partners oder eines Kindes 5 Tage
Tod der eigenen Eltern oder der Eltern der Partnerin oder des Partners 2 Tage
Tod eines anderen Angehörigen 1 Tag
Umzug (pro Kalenderjahr) 2 Tage
Plötzliche Erkrankung in der Familie (zur Organisation einer Hilfe) maximal 2 Tage

§ 54

Arbeitszeugnis

1Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können jederzeit ein Arbeitszeugnis verlangen. Das Zeugnis gibt Auskunft über die Art und Dauer des Anstellungsverhältnisses und über Leistung und Verhalten der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters.

2Auf Verlangen der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters hat sich das Arbeitszeugnis auf Angaben über Art und Dauer des Anstellungsverhältnisses zu beschränken.

VII.Versicherungen

§ 5550

Pensionskasse

1Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche die Kriterien gemäss dem Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge (BVG)51 erfüllen, sind verpflichtet, der Pensionskasse der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Aargau beizutreten. Es gelten die Ausschlussgründe gemäss Pensionskassenreglement.

2Für die aus dem Beitritt erwachsenden Rechte und Pflichten sind die Reglemente und Versicherungsbedingungen der Pensionskasse massgebend.

§ 5652

Unfallversicherung

1Die Kirchgemeinde versichert ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegen die Folgen von Unfall mindestens im Rahmen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, UVG53.

2Die Prämien der Betriebsunfallversicherung gehen zu Lasten der Kirchgemeinde.

3Die Prämie für die Nichtbetriebsunfallversicherung wird mindestens zur Hälfte von der Kirchgemeinde getragen.

4Der Abschluss weiterer Versicherungen ist Sache der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche auch die Kosten dafür tragen.

§ 57

Krankentaggeldversicherung

1Die Kirchgemeinde ist verpflichtet, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Krankentaggeldversicherung mit mindestens folgenden Leistungen abzuschliessen: Auszahlung von 80 % des Bruttolohnes für 730 Tage, abzüglich der vereinbarten Wartefrist. Die Versicherten sind darüber zu informieren.

2Die Prämie wird von der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter und der Kirchgemeinde je zur Hälfte getragen. Wird eine Krankentaggeldversicherung abgeschlossen, deren Leistungsbeginn vor dem 181. Tag liegt, bezahlt die Kirchgemeinde die Prämien in diesem Umfang vollumfänglich.

§ 58

Lohnausfallentschädigungen durch Dritte

Solange der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter trotz Dienstverhinderung der Lohn ausgerichtet wird, gehen Lohnausfallentschädigungen aus Versicherungsleistungen oder aus anderen Leistungen Dritter an die Stelle, die für die Lohnkosten aufkommt.54

VIII.Rechtsschutz

§ 59

Beschwerde

Der Rechtsschutz richtet sich nach den einschlägigen Bestimmungen der Kirchenordnung55 und des Rekursreglements56 sowie subsidiär nach dem kantonalen Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege57.

IX.Übergangs- und Schlussbestimmungen

§ 6058

Übergangsbestimmungen

1Der nominelle Besitzstand ist bezüglich Lohn- und Ferienanspruch mit Inkrafttreten des DLM auf den 01. Januar 2010 gewahrt.

2Die Kirchenpflegen sind verpflichtet, den in ihrer Kirchgemeinde angestellten Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern mit einer Pauschalbesoldung die Änderung ihres Lohnes durch das von der Synode am 21. November 2018 beschlossene neue Lohnsystem bis zum 30. Juni 2019 mitzuteilen. Die Besoldungen werden auf den 01. Januar 2020 rechtswirksam. Ist der Lohn von Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern nach bisherigem Recht höher oder tiefer als der Lohn nach neuem Recht, so wird er auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderungen dieses Reglements angepasst. Eine solche Lohnanpassung gilt nicht als individuelle Lohnanpassung oder Lohnkürzung. Vorbehalten bleiben Lohnanpassungen bei einem Funktions- und Stellenwechsel innerhalb einer Kirchgemeinde.

§ 61

Aufhebung

Dieses Reglement hebt folgende Reglemente und Richtlinien auf:

1. Reglement über die Besoldungs- und Entschädigungsansprüche der am Dienst verhinderten hauptamtlichen nicht ordinierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchgemeinden und die Regelung der Stellvertretungskosten (SRLA 371.710)

2. Richtlinien zur Anstellung von Katechetinnen und Katecheten der Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinden des Kantons Aargau (RLK) (SRLA 376.300)

3. Reglement über die Minimalbesoldungen für Katechetinnen und Katecheten der Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinden des Kantons Aargau (Minimalbesoldungsreglement Katecheten) (MinB K) (SRLA 376.500)

4. Minimalbesoldungen für haupt- und nebenamtliche Mitarbeiter (ausgenommen Pfarrer/Pfarrerinnen, Diakonische Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen und Katechetinnen/Katecheten, Organistinnen/Organisten) der Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinden des Kantons Aargau (SRLA 378.500)

5. Reglement über die Minimalbesoldungen für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker der Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinden des Kantons Aargau (MinB KM) (SRLA 378.501)

6. Richtlinien für die Anstellung der Sekretärin/des Sekretärs in der Verwaltung der Kirchgemeinde (SRLA 378.713).

§ 62

Inkrafttreten

1Dieses Reglement tritt am 01. Januar 2010 in Kraft.

2Durch Beschlussfassung der Synode vom 09. November 2011 geänderte Bestimmungen treten am 01. Januar 2012 in Kraft.

3Durch Beschlussfassung der Synode vom 05. Juni und 06. November 2013 geänderte oder eingefügte Bestimmungen treten am 01. Januar 2014 in Kraft.

4Durch Beschlussfassung der Synode vom 04. November 2015 geänderte Bestimmungen treten am 01. Januar 2017 in Kraft.

5Durch Beschlussfassung der Synode vom 07. Juni 2017 geänderte Bestimmungen treten am 01. Januar 2018 in Kraft.

6Durch Beschlussfassung der Synode vom 21. November 2018 geänderte Bestimmungen treten mit Ausnahme von § 60 am 01. Januar 2020 in Kraft. § 60 tritt am 01. Januar 2019 in Kraft.

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Anhang
Lohntabelle für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker59

Die Löhne für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker mit einem vollen Pensum betragen brutto mindestens:

Mindestlohntabelle für das Jahr 2020

Besoldungsindex 2020 = 110.5 Punkte (Indexstand Mai 2000)

1.-4. Jahr

5.-9. Jahr

10.-14. Jahr

Ab 15. Jahr

ohne musikalische Ausbildung* 44’000 48’400 52’800 57’200
mit mind. 2-jähriger Teilzeitausbildung in Kirchenmusik* 66’000 72’600 79’200 85’800
mit Bachelor in Kirchenmusik 74’800 82’280 89’760 97’240
mit Master in Kirchenmusik 88’000 96’800 105’600 114’400

* Für die nachfolgenden Zusatzqualifikationen werden bei Festanstellungen prozentuale Zuschläge entrichtet:

ohne musikalische Ausbildung kirchenmusikrelevante Ausbildung (mindestens 20 Unterrichtslektionen) +2%
mit mind. 2-jähriger Teilzeitausbildung in Kirchenmusik* zusätzliche kirchenmusikrelevante Ausbildung(mindestens 50 Unterrichtslektionen) +3%

Bei Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern, die als Kantorinnen und Kantoren angestellt werden, erhöht sich der Mindestlohn um 20 Prozent.

Der Kirchenrat regelt in einer Verordnung60 die Zuordnung in die Besoldungskategorien von:

a. musikalischen Ausbildungen ohne kirchenmusikalische Fächer

b. weiteren musikalischen Ausbildungen.

 

Die Ansätze pro Stunde in Franken betragen mindestens:

 

Mindestlohntabelle für das Jahr 2020

Besoldungsindex 2020 = 110.5 Punkte (Indexstand Mai 2000)

1.-4. Jahr

5.-9. Jahr

10.-14. Jahr

Ab 15. Jahr

Ohne musikalische Ausbildung 20.87 22.96 25.04 27.13
Mit mind. 2-jähriger Teilzeitausbildung in Kirchenmusik 31.30 34.43 37.56 40.69
mit Bachelor in Kirchenmusik 35.48 39.02 42.57 46.12
mit Master in Kirchenmusik 41.74 45.91 50.09 54.26

Die Besoldung nach Stunden ist exklusive Ferienentschädigung. Die Ferienentschädigung wird je nach Ferienanspruch mit einem prozentualen Zuschlag entrichtet (siehe Tabelle am Ende des Anhangs).

Der Kirchenrat erlässt Empfehlungen für die Entschädigung von Solistinnen und Solisten sowie Stellvertreterinnen und Stellvertretern mit weniger als fünf Einsätzen pro Jahr, die ihre Dienste im Auftragsverhältnis versehen.

Lohntabelle für Katechetinnen und Katecheten61

Die Pauschalbesoldung pro Jahr der Katechetinnen und Katecheten in Franken beträgt brutto mindestens:

Mindestlohntabelle für das Jahr 2020

Besoldungsindex 2020 = 110.5 Punkte (Indexstand Mai 2000)

1.-4. Jahr

5.-9. Jahr

10.-14. Jahr

Ab 15. Jahr

74’100.20 88’934.80 100’061.05 105’624.75

Die Besoldung ist inklusive Ferienentschädigung.

 

Die Ansätze pro Stunde in Franken betragen brutto mindestens:

Mindestlohntabelle für das Jahr 2020

Besoldungsindex 2020 = 110.5 Punkte (Indexstand Mai 2000

1.-4. Jahr

5.-9. Jahr

10.-14. Jahr

Ab 15. Jahr

35.15 42.20 47.45 50.10

Die Besoldung ist exklusive Ferienentschädigung. Die Ferienentschädigung wird je nach Ferienanspruch mit einem prozentualen Zuschlag entrichtet (siehe Tabelle am Ende des Anhangs).

Bei Katechetinnen und Katecheten in Ausbildung ist die Reduktion der Besoldung zulässig auf:

in katechetischer Ausbildung 1. und 2. Jahr 75 % der Besoldung
in katechetischer Ausbildung 3. bis 5. Jahr 85 % der Besoldung
Lohntabelle für die weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Pauschalbesoldung pro Jahr der weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beträgt brutto mindestens:

Mindestlohntabelle für das Jahr 2020

Besoldungsindex 2020 = 110.5 Punkte (Indexstand Mai 2000)

Funktion

1.-4. Jahr

5.-9. Jahr

10.-14. Jahr

Ab 15. Jahr

Büro-Hilfskraft Dienste mit einfachen Anforderungen 43’095 47’408 52’624 56’738
Sekretärin oder Sekretär Hauswartin oder Hauswart Sigristin oder Sigrist Dienste mit mittleren Anforderungen 56’355 61’996 68’816 74’196
Sekretärin oder Sekretär mit besonderen Aufgaben Hauswartin oder Hauswart mit besonderen Aufgaben Sigristin oder Sigrist mit besonderen Aufgaben 64’090 70’506 78’262 84’380
Dienste mit besonderer Verantwortung 78’455 86’309 95’802 103’293
Dienste mit leitender Verantwortung 117’130 128’855 143’029 154’212

Zur Berechnung der Dienstjahre wird auf § 42 dieses Reglements verwiesen. Die Besoldungen sind inklusive Ferienentschädigung. Der Anstellungsgrad von Teilzeitmitarbeiterinnen und Teilzeitmitarbeitern kann anhand der Jahresarbeitsstunden bestimmt werden (siehe Tabelle am Schluss dieses Anhangs).

Anstellungen im Stundenlohn

Die Ansätze pro Stunde in Franken betragen brutto mindestens:

Mindestlohntabelle für das Jahr 2020

Besoldungsindex 2020 = 110.5 Punkte (Indexstand Mai 2000)

Funktion

1.-4. Jahr

5.-9. Jahr

10.-14. Jahr

Ab 15. Jahr

Büro-Hilfskraft Dienste mit einfachen An-forderungen 20.45 22.45 25.00 26.90
Sekretärin oder Sekretär Hauswartin oder Hauswart Sigristin oder Sigrist Dienste mit mittleren An-forderungen 26.75 29.40 32.70 35.20
Sekretärin oder Sekretär mit besonderen Aufgaben Hauswartin oder Hauswart mit besonderen Aufgaben Sigristin oder Sigrist mit besonderen Aufgaben 30.40 33.45 37.15 40.00
Dienste mit besonderer Verantwortung 37.20 40.90 45.40 49.00
Dienste mit leitender Verantwortung 55.60 61.15 67.85 73.15

Die Stundenlohnansätze sind exklusive Ferienentschädigung, die Ferienentschädigung wird je nach Ferienanspruch mit einem prozentualen Zuschlag entrichtet (siehe nächste Tabelle).

 

Die Ferienentschädigung bei Anstellung im Stundenlohn beträgt:

Ferienanspruch 4 Wochen 5 Wochen 6 Wochen
Ferienentschädigung pro Std. 8.33 % 10.64 % 13.04 %

 

Die Jahresarbeitsstunden gemäss § 35 Abs. 1 betragen:

Jahresarbeitszeit: 52 Wochen à 42 Std. 2ʼ184.0 Std.
abzüglich 9 gesetzliche Feiertage à 8.4 Std. 75.6 Std.
Ferienanspruch 4 Wochen 5 Wochen 6 Wochen
Netto-Jahresarbeitsstunden 100 % 1ʼ940 Std. 1ʼ898 Std. 1ʼ856 Std.
20 % 388 Std. 380 Std. 371 Std.
40 % 776 Std. 759 Std. 743 Std.
50 % 970 Std. 949 Std. 928 Std.
60 % 1ʼ164 Std. 1ʼ139 Std. 1ʼ114 Std.
80 % 1ʼ552 Std. 1ʼ519 Std. 1ʼ485 Std.

1SRLA 151.100.  

2SRLA 151.100.  

3SR 220.  

4Satz 2 eingefügt durch Beschluss der Synode vom 04. November 2015.  

5Geändert durch Beschluss der Synode vom 05. Juni 2013.  

6Abs. 1–4 geändert durch Beschluss der Synode vom 04. November 2015.  

7Abs. 1 und Abs. 3 geändert durch Beschluss der Synode vom 04. November 2015.  

8SRLA 431.100.  

9§ 9 neu gefasst durch Beschluss der Synode vom 21. November 2018.  

10SRLA 371.410.  

11Geändert durch Beschluss der Synode vom 05. Juni 2013.  

12Verordnung für den Finanzhaushalt der Kirchgemeinden, Finanzverordnung, SRLA 275.300.  

13Abs. 1 geändert durch Beschluss der Synode vom 05. Juni 2013.  

14Abs. 1–2 geändert, Abs. 3 eingefügt, Abs. 3 bisher (Abs. 4 neu) geändert durch Beschluss der Synode vom 04. November 2015.  

15Vgl. § 143 KO, SRLA 151.100.  

16§ 16 neu gefasst durch Beschluss der Synode vom 21. November 2018.  

17Abs. 2-3 geändert durch Beschluss der Synode vom 07. Juni 2017.  

18§ 21 geändert (neu strukturiert) durch Beschluss der Synode vom 07. Juni 2017.  

19SR 220.  

20SR 220.  

21Abs. 2 eingefügt durch Beschluss der Synode vom 07. Juni 2017.  

22Abs. 2 geändert durch Beschluss der Synode vom 05. Juni 2013.  

23Abs. 1 und 3 geändert und Abs. 2 eingefügt durch Beschluss der Synode vom 04. November 2015.  

24SRLA 151.100.  

25Abs. 1 geändert durch Beschluss der Synode vom 05. Juni 2013.  

26Abs. 2 geändert durch Beschluss der Synode vom 09. November 2011 und durch Beschluss der Synode vom 05. Juni 2013.  

27SR 210.  

28Die Nettojahresstunden für sind dem Anhang zu entnehmen.  

29Abs. 1 geändert durch Beschluss der Synode vom 21. November 2018.  

30Abs. 3 geändert durch Beschluss der Synode vom 05. Juni 2013.  

31SRLA 371.410.  

32Abs. 4 geändert durch Beschluss der Synode vom 04. November 2015.  

33SRLA 371.410.  

34Abs. 5 geändert durch Beschluss der Synode vom 21. November 2018.  

35SRLA 483.100.  

36SRLA 483.110.  

37Aufgehoben durch Beschluss der Synode vom 09. November 2011.  

38Geändert durch Beschluss der Synode vom 07. Juni 2017.  

39Familienzulagengesetz, FamZG, SR 836.2, EG FamZG, SAR 815.200, V EG FamZG, SAR 815.211.  

40Geändert durch Beschluss der Synode vom 09. November 2011.  

41Abs. 1-2 geändert, Abs. 3-5 eingefügt durch Beschluss der Synode vom 07. Juni 2017.  

42EOG, SR 834.1.  

43EOG, SR 834.1.  

44SRLA 371.410.  

45Geändert durch Beschluss der Synode vom 05. Juni 2013.  

46Abs. 1 geändert durch Beschluss der Synode vom 06. November 2013.  

47Abs. 2 eingefügt durch Beschluss der Synode vom 06. November 2013.  

48Abs. 3 geändert durch Beschluss der Synode vom 04. November 2015.  

49Abs. 4 geändert durch Beschluss der Synode vom 06. November 2013.  

50Abs. 1-2 bisher geändert und zusammengefasst, Abs. 2 neu eingefügt durch Beschluss der Synode vom 07. Juni 2017.  

51Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge, BVG, SR 831.40.  

52Abs. 1-3 geändert durch Beschluss der Synode vom 07. Juni 2017.  

53SR 832.20.  

54Geändert durch Beschluss der Synode vom 05. Juni 2013.  

55SRLA 151.100.  

56SRLA 233.300.  

57SAR 271.200.  

58Abs. 1 geändert und Abs. 2 eingefügt durch Beschluss der Synode vom 21. November 2018.  

59Lohntabelle geändert durch Beschluss der Synode vom 21. November 2018.  

60SRLA 371.410.  

61Lohntabelle geändert durch Beschluss der Synode vom 04. November 2015.  

Dienst- und Lohnreglement für nicht ordinierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinden des Kantons Aargau (DLM)

vom 11. November 2009 (Stand 01. Januar 2020)

© Reformierte Landeskirche Aargau, 2020

X1.0/C1.0/F2.1

Inhaltsverzeichnis

Dienst- und Lohnreglement für nicht ordinierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinden des Kantons Aargau (DLM)

I.GeltungsbereichII.AnstellungsverhältnisIII.Inhalt, Auftrag und Aufsicht1.Allgemeines2.Katechese3.Kirchenmusik4.Sekretariat5.Kirchengutsverwaltung6.Sigristin und SigristIV.Begründung, Dauer und Beendigung des Anstellungsverhältnisses1.Begründung des Anstellungsverhältnisses2.Anforderungen3.Probezeit4.Beendigung des AnstellungsverhältnissesV.PflichtenVI.RechteVII.VersicherungenVIII.RechtsschutzIX.Übergangs- und Schlussbestimmungen.Anhang