Prävention im Sinne der Verhinderung von Konflikten ist illusorisch. Ein Aufeinandertreffen von verschiedenen Meinungen und Werten ist normal und notwendig, um Klärungen herbeizuführen. Bei der Konfliktprävention geht es nicht um das Verhindern von Auseinandersetzungen, sondern darum, die Eskalation von Konflikten zu vermeiden. Eine Feedback-Kultur und eine gute Organisation sind dabei wichtige Elemente.
Eine Kultur der direkten und konstruktiven Kritik nimmt vielen Konflikten den Nährboden. Wenn etwas stört, sagt man es der betreffenden Person direkt und zeitnah. Personen, die Kritik an Mitarbeitenden bei anderen deponieren wollen, werden angehalten, ihr Feedback direkt zu sagen.
Ein gutes Feedback ist keine Garantie für eine Verbesserung der Situation. Aber es ist ein unumgänglicher Schritt zur Konfliktvermeidung oder -bewältigung.
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Wenn die Verantwortlichkeiten und die Kommunikation geregelt sind und Teamkultur, Wertvorstellungen etc. geklärt sind, gibt es weniger Anlässe für Konflikte. Solche Klärungsprozesse können indessen selber zu Konflikten führen. Diese Auseinandersetzungen sind jedoch notwendig und sollten keinesfalls umgangen werden. Sie eskalieren selten, wenn ihnen Zeit und Raum gegeben wird (z.B. wenn in einer Retraite ein neues Organigramm im Detail besprochen werden kann).

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