Schutz vor Grenzverletzungen und sexuellen Übergriffen

Respektvoll und wertschätzend miteinander umgehen – ist der Leitgedanke der Präventionsarbeit in der Aargauer Kirche. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen in der Kirche möglichst sicher sein vor Grenzverletzungen und sexuellen Übergriffen. Aus diesem Grund hat die Synode im Juni 2018 beschlossen, Bestimmungen zur Prävention von Grenzverletzungen und sexuellen Übergriffen in die Kirchenordnung aufzunehmen.

Die Verordnung umfasst drei Massnahmen. So werden regelmässig obligatorische Schulungen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchgeführt. Weiter reichen alle Berufsgruppen, die in ihrer Tätigkeit mit Kindern, Jugendlichen und Personen in Abhängigkeitsverhältnissen zu tun haben, einen Sonderprivatauszug aus dem Strafregister ein. Die dritte Massnahme ist ein Verhaltenskodex mit einer Verpflichtungserklärung, die von ordinierten Mitarbeitenden unterzeichnet werden muss. Eine Arbeitsgruppe hat ihn zusammen mit der Fachstelle Limita 2020 erarbeitet . Der Verhaltenskodex und die Verpflichtungserklärung werden überarbeitet und dem Kirchenrat neu vorgelegt.

Die Landeskirche verfolgt mit dieser Präventionsarbeit folgende Ziele:

  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene fühlen sich in der Kirchgemeinde sicher
  • Betroffene von Grenzverletzungen und sexuellen Übergriffen werden gestärkt und unterstützt
  • Die Mitarbeitenden der Kirche wissen, wie sie sich in heiklen Situationen richtig verhalten
  • Die Mitglieder der Kirchenpflegen wissen, wie sie bei einem konkreten Fall oder einem Verdacht vorgehen

Zuständige Personen

Bei Fragen zur Prävention, zum Präventionskonzept und der Umsetzung der Präventionsmassnahmen (Schulungen, Sonderprivatauszug, Verhaltenskodex) können Sie sich an die Fachstelle Frauen, Männer, Gender wenden: Kerstin Bonk, praevention@ref-aargau.ch


Bei Fragen zur Prävention im Bereich Kinder- und Jugendarbeit können Sie sich an die Fachstelle Jugend wenden: Olivia Slavkovsky, praevention@ref-aargau.ch

Fachstelle Frauen, Männer, Gender

Vorgehen bei einem Verdacht

Bei Verdacht auf Grenzverletzungen und sexuelle Übergriffe können Sie sich an die unten aufgeführten Personen wenden. Sollten Sie niemanden erreichen, können sie sich in dringenden Fällen kostenfrei und rund um die Uhr für eine Erstberatung an das Jugendleitertelefon der Pro Juventute wenden: Tel: 058 618 80 80. Bitte informieren Sie anschliessend nach Möglichkeit eine der unten aufgeführten Personen.

Grundsätzlich gilt in der Landeskirche folgendes Vorgehen bei einem Verdacht: Falls Sie eine Situation beobachtet haben, die Ihnen problematisch erscheint oder bei der Sie nicht sicher sind, ob das Verhalten der beteiligten Personen korrekt ist, bitten wir Sie, sich zuerst alles möglichst präzise zu notieren und mit den zuständigen Personen der Landeskirche Kontakt aufzunehmen. Zusammen können wir die Situation genau betrachten, mit weiteren Fachpersonen Rücksprache nehmen und in Ruhe die notwendigen Schritte besprechen. Wir bitten Sie ausdrücklich, nicht ohne Rücksprache mit der Landeskirche selber aktiv zu werden.

Sonderprivatauszug

Verhaltenskodex mit Verpflichtungserklärung

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Ihre Ansprechpersonen

  • Kerstin Bonk
    • Kerstin Bonk
      • Pfarrerin
      • Fachstelle Frauen, Männer, Gender
      • Prävention
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  • Slavkovsky Olivia
    • Olivia Slavkovsky
      • Fachmitarbeiterin Jugend
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  • Huwyler Beat
    • Beat Huwyler
      • Pfarrer
      • Dr. theol.
      • Bereichsleiter Gesamtkirchliche Dienste
      • Leiter Theologie und Kirche
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