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Viele Kirchgemeinden verfügen über Fonds. Dabei handelt es sich um Geldmittel, die für einen bestimmten Zweck ausgesondert wurden. Die Herkunft der Mittel kann unterschiedlich sein:

Lebende Personen oder Firmen schenken der Kirchgemeinde einen Betrag für einen bestimmten Zweck. Beispiel: Ein Ehepaar stiftet der Kirchgemeinde Fr. 100'000.00 für musikalische Anlässe in der Kirche.

Die Kirchgemeinde errichtet selber einen Fonds. Beispiel: Bei positivem Rechnungsabschluss werden die Überschüsse in einen Baufonds gelegt.

Nebst dieser Unterscheidung wird auch nach der Zuständigkeit unterschieden: Bei manchen Fonds entscheidet die Kirchgemeindeversammlung über die Verwendung der Gelder. In diesem Fall ist zwingend ein Reglement zu erlassen, welches von der Landeskirche geprüft und genehmigt werden muss. Für andere Fonds ist die Kirchenpflege zuständig.

Gelegentlich ist gemäss den Fondsbestimmungen eine Einzelperson (z.B. Pfarrer/in) verfügungsberechtigt. Solche Fonds fallen dennoch entweder in die Zuständigkeit und Verantwortung der Kirchgemeindeversammlung oder der Kirchenpflege. Die verfügungsberechtigte Person muss deshalb über die Verwendung Auskunft geben; sie darf aber das Seelsorgegeheimnis nicht verletzen.

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Rechtliche Grundlagen

 

 

 

§ 44 Abs. 1 Ziff. 3, § 108 Abs. 1 Ziff. 19 und § 126 Abs. 2 Kirchenordnung

§ 15 Abs. 2 und § 32 Finanzreglement

Art. 482 und Art. 484 ff. Zivilgesetzbuch (ZGB)

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Legate

Stiftungen

 

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